Hans Michelbach

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Hans Michelbach (2012)

Hans Michelbach (* 3. Mai 1949 in Gemünden am Main) ist ein deutscher Politiker (CSU).

Er ist seit 2009 Obmann der CDU/CSU-Bundestagsfraktion des Ausschusses für Finanzen des Deutschen Bundestages.

Leben und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Besuch des Franz-von Erthal-Gymnasiums in Lohr am Main, welches er nach der mittleren Reife verließ, absolvierte Michelbach eine Lehre zum Kaufmann im Groß- und Außenhandel.[1] Nach dem anschließenden Besuch einer Fachschule für Betriebswirtschaft war Michelbach als Vorstandsassistent in einem Handelsunternehmen tätig. 1972 trat er in die elterlichen Betriebe ein und gründete das Groß- und Außenhandelsunternehmen Michelbach KG in Gemünden am Main. Michelbach gehört dem Präsidium der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels an.

Michelbach führt einen Ehrendoktor der Universität Kiew (Ukraine), ist verheiratet und hat drei Töchter. Neben seiner Abgeordnetendiät verdient er als Mitglied der Geschäftsleitung der KIZ - MIBEG Group Unternehmensgruppe in Bad Soden-Salmünster mehr als € 250.000 jährlich.[2]

Partei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Michelbach auf einem kleinen Parteitag der CSU im März 2013

Michelbach war von 1990 bis 2002 Vorsitzender des CSU-Kreisverbandes Main-Spessart und gehört seit 1998 dem Parteivorstand der CSU an. Er ist außerdem seit 2000 Landesvorsitzender der Mittelstands-Union und stellvertretender Bundesvorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU.

Abgeordneter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Michelbach ist seit 1994 Mitglied des Deutschen Bundestages und gehört seit 2000 dem Vorstand der CDU/CSU-Bundestagsfraktion an. Von 2005 bis 2009 war er Vorsitzender des Unterausschusses ERP-Wirtschaftspläne des Ausschusses für Wirtschaft und Technologie. Seit 2009 ist er Obmann der CDU/CSU-Bundestagsfraktion im Finanzausschuss. Seit 2013 ist er zudem Stellvertretender Vorsitzender der CSU-Landesgruppe.

Hans Michelbach ist 1994 und 1998 über die Landesliste Bayern und seit 2002 als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Coburg in den Bundestag eingezogen. Bei der Bundestagswahl 2013 erreichte er hier 50,1 % der Erststimmen.

Mitgliedschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Michelbach ist Mitglied der Europa-Union Parlamentariergruppe Deutscher Bundestag.

Öffentliche Ämter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Michelbach war von 1978 bis 1982 zunächst dritter Bürgermeister und von 1982 bis 1994 erster Bürgermeister der Stadt Gemünden am Main.

Auszeichnungen und Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von der Universität Kiew wurde Michelbach die Ehrendoktorwürde verliehen.[3] Im Jahr 2009 erhielt er den Bayerischen Verdienstorden und im Jahr 2012 den Bundesverdienstorden.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hans Michelbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hinz und Kunz. Frankfurter Allgemeine Zeitung. 4. August 2016. Abgerufen am 27. April 2017.
  2. Die meisten Nebenverdiener in der Unionsfraktion. Frankfurter Allgemeine Zeitung. 21. März 2014. Abgerufen am 27. April 2017.
  3. Und wie kamen Sie an Ihren Doktortitel?!. inFranken.de. 19. Februar 2011. Abgerufen am 27. April 2017.@1@2Vorlage:Toter Link/www.infranken.de (Seite nicht mehr abrufbar; Suche in Webarchiven)