Hans Rueber zu Pixendorf

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Johannes Rueber zu Pixendorf und Grafenwörth; Kupferstich 1601/1735

Hans (Johannes, Johann Baptist) Rueber (Rüber, Ruber), Freiherr zu Pixendorf (Püchsendorf, Puxendorff, Bixendorf, Büxendorff) , Grafenwörth (Grafenwert, Gravenwerdt) und Sonnberg (ungarisch Pisendorfi Rueber János (Ján); * 1529; † 12. Märzjul./ 22. März 1584greg. in Nagysáros [Sáros]) war kaiserlicher Feldoberst und österreichisch-ungarischer General in Diensten der Kaiser Karl V., Ferdinand I., Maximilian II. und Rudolf II.

Kindheit und militärische Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hans Rueber wurde 1529 als Sohn von Christoph Rueber zu Pixendorf († 1581) und Appolonia Matseber (Maceber, Mattzeber) zu Judenau († nach 1567) geboren.

Vorfahren des Hans Rueber, Freiherrn zu Pixendorf
Urgroßeltern

Christoph I. Rueber, Pfleger der Araburg und der Burg am Kahlenberg († vor 1482)

Barbara von Pottenbrunn († nach 1482)

Erasmus Thurnberger von Pixendorf

Ursula Schad von Lengenfeld

Johannes (Hanns) Matseber von Judenau

Anna von Fronau

Christoph Grabner auf Joslowitz, Herr zu Zagging († vor 1535), seit 1487 Herr zu Rosenburg, seit 1525 Herr zu Siebenbrunn
∞ vor 1478
Hedwig Perger am Perg († vor 1502)

Großeltern

Christoph II. Rueber, Herr zu Wolkersdorf († nach 1536)

Barbara von Thurnberg

(Hans) Wolfgang Matseber von Judenau, seit 1523 Herr auf Sonnberg († 1533)

Petronilla Grabner von Weitenegg und Zagging († nach 1547)

Eltern

Christoph III. Rueber zu Pixendorf († 1581)[A 1]

Apollonia Matseber zu Judenau († nach 1567)

Hans Rueber Freiherr zu Pixendorf (* 1529; † 1584)

Als Kinder von Christoph Rueber und Appolonia Matseber und Geschwister von Hans Rueber werden 1547 genannt[1]:

  1. Regina († 1600),
  2. Susanna (* 1522/23; † 1542?), verheiratet seit 1537 mit Balthasar III. von Kittlitz († 1552) auf Schweinitz,
  3. Hans (1529–1584),
  4. Ferdinand († 1562),
  5. Christoph IV.
  6. Karl († um 1583/84); verheiratet mit seiner Stiefnichte Margaretha (Marusch) Freiin von Landau († 1589)[A 2], Tochter von Hans von Landau (1535–1575), Freiherr zu Haus und Rappottenstein, und Judith Beheim von Friedesheim (1542–1588), zeichnete sich militärisch als Oberst in den Türkenkriegen aus[2], 1576 bis 1583/84 Kommandant von Tokaj,
  7. Sophia († 1574).

Hans Ruebers Vater Christoph Rueber und sein Onkel Ferdinand Rueber erwarben 1538 Pixendorf als Lehen. Die Herrschaft Grafenwörth im heutigen Bezirk Tulln, die 1524 Johann (Hans) Kelberharter innehatte, kam wohl über die Familien Steinberger[A 3] und Matseber[A 4] an die Rueber. 1556 erbte Apollonia Rueber, die älteste Schwester von Hanns Matseber († 1556), mit dem die Familie ausstarb, Sonnberg und Judenau. 1559 wurden die beiden Herrschaften auf ihren Mann Christoph Rueber übertragen. Diese Erbschaft war in der Folgezeit Gegenstand verschiedener Prozesse zwischen den Familien Rueber, Gilleis, Schober, Grockhwitz und Ottenhofer[3]. Der Streit um das Erbe Matseber wurde anlässlich des Speyerer Reichstags 1570 im kaiserlichen Hofrat verhandelt, ohne dass eine Entscheidung getroffen wurde.[4] Im Dezember 1574 wurde auf Veranlassung von Kaiser Maximilian II. im Wiener Landhaus ein Vergleich geschlossen, bei dem die Rueber 2/5 der Erbschaft erhielten. 1561 kaufte Christoph Rueber vom Stift Göttweig die Herrschaft Katzelsdorf. Vom Bistum Passau trugen die Rueber Greifenstein und Altenberg zu Lehen.[5]

In der Leichenpredigt wird Hans Rueber als „klein von Statur und mit einer schwachen Stimme begabt“ charakterisiert. Er besuchte die Landschaftsschule in Wien; einer seiner Mitschüler war der spätere Hofkriegsrat-Präsident Wilhelm Freiherr von Hofkirchen (um 1529–1584).[6] Seine Kavaliersreise führte ihn nach Italien, Spanien, Frankreich und Belgien (Spanische Niederlande).

