Hans Peter Hallwachs

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Hans Peter Hallwachs, 2008

Hans Peter Hallwachs (* 10. Juli 1938 in Jüterbog) ist ein deutscher Schauspieler, Synchron- und Hörspielsprecher.

Leben[Bearbeiten]

Der Sohn eines Tierarztes besuchte von 1959 bis 1961 die Schauspielschule „Der Kreis“ (Fritz-Kirchhoff-Schule) in Berlin. Sein Bühnendebüt gab er als Pater in Max Frischs Andorra. Es folgten Engagements unter anderem in Bremen, Stuttgart, an den Münchner Kammerspielen, am Bayerischen Staatsschauspiel, am Thalia-Theater Hamburg, bei den Salzburger Festspielen sowie am Schauspielhaus Graz.

Seit Ende der 1960er Jahre machte er sich zudem einen Namen als profilierter Charakterdarsteller in Film und Fernsehen. Hallwachs spielte u. a. in Volker Schlöndorffs Drama Mord und Totschlag (mit der Rolling-Stones-Muse Anita Pallenberg), in Der Stoff aus dem die Träume sind (nach Johannes Mario Simmel), in der Erich-Kästner-Verfilmung Fabian (in der Titelrolle), in Hans-Christoph Blumenbergs Drama Der Sommer des Samurai, im Ost-West-Drama Vaterland (mit Gerulf Pannach), in Bernhard Sinkels Mehrteiler Hemingway (mit Stacy Keach in der Titelrolle), in Margarethe von Trottas Kriegsdrama Rosenstraße, in Peter Schamonis Porträt Caspar David Friedrich – Grenzen der Zeit, und in Komödien wie Didi auf vollen Touren, Otto – Der Außerfriesische und (T)Raumschiff Surprise – Periode 1.

Hans Peter Hallwachs, Sylvia Leifheit und Reiner Schöne (von links nach rechts) auf der Berlinale 2008

Außerdem gab er zahlreiche Gastauftritte in Fernsehserien und -reihen wie Derrick, Tatort, Der große Bellheim, Medicopter 117, Wolffs Revier, Edel & Starck und Der Alte. In den Krimiserien Der Bulle von Tölz, Der Mann ohne Schatten und Mord mit Aussicht spielte er wiederkehrende Rollen (Matern, Ikarus, Dr. Hannes Haas).

Darüber hinaus wirkte Hallwachs bei zahlreichen Hörspielproduktionen mit. Im Jahr 1973 sprach er eine der beiden Hauptrollen in dem weltweit ersten 3D-Kunstkopfhörspiel Demolition. Weitere Hörspielrollen waren der Privatdetektiv John Dalmas in den Raymond Chandler-Hörspielen Bay City Blues (SWF 1986) und Die Tote im See (SWF 1983), Kaiser Augustus in Jostein Gaarders Weihnachtsgeheimnis (MDR/WDR 1999), der skrupellose Geschäftsmann Tørk Hviid in Fräulein Smillas Gespür für Schnee (NDR 1995;), einer der Erzähler in Walter Adlers aufwendig inszenierter Adaption von Tad WilliamsOtherland (HR 2004 bis 2005), Sartorius in Stanisław Lems Solaris (MDR 2006) und Aragorn in Bernd Laus Hörspiel-Adaption Der Herr der Ringe (1991). Außerdem synchronisierte Hallwachs unter anderem Alan Rickman (Quigley, der Australier) und Paul Shenar (Scarface) und las die deutschsprachige Hörbuchversion von Paul Austers Moon Palace (Mond über Manhattan, 2001).

Bei den Burgfestspielen Jagsthausen spielte er 1991 die Rolle des Götz von Berlichingen in Goethes gleichnamigen Drama. Am Schauspielhaus Graz übernahm Hallwachs 2011 die Rolle des Albert Einstein in der Uraufführung von Geister in Princeton, einem Theaterstück von Daniel Kehlmann. Bei den Salzburger Festspielen spielt er seit 2013 in der neuen Inszenierung von Hugo von Hofmannsthals Jedermann den „Glauben“.

Filmografie[Bearbeiten]

Hörspiele[Bearbeiten]

Hörbücher[Bearbeiten]

  • 2006: Bernhard Hennen: '* 2007: Bernhard Hennen: Elfenwinter, Dhv der Hörverlag; Auflage: Gekürzte Lesung, ISBN 978-3-86717-080-2.
  • 2007: Bernhard Hennen: Elfenlicht, Dhv der Hörverlag; Auflage: Gekürzte Lesung, ISBN 978-3-86717-094-9.
  • 2007: Bernhard Hennen: Elfenritter 1. Die Ordensburg, Dhv der Hörverlag; Auflage: Gekürzte Lesung, ISBN 978-3867171731.
  • 2008: Die Alchimistin: Fuente'Die Elfen Dhv der Hörverlag; Auflage: Gekürzte Lesung, ISBN 978-3-89940-973-4.
  • 2008: Bernhard Hennen: Elfenritter 2. Die Albenmark , Dhv der Hörverlag; Auflage: Gekürzte Lesung, ISBN 978-3867171847.
  • 2009: Bernhard Hennen: Elfenkönigin, Dhv der Hörverlag; Auflage: Gekürzte Lesung, ISBN 978-3-86717-170-0.
  • 2009: Bernhard Hennen: Elfenritter 3. Das Fjordland, Dhv der Hörverlag; Auflage: Gekürzte Lesung, ISBN 978-3867174626.
  • 2011: Bernhard Hennen: Drachenelfen, Wilhelm Heyne Verlag; Auflage: Gekürzte Lesung, ISBN 978-3837110081.

Literatur[Bearbeiten]

  • Hermann J. Huber: Langen-Müllers Schauspieler-Lexikon der Gegenwart: Deutschland, Österreich, Schweiz, München-Wien: Langen-Müller 1986.

Weblinks[Bearbeiten]