Hans Robert Hiegel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Hans Robert Hiegel mit einem Modell des Campanile

Hans Robert Hiegel (* 6. Januar 1954 in Kaiserslautern) ist ein deutscher Architekt.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hiegel wurde in Kaiserslautern geboren, nach einem Studium in Kaiserslautern ließ er sich in London nieder, wo er bei David Greene studierte und 1977 das AA Diplom von der Architectural Association erhielt. Beachtung fanden vor allem seine städtebaulichen Studien, die im Rahmen einer Ausstellung auch das Centre Pompidou zeigte. Ein Jahr später ließ er sich in Karlsruhe nieder und gründete das Büro H.R.Hiegel Architekten und Stadtplaner. 1981 kaufte das Deutsche Architekturmuseum Entwürfe von Hiegel an.[1]

In den Jahren 1989 bis 1994 war er der Vorsitzende des Bundes Deutscher Baumeister Karlsruhe.

Neben seiner praktischen Tätigkeit lehrte er als Gastdozent in London, New York, Kassel, HfG Karlsruhe und Jerusalem.

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hiegels Frühwerk kann teilweise der späten Moderne zugeordnet werden, so etwa das Haus Agne aus dem Jahr 1983. Etwa zeitgleich entstanden auch erste postmoderne Entwürfe, welche die Wahrnehmung des Werks Hiegels bis heute prägen, insbesondere sein umstrittener Entwurf für den Campanile neben dem Frankfurter Hauptbahnhof, welcher eine Vorlage für den Messeturm bot.

Sein bisheriges Hauptwerk ist das Haus Bayer. Weitere seiner Werke sind: Kindergarten Oase in Muggensturm 1988, Umspannstation Karlsruhe Ost, Lessingstr. 6 1992, Grabstein Hodina, Umbau Fritz, die Innenraumsanierung der Matthäuskirche 2008 und der Autobahnmeisterei 2009 in Karlsruhe, sowie der Umbau des Pfarramtes der Emmauskirche Karlsruhe 2014. Auf Einladung der Stadt Königstein präsentierte Hiegel 2015 städtebauliche Studien über die Zukunft der Stadt.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Architecture in Transition, Ausstellungskatalog Kaiserslautern Architekten: Gianni Braghieri, Hans Robert Hiegel, Steven Holl, Lars Lerup, Mark Mack, Simon Ungers, Peter Wilson; ISBN 3-89422-003-1
  • Abrams, New York, Campanile, LEGO u.a. Architekten/Künstler W. Hahn, Jochem Jourdan, E.O. Parry, H.R. Hiegel K. Lafitte ISBN 0-8109-1790-4
  • H.R. Hiegel, Werkheft eines Architekten, 2001, sw-Abbildungen und Text von Dr. Mathias Schreiber, ISBN 3-923222-01-7

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hans Robert Hiegel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. [1]
  2. "Hans Robert Hiegel bringt die Architektur erstmalig ins Rathaus" Artikel der Taunus-Nachrichten am 10. Juni 2015