Rueber trat unter König Philipp II. von Spanien bzw. unter dem Feldherrn Ferrante I. Gonzaga (1507–1557) in die Dienste Kaiser Karls V. ein und sammelte in Italien (Piemont) und Südfrankreich (Gallia Narbonensis) in den Italienischen Kriegen erste militärische Erfahrungen. Am Zug des Moritz von Sachsen (1521–1553) nach Ungarn 1552 gegen die Türken konnte er nicht wie geplant teilnehmen, weil er sich während der häuslichen Vorbereitungen bei einer Schwarzpulver-Explosion verletzte. Hans Rueber kämpfte 1552 unter Emanuel Philibert von Savoyen (1528–1580) in Flandern; 1553 nahm er unter Philipp II. von Eberstein (1523–1589) an der Belagerung von Hesdin teil. In der Gegend des späteren Philippeville wurde er schwer verletzt. 1556 kämpfte Rueber mit Erzherzog Ferdinand I. (1503–1564) gegen die Türken in Ungarn und half im selben Jahr, die Festung Szigetvár bei ihrer ersten Belagerung zu entsetzen. Nach einem Vorstoß zur Rückeroberung von Schloss Babócsa wurde er zusammen mit Nikola Šubić Zrinski (Nikolaus Schubitsch von Serin) (* 1508 oder eher 1518; † 1566), Nikolaus von Polweiler (1525–1588), Otto Heinrich von Puchheim († 1577) und einem „Gylis“ - vermutlich Wolfgang Georg I. Gilleis (1530–1593) - zum Ritter geschlagen.[7] 1558 nahm Hans Rueber an der Schlacht bei Gravelines (niederländisch Grevelingen) teil.

Im Juni 1560 nahmen der „Gestreng Herr Hans Rüber zu Pichsendorff und Suneberg, Ritter“ als Hauptmann über 50 Reiter und sein Bruder Ferdinand an den von Erzherzog Maximilian zu Ehren von Herzog Albrecht V. von Bayern veranstalteten Turnieren in Wien teil; Ritter (eques auratus) Iohannes Rueber trat als Anführer seines Haufens unter der Devise Gott allein die Ehr an.[8] Der kaiserliche Sekretär Paul Pfinzing von Henfenfeld (1523–1570) korrespondierte 1563 wegen einer Bestallung von Hans Rueber aus Madrid mit Günther XLI. Graf von Schwarzburg (1529–1583).[9] Ferdinand I. berief Rueber zum Hauptmann der Leibgarde („Hartschier“).

Oberungarn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 19. März 1564 wurde Hans Rueber von Erzbischof Johann Jakob Kuen von Belasi (um 1515–1586) von Salzburg zum Rittmeister „zu behuff der Lanndspergischen Schirms-verein“ bestellt[10]. Bereits im Spätsommer desselben Jahres wurde er von Maximilian II. (1527–1576) unter Belassung der salzburgischen Bestallung, die 1568 noch einmal erneuert wurde[11], bei den „Deutschen Reitern“ in Raab eingesetzt[12]. Zusammen mit Lazarus von Schwendi (1522–1583) sollte er die habsburgisch-türkische Grenze sichern. Rueber befehligte ein Reiterkorps von 200 Mann, in dem auch Christoph IV. von Liechtenstein († 1585) als Rittmeister und Job Hartmann von Trauttmansdorff zu Totzenbach (1538–1596) als Blut-Fähnrich („pluetfenderich“) dienten. Im Januar 1567 wurde die Truppe nach einem Waffenstillstand aufgelöst.[13]

1567 traf Michael von Saurau († 1572) auf dem Weg der österreichischen Gesandtschaft nach Konstantinopel in Pixendorf „den alten Rueber mit sein zweien Sünn Hanß und Carl Rueber sambt Graf Bernhardt von Hardeggt [um 1540-1584], einer von Schulnwerg,[A 5] Bunigka, Hannß Sellitz,[A 6] des Hanß Ruebers Leudenambt, Regenspurger Fähndrich[14].

Hauptkapitän[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von April 1568 an hielt sich der erkrankte Hans Rueber mit seiner Familie 16 Wochen lang zur Kur in Leutschau in Feigels[A 7] Haus auf.[15] Hier übernahm Rueber im Mai von Schwendi bis zu seinem Tod 1584 als Hauptkapitän den Oberbefehl der habsburgischen Truppen in Oberungarn. Das von ihm in Kaschau bewohnte gotische Bürgerhaus ist erhalten (Hlavná ulica 94 neben dem heutigen Slowakischen Technischen Museum, dem sog. Kapitänspalast - Kapitánsky palác oder Rákocziho palác). Er ließ in seiner Amtszeit die Nebenbetriebe und Werkstätten des Zeughauses in Kaschau, das für die Versorgung von etwa 15 Grenzfestungen zuständig war, unter Oberstzeugmeisteramts-Lieutenant Andreas Illenfeld († 1587) stark ausbauen.[16] Lieutenant Bernhard von Waldau[15] und David I. Ungnad von Weißenwolff (1535–1600)[17] - später kaiserlicher Gesandter nach Konstantinopel - dienten zeitweise unter Rueber in der Zips.

Hans Rueber wurde 1572 auf dem ungarischen Reichstag in Pressburg das Indigenat (vergleichbar der Staatsbürgerschaft) zuerkannt.[18] Kaiser Maximilian II. schenkte ihm „in Anbetracht seiner treuen Dienste“ ein Gnadengeld von 10.000 Gulden und verpfändete ihm zur Sicherheit dafür auf 5 Jahre die Herrschaft Nagysáros (Sáros).[19] Rueber wurde zu ihrem „Ober-Gespan“ (Kreisoberst; Comes) ernannt.

