Hans Robert Hiegel

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Hans Robert Hiegel mit einem Modell des Campanile, 2004

Hans Robert Hiegel (* 6. Januar 1954 in Kaiserslautern) ist ein deutscher Architekt, Journalist und Stadtplaner.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einem Studium in Kaiserslautern ließ sich Hiegel in London nieder, wo er bei David Greene studierte und im Jahr 1977 das AA Diplom von der Architectural Association erhielt. Beachtung fanden vor allem seine städtebaulichen Studien, die im Rahmen einer Ausstellung auch das Centre Pompidou zeigte. Ein Jahr später ließ er sich in Karlsruhe nieder und gründete das Büro H.R.Hiegel Architekten und Stadtplaner. Im Jahr 1981 kaufte das Deutsche Architekturmuseum Entwürfe von Hiegel an, ein Hochhausmodell wurde ebenfalls erworben, der Vorläufer zum Campanile.[1]

In den Jahren von 1989 bis 1994 war er der Vorsitzende des Bundes Deutscher Baumeister Karlsruhe.

Neben seiner praktischen Tätigkeit lehrte er als Gastdozent in London, New York, Kassel, HfG Karlsruhe und Jerusalem.

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hiegels Frühwerk kann teilweise der späten Moderne zugeordnet werden, so etwa das Haus Agne aus dem Jahr 1983. Etwa zeitgleich entstanden auch erste klassische Entwürfe, welche die Wahrnehmung des Werks Hiegels bis heute prägen, insbesondere sein umstrittener Entwurf für den Campanile neben dem Frankfurter Hauptbahnhof, der eine Vorlage für den Messeturm bot.

Sein bisheriges Hauptwerk ist das Haus Bayer. Weitere seiner Werke sind: Kindergarten Oase in Muggensturm 1988, Umspannstation Karlsruhe Ost, Lessingstr. 6 1992, Grabstein Hodina, Umbau Fritz, die Innenraumsanierung der Matthäuskirche 2008 und der Autobahnmeisterei 2009 in Karlsruhe, sowie der Umbau des Pfarramtes der Emmauskirche Karlsruhe 2014. Auf Einladung der Stadt Königstein präsentierte Hiegel 2015 städtebauliche Studien über die Zukunft der Stadt.[2]

Esoterik und Theorie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hiegel ist Freimaurer und in der Loge „Friede und Freiheit“ in Karlsruhe tätig. Architektur und Freimaurerei sind für ihn stark miteinander verwoben. Seine esoterische Haltung verdeutlicht sich vor allem in einer Veröffentlichung des Pegasus Verlages in der er Architektur als „verlorengegangenes geistiges Gut“ bezeichnet.[3] Darüber hinaus veröffentlicht er eigene Schriften im von ihm gegründeten und verwalteten Verlag „mens architecturae“.[4] Hiegel ist auch als Kirchenältester der evangelischen Kirche aktiv.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1976: Preis der Karlsruher Universitätsgesellschaft[5] und des DAAD
  • 2005: Ehrennadel des Badischen Landesbischofs

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Architecture in Transition, Ausstellungskatalog Kaiserslautern Architekten: Gianni Braghieri, Hans Robert Hiegel, Steven Holl, Lars Lerup, Mark Mack, Simon Ungers, Peter Wilson; ISBN 3-89422-003-1.
  • Abrams, New York, Campanile, LEGO u.a. Architekten/Künstler W. Hahn, Jochem Jourdan, E.O. Parry, H.R. Hiegel, K. Lafitte ISBN 0-8109-1790-4.
  • H.R. Hiegel, Werkheft eines Architekten, 2001, sw-Abbildungen und Text von Dr. Mathias Schreiber, ISBN 3-923222-01-7.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hans Robert Hiegel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ankauf der Entwürfe
  2. Hans Robert Hiegel bringt die Architektur erstmalig ins Rathaus. Artikel der Taunus-Nachrichten am 10. Juni 2015
  3. Aufsatz über Architektur und Freimaurerei von Hans Robert Hiegel
  4. Hiegels Verlag
  5. Karlsruher Universitätsgesellschaft