Hans Liska

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Hans Liska (* 19. November 1907 in Wien; † 26. Dezember 1983 in Scheßlitz) war ein österreichischer Zeichner, Maler und Illustrator.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Liska besuchte die Handelsschule und arbeitete dann als Bürogehilfe. Nebenbei spielte er Klavier in einer Tanzschule. Dort ersetzte er bei einer Großveranstaltung einen ausgefallenen Musiker und wurde von der Volkssängergruppe sofort fest angestellt. Der Verdienst ermöglichte es ihm, die Wiener Kunstgewerbeschule zu besuchen. Er war dort Schüler Berthold Löfflers.

Anschließend arbeitete er als Werbegrafiker in der Schweiz. Danach besuchte er die Münchner Kunstgewerbeschule und war dort Schüler von Emil Prätorius und Walther Teutsch. Ab 1933 bis nachweislich 1944 zeichnete er als Pressezeichner für die Berliner Illustri(e)rte Zeitung und das Propagandablatt Signal. Vom Ullstein Verlag gefördert, besuchte er 1933 in Berlin die Kunsthochschule als Schüler von Ferdinand Spiegel. Nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs wurde er 1939 als Soldat eingezogen und Zeichner einer Propagandakompanie und Sonderstaffel. Seine Zeichnungen von den verschiedenen Kriegsfronten erschienen in vielen Zeitungen, auch im neutralen Ausland. Zwei seiner Skizzen-Bücher aus den Jahren 1942 (Junkers) und 1944 (Hans Liska) sind heute eine gesuchte Rarität.

Nach dem Kriegsende blieb Hans Liska in Deutschland, heiratete 1948 in Scheßlitz nahe Bamberg und setzte dort seine zeichnerische Begabung für die Zeitschriften Quick und Hörzu ein. In dem Wirtschaftswunderland Deutschland arbeitete er jahrelang vorwiegend für die Werbung in der Automobil-Industrie bei Daimler-Benz, aber auch für die Kölner Firmen Ford und Mülhens (4711). Andere Auftraggeber waren z. B. die Kaufhof-AG, DEGUSSA, Märklin, Quelle, Farbwerke Hoechst, Lederer Bräu und Schlenkerla (Bamberg). Ab 1960 entstanden seine Städte- und Landschafts-Bücher mit den Skizzen aus Salzburg, Bamberg, Köln, Kulmbach und dem Frankenland.

Die Porzellanfirma Kaiser in Bad Staffelstein brachte um 1970 zahlreiche Krüge, Schalen und hauptsächlich Wandteller mit über 200 Liska-Motiven der Städte Königsberg, Danzig, Breslau, Berlin, München, Aachen, Bamberg usw. in den Handel.

Seine Vorliebe für Mozarts Opern schlug sich nieder in dem 1982 entstandenen Band mit Zeichnungen und Bildern, Zauber der Bühne. In einer Autobiografie im Bildband Malerisches Kulmbach (1985) bekannte sich Hans Liska als Verehrer von Oskar Kokoschka, Pablo Picasso und Max Ernst.

Am 26. Dezember 1983 erlitt Hans Liska einen Herzinfarkt, dem er kurz darauf erlag.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu seinen Werken zählen Magazine, Illustrierte, Bücher und auch Skizzenbücher mit seinen Zeichnungen:

  • 1936: Der König von Kakikakai
  • 1942: Kriegs-Skizzenbuch (Luftwaffe)
  • 1944: Kriegs-Skizzenbuch
  • 1946: Illustrationen und Titelbilder („HÖR ZU“)
  • 1950: Titelseiten und Illustrationen (Kataloge von Märklin)
  • 1951: Skizzenbuch Daimler-Benz (zwei Versionen)
  • 1953: Rennsieg in Mexiko
  • 1953: Das Automobil und die Mode (zwei Versionen)
  • 1955: Den Herzen hinter dem Stern
  • 1956: Chronik der Mercedes-Benz Fahrzeuge und Motoren
  • 1956: Ritters Aus(sp)brüche
  • 1957: Der Unimog-Kalender
  • 1957: Fahren und Erleben
  • 1958: Lederfabrik Weinheim (Firmenbuch)
  • 1959: Im Strom unserer Zeit
  • 1960: Salzburg (zwei Versionen)
  • 1968: Lederer Bräu
  • 1968: Bilder aus Franken (Privatdruck von Gustav Schickedanz)
  • 1969: Jubiläumskatalog „50 Jahre Classen-Papier KG“
  • 1970: Über 200 verschiedene Städtemotive (Porzellanfirma Kaiser)
  • 1971: Heitere Impressionen
  • 1973: Köln am Rhein – Du wunderbare Stadt ISBN 3-7857-0132-2
  • 1973: Bamberg – Gefällst mir doch von allen…
  • 1985: Bamberg – Gefällst mir doch vor allen… ISBN 3-87052-360-3
  • 1977: Kriegsskizzen (lizenzierter Nachdruck)
  • 1977: Hans Liska, Apell ans Humane
  • 1978: 300 Jahre Schlenkerla
  • 1980: Franken – Fest der Sinne
  • 1980: Franken – Fest der Sinne (Sonderausgabe für den Rotary Club Bamberg)
  • 1982: Zauber der Bühne ISBN 3-87052-351-4
  • 1982: 75 Jahre Hans Liska
  • 1983: Ausstellungskatalog Daimler-Benz Museum
  • 1985: Malerisches Kulmbach ISBN 3-922091-12-1
  • 1993: Skizzenbuch: Lorbeer, Lächeln, Leidenschaften. Mercedes-Benz Museum Archiv Edition. Motorbuch Verlag, Stuttgart.
  • 2004: Stillstand, Bewegung, bewegend… (Hrsg. MVC Deutschland)
  • 2008: Zu Leben und Werk Hans Liskas (CHW-Schriften, Heft 3) ISBN 978-3-87735-198-7
  • 2008: Hans Liska – Delius Klasing Verlag – ISBN 978-3-7688-2464-4
  • 2008: Die Sternenmaler – Motorbuch Verlag – ISBN 978-3-613-02864-7

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]