1573 ließ der erkrankte Rueber den Arzt und Mathematiker Georg Joachim Rheticus (1514–1574) zu sich nach Kaschau (Košice) rufen, wo dieser jedoch an einer Lungenentzündung verstarb. Zur Ordnung und Herausgabe von Rheticus' Nachlass, für dessen Bewahrung sich der Krakauer Humanist Andreas Dudith (1533–1589) einsetzte, verpflichtete Rueber im Auftrag von Maximilian II. den Mathematiker Valentinus Otho (um 1548–1603), der bis 1577 in Kaschau blieb[20]. Rueber bat Kurfürst August von Sachsen (1526–1586) im März 1574 für Bogdan IV. Lăpușneanu von Moldawien (1553–1574/77), der sich 1574 mit seinem Sekretär bei ihm aufhielt und nach Russland zurückkehren wollte, um Geleitbriefe und Fürsprache bei König Friedrich II. von Dänemark.[21] Im September 1574 berichtete Hubert Languet (1518–1581) dem Kurfürsten August von der angeschlagenen Gesundheit Ruebers, der mit Soldaten zur Burg Kálló (Komitat Nógrád) aufgebrochen war.[22] Im Dezember bat Rueber die Stadt Leutschau, einen Doktor zu schicken.[23] Rueber sorgte 1574 dafür, dass der Reichspfennigmeister Damian von Sebottendorf († 1585) in Leipzig eine Schuld aus der Zeit seines Vorgängers Schwendi an die Stadt Leutschau bezahlte.[15]

1575 gewährte Rueber dem habsburgertreuen ungarischen Adeligen und Siebenbürger Thronprätendenten Kaspar Bekes (Békés Gáspár) (1520–1580) nach dessen Niederlage gegen Stefan Báthory (1533–1586) am 9. Juli in der Schlacht bei Kerellő-Szent Pál Zuflucht.[24] Am 26. Juli 1575 kündigte General Rueber nach einer Mitteilung von Tiburtius Himelreich an Hugo Blotius sein Amt auf;[25] der Rücktritt wurde aber offensichtlich nicht angenommen.

Den auf dem Regensburger Reichstag 1576 versammelten Reichsständen wurde ein von Hans Rueber und Christoph von Teuffenbach (* um 1545; † 1598), dem Oberkommandanten von Szatmár, erstelltes Gutachten vorgelegt, dass die Besoldungskosten an der türkischen Grenze auf jährlich 1.673.301 Gulden für den Kriegsfall bezifferte. Der Reichstag bewilligte ungefähr 40 % dieser Summe (60 Römermonate) und erhöhte damit die bisherige Unterstützung deutlich.[26]

1576 erwarb Rueber von Albert (Olbrycht) Łaski (1527–1605), dem Woiwoden von Sieradz, Alchemisten und Agenten Maximilians II. bei der gescheiterten polnischen Königswahl 1575, für 18.000 Gulden das Schloss Kesmark, das Łaski bereits 1571 an ihn verpfändet hatte, und die Herrschaft Schawnig (Spišský Štiavnik). Dabei erwirkte er von Łaski die Freilassung von dessen verstoßener Frau Beata Kościelecka (1515–1576)[A 8] aus elfjähriger Kerkerhaft und ihre Übersiedlung nach Kesmark, wo sie wenig später verstarb[27]. Als Zins erhielt Rueber von der Stadt Kesmark jährlich 600 Gulden.[28]

Siebenbürger-Ungarische Verschwörung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Wahl von Stefan Báthory von Siebenbürgen zum König und Großfürsten von Polen-Litauen informierte 1576 ein ungenannter Kapitän Hans Rueber darüber, dass Simon Forgách (1526–1598), der Oberkapitän von Cisdanubien, sich mit der Familie Báthory und einem großen Teil des ungarischen Adels gegen den Kaiser verschworen hatte.[29] Auch György Rákóczy, Pál Deregnyey und Ferencz Kálnássy zeigten Rueber die Verschwörung an, und Niclas Szentkirályi schickte ihm einen abgefangenen Brief von János Balassa an die Siebenbürger Mitverschwörer zu.[30] Rueber zitierte Caspar Péchy (um 1523–1576), der von einem Diener verraten worden war, und die Richter und Ortsvorsteher der 13 Zipser Städte, die mit Báthory sympathisierten, vor sich nach Kaschau und forderte ihre Loyalität dem Kaiser gegenüber. Nach Wien berichtete Rueber detailliert über die Konspiration und forderte Verstärkung an. Stefan Báthory, Nikolaus Báthory, Caspar Mágóscy und andere warnte er brieflich vor einer Verschwörung.

Erzherzog Matthias (1557–1619) besuchte Rueber in Grafenwörth im Oktober 1577 auf seiner Reise in die Burgundischen Niederlande.[31] In seiner Begleitung waren als Agenten der niederländischen Stände sein Kämmerer Caspar von Danowitz († 1597) auf Giersdorf und Johnsdorf, und der Botschafter Gauthier (Wouter, Willem) van der Gracht (1530–1593),[32] seigneur de Maelstede.[33] Obrist Rueber soll den Erzherzog überredet („persuadiert“) haben, die von den antispanisch eingestellten „Staaten“ (Provinzen) angetragene Statthalterschaft in den Niederlanden (1577 bis 1581) ohne Wissen seines Bruders Rudolphs II. und der Kaiserwitwe Maria von Spanien zu übernehmen.[34]

Hans Ruebers im Frühjahr 1578 vorgetragener Wunsch, in die Niederlande versetzt zu werden, wurde von Kaiser Rudolph II. nicht bewilligt.[35]

Am 29. April 1578 bestätigte Kaiser Rudolph II. (1552–1612) – abweichend von seiner sonstigen streng katholischen Religionspolitik – Hans Rueber das Privileg, dass eine Vertreibung der unter seinem Patronat stehenden evangelischen Pastoren aus den 13 Zipser Städten durch die Besatzung oder die Beamten der polnischen Lublauer Burg nicht geduldet werde.[36]

