Hans Reffert

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Hans Reffert (2007)

Hans Reffert (* 19. Juli 1946 in Ludwigshafen am Rhein; † 21. Februar 2016 in Mannheim) war ein deutscher Musiker, Komponist und Künstler. Einem breiteren Publikum wurde er als langjähriger Gitarrist von Guru Guru bekannt, er war aber auch Mitglied zahlreicher weiterer Bands und Projekte.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hans Reffert (links) live mit Guru Guru (2007)

Hans Reffert studierte von 1962 bis 1963 Malerei bei Franz Nagel, dann Gitarre bei Sigi Schwab, ab 1966 auch Querflöte und Komposition in Mannheim.

Als Musiker war er seit 1960 bei Sigi Schwab, von 1970 bis 1975 bildete er mit Hans Brandeis das psychedelische Folkduo Flute + Voice, später war er als Gitarrist, Sänger oder Flötist bei Gruppen wie Guru Guru (ab 1984), Zauberfinger (mit Lisa Kraus und Rolf Schaude, die beide zeitweilig auch bei Guru Guru waren), Sanfte Liebe oder Schrammel’n’Slide (mit Adax Dörsam). Seit 2001 wirkte Reffert zudem bei der Band Chromatic Babylon mit. Als Gitarrist spielte Reffert bevorzugt Hawaii-Gitarre. Live war Hans Reffert auch mit der ROOS-Band in und um Mannheim unterwegs. Außerdem bestand eine Zusammenarbeit mit dem Herxheimer Dichter Michael Bauer und dem Speyerer Bluesgitarristen Wolfgang Schuster.

Er hat auch bei konzeptuellen Projekten mitgewirkt wie bei Musik für Adolf Wölfli, wobei verschiedene Musiker Wölfli-Kompositionen intonierten. Mit vielen Musikern des Rhein-Neckar-Gebiets verbanden ihn langjährige Projekte und Freundschaften, so mit Mani Neumeier (Guru Guru) und Dorle Ferber (Nationaltheater Mannheim, Guru Guru, Cochise, Elster Silberflug, Zeitenwende und Zyma) und man half sich gegenseitig bei Projekten aus.

Seit 1976 erstellte er Auftragskompositionen für das Nationaltheater Mannheim und andere Theater, seit 1988 außerdem auch für Kino- und Fernsehproduktionen.

2008 veröffentlichte Hans Reffert die CD Westlich Bb9 bei dem Label „Wonderland Records“. Darauf spielte er hauptsächlich eine Kopie der legendären Weissenborn-Gitarre. „Ausgerüstet mit Tonabnehmern, Elektronik und moderner Studiotechnik macht sich Hans Reffert heute daran, die Grenzen weiter zu strecken.“ (Zitat aus dem CD-Cover von Manfred Nabinger). Auf der Produktion sind als Gäste die Gitarristen Adax Dörsam Claus Boesser-Ferrari und der Bassist Ralf Gauck zu hören.

Seit 1971 beteiligte er sich mit Gemälden und Objekten an Kunstausstellungen. Des Weiteren betätigte er sich publizistisch. Hans Reffert lebte und arbeitete in Mannheim.

Am 21. Februar 2016 verstarb Reffert im Alter von 69 Jahren.[1]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Solo:

  • Westlich Bb9 (2008)

mit Flute + Voice:

  • Imaginations of Light (1970, Pilz Rec.)
  • Hello Rabbit (aufgenommen 1973, erschienen 1995)
  • Drachenlieder (1996, Material von 1974 bis 1975)

mit Thomas Vogel: (u. a. mit Dorle Ferber, Klaus Nagel, Dieter Bauer)

  • Lieder des Thomas Vogel (1976, Nature)
  • Flüstern im Geschrei (1978, Nature)

mit Werner Pöhlert:

  • Kollektiv Alte Musik (1976, Impromptu)

mit Zauberfinger: (u.a mit Dorle Ferber, Lisel Kraus, Wolfgang Biersch, Fips Baum, Reiner Herzog)

  • Slide (80er, Gevox – nur in Italien und Japan erschienen)
  • Shizzo Rock (1980, SOWA)
  • Zauberfinger 2 (1981, Neue Welt)

mit Schlauch: (Mannheimer polit. Liedermacher Bernd Köhler)

  • Grosse Gemeinsamkeit (1981, Pläne)
  • Wenn die Stadt erwacht (1984, terz)

mit Idole:

  • Die Idole (LP 1982, Bellaphon)
  • Hautnah / Pfahl im Fleisch (1982, Bellaphon)

mit Borgward:

  • Perplex (LP 1982, Bacillus-Bellaphon)
  • Bermudadreieck / Vorwiegend Heiter (1982, Bellaphon)

mit Guru Guru:

  • Guru Mani Neumeiers neue Abenteuer (1983)
  • Jungle (1987)
  • Cosmic Hole – Single (white vinyl, ca. 1987)
  • Guru Guru 88 (1988)
  • Shake Well (1993)
  • Moshi Moshi (1997)
  • In The Guru Lounge (2005)
  • GURU GURU - live in concert (DVD/Blu-ray, 2016, musiker.de)

mit Sanfte Liebe: (u. a. mit Kosho, heute Söhne Mannheims)

  • Sanfte Liebe (1987, Face Records)
  • New Flowers (1991, Face Records)

Projektbeteiligung:

  • Rock'n Roll Cirkus Mannheim (1979) im Zirkuszelt Bonanza, (1985) Alte Feuerwache Mannheim
  • Musik für Adolf Wölfli (1988)

mit Schramml’n’Slide: (Duo mit Adax Dörsam)

  • Deffert + Rörsam (1991, mit Mani Neumeier)
  • Deux 1993
  • HellBillies from Venus 1995 (mit Matthias Dörsam)
  • ja ja 1997
  • famous for not being famous 1999
  • Pow Wow 2003
  • Sieben/Seven 2011

mit Claus Boesser-Ferrarri:

  • Nachmittag eines Fauns (2003)

mit Mani Neumeier:

  • Der Teufel und sein Guru (2010)

mit Werner Goos

  • Stone Cold & Broken (2011)
  • I Can’t Stop the Voices In My Head (2014, musiker.de)

mit Michael Bauer und Wolfgang Schuster:

  • Weltunnergangsblues – Sprechtiraden und Musik (2015, musiker.de)

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hans Reffert – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mannheim: Rockgitarrist Hans Reffert gestorben. In: morgenweb.de. 22. Februar 2016, abgerufen am 22. Februar 2016.