Finanzielle Schwierigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahrelang blieben Erstattungen aus Wien für die Soldzahlungen aus.[37] 1579 hatten die Deutschen Reiter in Raab seit sechs Jahren keine Bezahlung erhalten, in Oberungarn warteten die Soldaten teilweise seit acht oder zehn Jahren auf ihren Sold, „und aus der Ursach hat man auch dem Feldobristen daselbst, den Rueber, bisher von hie nit abfertigen mugen“.[38] Finanziell geriet Hans Rueber, der bei den Habsburgern 83.725 Gulden Außenstände hatte,[39] zunehmend in Schwierigkeiten. 1577 verpfändete er Kesmark zwei Jahre lang für 12.000 Gulden an Stanislav II. Thurzo (um 1531–1586).[40] 1578 nahm er ein 7%-Darlehen über 4818 Gulden bei der Augsburger Firma Leonhard Weiß (1503–1587) & Co. auf[41]. Nach Intervention des Erzherzogs Ernst von Österreich (1553–1595) verpfändete er 1579 das Erbrecht an den Kesmarkischen Gütern, das er von Łaski erworben hatte, für 42.000 Gulden an Sebestyén Thököly († 1607), einen geadelten Kaufmann aus Timișoara, mit dem er sich anschließend zerstritt.[40] 1581 führte er einen Gütertausch mit Propst Adam Faber († 1589) vom Stift Dürnstein durch, das einige Untertanen in Grafenwörth hatte[42]. 1582 verpfändete er die Ämter Freindorf, Abstetten, Spital, Perndorf, Obersee, Rohrbach, sowie Amt und Dorf Michelhausen - teilweise Lehen des Hochstifts Regensburg -[43] gegen 8800 Gulden an Helmhard VIII. Jörger von Tollet (1530–1594); 1583 verpfändete er diesem auch Judenau.

Umgekehrt waren 1580 die Herrschaft Szádvár „auf Wolgefallen unnd biss die Pfandtsuma wider bezalt wird“ für 24.000 Gulden und 1582 die Herrschaft Scharosch für 25.000 Gulden auf zehn Jahre von der Kaiserlichen Hofkammer an Rueber verpfändet worden.[44] Kaiser Ferdinand III. wies 1643 eine Obligation über 1000 Gulden an Ferdinand Rueber an.[45] Die Erben Rueber machten noch 1725 eine Schuldforderung gegen die österreichische Hofkammer geltend.[46] Kaiser Karl VI. bewilligte 1731 schließlich 48.000 Gulden auf die Forderung.[47]

Am 24. Mai 1579 wurde sein Vater Christoph bzw. am 18. Oktober 1581 wurde Hanns Rueber zu Pixendorf, Rat und Feldobrist im oberen Kreis der ungarischen Krone, von Kaiser Rudolf II. in den erblichen Freiherrenstand erhoben.[48]

Unter seine Offiziere in Kaschau berief Hans Rueber Anfang der 1580er Jahre auch Sigmund II. Hager zu Allentsteig (1547–1628).[49] Ferdinand Graf Nogarola († 1590), Herr zu Alt-Spaur und Erensburg, seit 1578 Ruebers Stellvertreter, mit dem Rueber bereits 1568 zusammengearbeitet hatte[50], löste ihn um 1580 faktisch als Oberbefehlshaber in Oberungarn ab, auch wenn Rueber bis zu seinem Tode dort Generaloberst blieb.

Tod[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rueber starb an den Folgen eines im Winter 1583/84 erlittenen Schlaganfalls, dessen Folgen er durch eine „Holtz Chur“ in Wien und Krakau zu mildern suchte, und erlag einem hohen Fieber. Er wurde im Dom der Heiligen Elisabeth in Kaschau beigesetzt. Um 1585 ließ seine Familie dem Hauptkapitän Oberungarns Hans Rueber von Püchsendorf in dieser Kirche ein Marmorgrabdenkmal setzen, das sich heute in Budapest befindet.[51]

Der gekrönte Poet Nicodemus Frischlin (1547–1590) widmete ihm als Nachruf das Gedicht „In obitum magnifici et generosi Herois, D. Iohannis Rueberi in Pyxendorf & Gravenuuerda, Equitis aurati, L. Baronis Austriaci, & Comitis in Saaros, D. D. Maximil. II. & Rodolphi II. Impp. Consiliarij, atque Polemarchi in superiore Hungaria, & c.“.[52]

Nach Ruebers Tod verkaufte 1586 der Vormund seiner Kinder, Wolfgang Georg I. Gilleis, Freiherr von Sonnberg und Hollabrunn-Raschala (1530–1593)[A 9], die Mehrzahl der Güter und Rechte. 1586 war Oswald von und zu Franking (Frengkhing) Bestandinhaber (Pächter) der Herrschaft Grafenwörth; allerdings residierten die Söhne Hans und Georg Rueber auch später noch im dortigen Schloss und wurden 1601 und 1602 von Erzherzog Matthias ermahnt, die Grenzen der kaiserlichen Konzession von 1599 zur privaten protestantischen Religionsausübung nicht zu überschreiten.[53] 1587 wurde die Landgerichts-Gerechtigkeit über Judenau, Aspern, Kronau, Langenschönbichl und Neusiedl an Helmhard VIII. Jörger verkauft. 1602 verkauften die Söhne Ruebers das ehemalige Kälberharter Amt bei Grafenwörth an die Herrschaft Krumau am Kamp. 1610 fiel die nicht eingelöste Pfandherrschaft Kesmark an István Thököly (1581–1651)[A 10].

Förderer des Protestantismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hans Rueber zu Pixendorf und Grafenwörth; Kupferstich aus dem 17./18. Jh.

Hans Rueber von Pixendorf war Protestant; er wurde während der Regierungszeit des vermutlich innerlich evangelisch gesinnten, konfessionell toleranten Kaiser Maximilian (1564–1576) gefördert und verwandte seinen Einfluss zur Unterstützung der Protestanten in Österreich und Ungarn. Rueber galt auch als Beschützer der evangelischen Bewohner der an Polen verpfändeten Zipser Städte.

1564 setzte er Joachim Magdeburg (* 1525; † um 1587) auf Empfehlung der Grafen von Mansfeld als lutherischen Garnisonsprediger für die „Deutschen Reiter“ in Raab ein und nahm ihn verschiedentlich mit nach Grafenwörth. Dort verfasste Magdeburg 1566 ein flacianischesBekandnus des Glaubens[54], das von 19 österreichischen Predigern unterschrieben wurde (auch als „Confessio Magdeburgii“ bezeichnet). Rueber installierte Magdeburg 1580 als Pfarrer in Grafenwörth, aber entließ ihn schließlich 1581 als Flacianer.

Am 3. Februar 1572 gehörte Rueber zu den 22 Unterzeichnern des Beschlusses, als die beiden Stände der Herren und der Ritterschaft des Erzherzogtums Österreich die lutherische, von David Chyträus (1530–1600) ausgearbeitete „Christliche Kirchen-Agenda“ annahmen.[55]

Um 1575 nahm Rueber Mag. und Liz. Mento Gogreve (* 1541; † nach 1588) bei sich als Prediger auf. Er und sein Vater Christoph beriefen 1577 Isaak Eisenkeg (* 1553; † nach 1580) aus Regensburg, der katholischer Priester gewesen war, nach dessen Konversion zum Pfarrer von Zwentendorf, Hieronymus Weidner (* 1539; † nach 1580)[A 11] zum Schlosskaplan in Judenau und 1579 Markus Volmarius († nach 1582)[A 12] zum Pfarrer in Michelhausen. Hans Rueber ließ am 10. August 1579 in Kaschau ein Examen durchführen, bei dem sein Hofprediger Gogreve den Pfarrer Johannes Lauchhammer (Leutchamerus, Lemhamerus) über seine Auffassung des Abendmahls befragte und Philipp Melanchthons dogmatisches Lehrbuch Corpus doctrinae Christianae (1560) scharf kritisierte.[56]

Um 1580 holten Hans Rueber und seine Frau Judith die Regensburger Pädagogin und lutherische Kirchenliederdichterin Magdalena Heymair als Hofmeisterin (Erzieherin) für eine ihrer Töchter[57] nach Grafenwörth. Kaspar Kratzer (* 1545; † nach 1585) bestellte Rueber 1580 zum Hofprediger für die deutsche Gemeinde in Kesmark.

1583 berief Hans Rueber Magister Wilhelm Friedrich Lutz (1551–1597) zu seinem Hofprediger in Kaschau. Kurz vor seinem Tode sprach Rueber sich für die Annahme der Konkordienformel aus und wies seine Prediger an, sie in den Gottesdiensten statt der Predigt zu verlesen und zu erklären.[58]

Nach Ruebers Tod berief seine Witwe Judith 1586 Hieronymus Deubener (Peristerius) († nach 1601)[A 13], den Rektor des Grazer Gymnasiums, als ihren Hofprediger nach Grafenwörth.

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hans Rueber war dreimal verheiratet und hatte mindestens 12 Kinder[59];

aus der 1. Ehe mit Anna von Hanon († 1562), gestorben im Kindbett, Epitaph in Sonnberg,[60] Tochter von Thomas de Hannon aus Belgien:

  1. Christoph Thomas Rueber († 1560),
  2. (Sohn) († 1562);

aus der 2. Ehe (1564)[61] mit Marianna (Maria Anna) von Welsberg (1540–1575)[62], Tochter von Paul Herr von Welsperg (1489–1563) und Dorothea von Schweinsberg (* 1518)[63]:

  1. Maria Rueber (1565–1594), die älteste Tochter, war I. (∞ 1583 in Kaschau) mit dem kaiserlichen Obristen und Kommandanten zu Erlau, 1584 kommandierendem General in Oberungarn Hans Bartolome Freiherr von Kollonitsch († 1587) und II. (∞ 1589) mit dem kaiserlichen Gesandten in Konstantinopel Joachim I. von Sinzendorf, Herrn von Goggitsch (1544–1594) verheiratet, unter ihren Kindern war
    1. August von Sinzendorf (1590–1637), 1612 Reichsfreiherr, kaiserlicher Kämmerer, Epitaph in der Filialkirche St. Anna im Felde in Pöggstall, verheiratet mit Elisabeth von Trautmannsdorf,
  2. Katharina Rueber (* 1568; † wohl vor 1594[A 14]), verheiratet mit Stephan Torreck von Emingen,
  3. Anna Rueber (1571-nach 1624[A 15]) heiratete um 1600 Ehrenreich (Ernricus) Herrn von Gera zu Straßfried und Michelstetten (* 1569; † zwischen 1619 und 1624)[64], Sohn von Franz Herr von Gera († 1594) und (∞ 1568) Emerentiana von Pirching († um 1574), Obrist und Oberhauptmann der Landschaft unter der Enns, unterzeichnete 1608 den Horner Bundbrief; 4 Töchter und 2 Söhne, darunter:
    1. Johann Franz von Gera, unverheiratet gestorben,
    2. Franz Albrecht von Gera († nach 1669), verheiratet mit Regina Elisabeth von Eibiswald († nach 1669),
  4. Johannes Christoph Rueber (1573–1574),
  5. Georg Rueber (ungarisch „Rueber György“) († wohl um 1620) wurde kaiserlicher Oberst und kommandierte zusammen mit seinem Schwager Hans Bartolome Freiherr von Kollonitsch († 1587) die Festung Tokaj. Er wurde 1596 in der Schlacht bei Mezőkeresztes (Keresztes) verwundet und 1597 im Beisein von Erzherzog Maximilian III. (1558–1618) bei Mosonmagyaróvár (Wieselburg) zum „Fendrich“ unter Hauptmann Bernhard Leo Gall von Gallenstein († 1606) bestellt.[65] Georg[66] Rueber verteidigte Tokaj lange 1606 im Aufstand des Stephan Bocskai (1557–1606), musste jedoch kapitulieren, als die Nahrungsvorräte in der belagerten Stadt ausgingen, erhielt 1611 das böhmische Inkolat,
  6. Hans (Johannes Baptist) Rueber d. J. (1575–1634), 1584 Kammerjunge im Hofstaat des Erzherzog Matthias in Linz, zu dem auch sein späterer Schwager, der Lyriker Christoph von Schallenberg (1561–1597) als Truchsess gehörte[67], 1594 immatrikuliert in Siena und zusammen mit Kaspar Breuner in Padua, 1595 diente er als „Fähndrich“ unter Oberst Ulrich von Königsberg Freiherr von Pernstein (1547–1601) und Rittmeister Hans Freiherr von Karling in Niederungarn. Hans d. J. war (1607) mit Leonora von Schallenberg (* 1571; † zwischen 1638 und 1640)[A 16], Tochter von Wolfgang von Schallenberg zu Piberstein und Luftenberg (1533–1602) und Susanna Katharina Freiin von Eck und Hungersbach (1550–1630), verheiratet. Hans Rueber unterzeichnete 1608 den Horner Bundbrief und erhielt 1611 das böhmische Inkolat; seine Kinder:
    1. Ferdinand Graf Rüber von Pixendorf († 1689), heiratete Anna Maria Jörger von Tollet (um 1610–1687), Tochter von Georg Wilhelm Jörger von Tollet (1580–1617) und (∞ 1608) Anna Maria Khevenhüller (1585–1619), war 1652 noch Protestant; 1661 durch Kaiser Leopold I. in den erblichen Reichsgrafenstand erhoben;[68] seine Erben verkauften Schloss Kesmark 1702 an die Stadt Kesmark, deren Töchter:[69]
      1. Regina Isabella Gräfin Rüber von Pixendorf (1641–1720), heiratete 1687 Ulrich Hipparchos von Promnitz (1636–1695),
      2. Anna Maria Gräfin von Rueber (1643–1685),[70] heiratete Oberstallmeister Adam Graf von Windischgrätz (1627–1704), Großmutter von Moritz Karl zu Lynar (1702–1768) und Rochus Friedrich zu Lynar (1708–1781),
      3. Eva (Eleonora) Susanna Gräfin Rueber von Pixendorf (1645–1695), heiratete 1673 Otto Laurenz Graf von Abensperg und Traun (1638–1695), deren Sohn:
        1. Otto Ferdinand von Abensperg und Traun (1677–1748), österreichischer Feldmarschall,
    2. Hans Bernhard Rueber (* nach 1607), unverheiratet gestorben,
    3. Wolf Adam Rueber (* nach 1608), heiratete 1630 in Nußdorf ob der Traisen Maria Isabella Kornfail von Weinfelden zu Würmla;[71] kinderlos verstorben,
    4. Isabella (Elisabeth) Rüber von Pixendorf (1619–1669), heiratete um 1637 Wolfgang Georg II. Gilleis (1601–1651), Herr zu Sonnberg, Sohn von Andreas Gilleis (1583–1624) und Margaretha von Herberstein (1585–1611), verkaufte 1663 u. a. die Herrschaft Sonnberg an Gundacker von Dietrichstein,
  7. Sophia Rueber (* 1577);
Epitaph der Judith von Friedesheim († 1588) in der Pfarrkirche von Lengenfeld mit Darstellung ihrer Ehemänner und Kinder
Die Deutschen Inschriften online. Wiener Reihe der Österreichischen Akademie der Wissenschaften

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aus der 3. Ehe (Oktober 1578)[72] mit Judith Beheim von Friedesheim (1542–1588), Tochter von Bernhard Beheim (Behem, Böham) von Friedesheim (1483–1547) und dessen zweiter Frau Margarete von Blumenegg († 1572).[73][74] Judith Beheim von Friedesheim war mit drei führenden österreichischen Protestanten verheiratet: in erster Ehe (∞ 1570) mit Hans von Landau, Freiherr zu Haus und Rappottenstein (1535–1575), in zweiter Ehe mit Hans Rueber zu Pixendorf und in dritter Ehe (∞ 1586) mit Christoph Freiherr von Prag zu Windhaag und Engelstein (* 1542; † zwischen 1606 und 1617), 1592 Stammbucheinträgerin,[75] Grabstein in der Friedesheimer Erbgrablege in der Pfarrkirche Hl. Pankraz von Lengenfeld[76]:

  1. Samuel Rueber (* 1580; † um 1585), dargestellt auf dem Grabstein seiner Mutter als früh verstorbenes „Sönle“,
  2. Johannes Christoph Rueber (1581–1586),[77]
  3. Judith Rueber, dargestellt auf dem Grabstein ihrer Mutter, 1599 Stammbucheinträgerin,[75] verheiratet seit 1609 mit Karl (Wilhelm) von Friedesheim (1583–1647), Sohn von Johann Thomas Beheim von Friedesheim († 1587) und Judith von Sinzendorf; Karl von Friedesheim unterzeichnete 1608 den Horner Bundbrief, 1620 geächtet, 1621 begnadigt, leistete 1629 Ferdinand III. die Erbhuldigung, begütert mit dem Freisitz Burghof bei Krems, deren Kinder:
    1. Wolfgang Karl von Friedesheim,
    2. Georg Ehrenreich von Friedesheim,
    3. Adolph Günther von Friedesheim,
    4. Anna Judith von Frideßheim († nach 1630), 1630 Stammbucheinträgerin, verheiratet mit Johann Albrecht von Kainach,
    5. Maximiliana Engelburgis von Frideshaimb († nach 1632), 1632 Stammbucheinträgerin.

Hans Rueber ist ein direkter Vorfahre zahlreicher Personen des europäischen Hochadels.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen der Familie Rueber

Das freiherrlichen Wappen der Rueber zu Pixendorf und Grafenwörth: in Rot ein goldener Balken mit einer natürlichen Rübe an ihren grünen Blättern. Auf dem Helm mit rot-goldenen Decken die Rübe zwischen einem roten, mit einem goldenen Balken belegten Flug.[78]

Varia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Hofjagd- und Rüstkammer des Kunsthistorischen Museums in Wien wird Ruebers Trabharnisch aus der Ambraser Sammlung ausgestellt (Inv.-Nr. A 1212).

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Urkunde vom 9. November 1547: Abt Leopold Rueber verkauft seinem Bruder Christoph Rueber zu Pixendorf den Hof mit den 7 Hofstätten zu Großrust, den Abt Erhard ursprünglich dem Christoph Grabner zu Zagging verkaufte (Stiftsarchiv Göttweig, E-XIX-11)
  • Brief von Hugo Blotius an N. N. (Vizekanzler Johann Baptist Weber (1526–1584)? Paul Sixt I. Graf Trautson (um 1550–1621)?) vom 5. März 1576. In: Joseph Chmel: Die Handschriften der K. K. Hofbibliothek in Wien, Bd. I, Wien: Carl Gerold 1840, S. 213 (Österreichische Nationalbibliothek Wien, Codex 7958 = Hist. prof. 176, Blatt 50b) (Google-Books)
  • Brief von Kaiser Rudolf II. an Hans Rueber zu Pixendorf aus Wien vom 29. April 1578. In: Carl Wagner: Analecta Scepusii sacri et profani, Bd. I, Wien: Thomas von Trattner 1774, S. 291f (Google-Books)
  • Briefe von Erzherzog Matthias an Hans Rueber aus Antwerpen vom 25. April 1578, 28. Januar 1579, 12. April 1579 und 15. März 1581. In: Joseph Chmel: a. a. O., Bd. I, Wien: Carl Gerold 1840, S. 58, 68, 83f und 108f (Österreichische Nationalbibliothek Wien, Codex 9048 = Hist. prof. 316, Blätter 75 und 235) (Google-Books)
  • Erlass von Erzherzog Ferdinand II. an Hans Rueber aus Innsbruck vom 28. Mai 1578. In: Gustav A. Seuler: Genealogische Miscellen. In: Heraldisch-Genealogische Zeitschrift des heraldisch genealogischen Vereines Adler in Wien 8/1 (1881), S. 59–68, bes. S. 64 (Google-Books; eingeschränkte Vorschau)
  • Briefe von Hans Rueber an Erzherzog Matthias aus Kaschau vom 10. September 1578. In: Joseph Chmel: a. a. O., Bd. I, Wien: Carl Gerold 1840, S. 53f (Österreichische Nationalbibliothek Wien, Codex 9048 = Hist. prof. 316, Blatt 169) (Google-Books)
  • Tilemani Heshusii drei Schreiben an Hans Ruber (zu Puxendorff auf Judenauo in Oberungarn), kaiserl. Feldobersten in causa D. Menthonis et D. Cratzeri, d. d. Helmstedt, 1582. Aug. 9. 1582. Oct. 27 und 1582. Nov. 20; Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel (Cod. Guelf. 33.18 Aug. 2o, Blätter 139–151)
  • Wilhelm Friedrich Lutz: Eine Christliche Predig, Uber der Leich Deß Wolgebornen Herrn Herrn Hansen Rübers zu Büxendorff und Gravenwörth Freyherrn, Der Kayserl. Majest. [et]c. Rath und General Obersten im Obern Kreyß Hungarn [et]c. Graven der Spanschafft Saaros Gedächtnüß, zu Caschau in der Stiffts-Kirchen den 24. Martij nach dem alten Calender Anno 1584. gehalten, Durch M. Wilhelm Friderich Lutzen damals gewesten Rüberischen Hofprediger, Tübingen: Alexander Hock 1585[79] (Digitalisat der Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt Halle)
  • Ladislaus Kubiny[A 17] / Casparus Pilcius (Kaspar Pilz)[A 18] / Sebastianus Ambrosius Lahm[A 19] / Andreas Winkler[A 20] / Emericus Sontagius (Emmerich Sonntag)[A 21] / Daniel Rechenius[A 22] / Matthaeus Charithenius: Epitaphia Qvaedam & Carmina Funebria, In Obitvm Magnifici ... Dn. Iohan. Rveberi In Pyxendorph & Grauenuerda, Equitis aurati, L. Baronis Austriaci, & Comitis in Saaros ... in superiore Hungaria, &c. Qui III. Iduum Martij and antiqui Calendar, computationem Anno salutiferi partus M.D.XXCIIII. Saarossij piè deceßit. A Diuersis Autoribus ... scripta, Tübingen: Alexander Hock, 1585[80] (Digitalisat der Universitätsbibliothek Heidelberg)
  • Casparus Pilcius (Kaspar Pilz): Ein Notwendige Protestation wider Herrn Benedictum Belsium[A 23] Pfarherrn und Seniorn zu Epperies. An die Wolgeborne und Gnedige Frawe, Fraw Judith Rueberin, geborne von Friedeshaimb, weiland des Wolgebornen Herrn, Hern Hansen Rubers zu Grawenwerd vnd Pyrendorff Freiherrn, des Romischen Kay. Ma. gewesenen Raht vnd veltobristen in ober Hungerr, nach gelassene Wittib, Krakkó 1584

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • CXVII Iohannes Rvuebervs Baro in Biixendorf et Gravenwerth und Johannes Ruebervs Baro in Pixendorf et Gravenwerth. In: Jakob Schrenck von Notzing: Augustissimorum imperatorum, serenissimorum regum atque archiducum, illustrissimorum principum, nec non comitum, baronum, nobilium, aliorumque clarissimorum virorum, qui aut ipsi cum imperio bellorum duces fuerunt ... verissimae imagines, et ... succinctae descriptiones, Innsbruck: Johannes Agricola (Baur) 1601
    • Der Aller Durchleuchtigisten vnd und Grossmächtigen Kayser Königen und Ertz-hertzogen, Fürsten und anderer treflicher berühmbter Kriegsshelden warhafftige Bildtnussen, und kurtze Beschreibungen, Innsbruck: Johannes Agricola (Baur) 1603
    • Ausgabe Nürnberg: Weigel 1735, S. 397–399 (Digitalisat der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen)
    • (deutsche Übersetzung) Johannes Rüber Freyherr zue Pixendorff und Gravenwörth. In: G. A. Seuler: Genealogische Miscellen (a. a. O.), bes. S. 64f (Google-Books; eingeschränkte Vorschau)
  • Johann Friedrich Gauhe: Rüber (Johann) Freyherr zu Büxendorff und Gravenwerdt, Kayserlicher General=Feld=Marschall. In: Historisches Helden- und Heldinnen-Lexicon, Leipzig 1716, Sp. 1384 [z. T. ungenau] (Google-Books)
  • Ferenc (Franz, Franciscus) Pinka: Bellici Cassoviæ Simul Et Superioris Hungariæ Prætores Seu Generales Sub Austriacis Regibus Seculo Sexto Decimo, Kaschau: Typis Academicis Societatis Jesu 1749, S. 42–47
  • Georg Schmidt: Excerpt aus dem Grafendiplom Ferdinands von Rueber im Familienarchiv der Grafen zu Lynar auf Lübbenau. In: Der Deutsche Herold 7 (1876), S. 93–95
  • Martin F. Kühne: Einige Nachrichten über Freiherrn Hans Rueber zu Puxendorf und Gravenwerth, kais. General-Obristen in Ungarn. In: Jahrbuch der Gesellschaft für die Geschichte des Protestantismus in Österreich. Band 1, Wien und Leipzig 1880, S. 124–129 (Digitalisat im Internet Archive)
  • Herbert Knittler, Gottfried Stangler und Renate Zedinger: Adel im Wandel. Politik, Kultur, Konfession 1500–1700. Katalog der Niederösterreichischen Landesausstellung auf der Rosenburg vom 12. Mai bis 28. Oktober 1990 (Katalog des Niederösterreichischen Landesmuseums. N.F. 251), Wien 1990, S. 337.
  • Ortwin Gamber: Kriegswesen und Waffenerzeugung der Renaissance in Österreich. In: Renaissance in Österreich. Wien o. J., S. 128.

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sein Bruder Leopold Rueber († 1556) war seit 1543 Abt von Göttweig; Grabstein in der Göttweiger Stiftskirche. Sein Bruder Wolf Rueber († 1555), Epitaph in Schloss Grafenenegg, heiratete I. 1544 Anna Maria Kuefsteiner († 1555), Tochter des Hans Lorenz von Kuefstein (1496–1547), und II. Catharina Kelberharter, und war der Vater von Leutnant Christoph Rueber († 1579), Elisabeth Rueber, verheiratet mit Melchior Maschko († um 1590), und Anna Rueber († 1585), verheiratete Wispeck; vgl. Österreichisches Staatsarchiv Wien (Hoffinanz-Ungarn RN 40. Konv. 1579.09.24, Blätter 207-209) u. a.
  2. Sie heiratete II. Hermann von Bodelschwingh und III. 1588 Freiherr Stephan von Haim zu Reichenstein (1553–1627).
  3. Die Herrschaft Kälberhart war 1534 im Lehnsbesitz der Erben von Georg Steinberger auf Strannersdorf und Kälberhart.
  4. Achaz Matseeber († 1563), verheiratet I. mit Elisabeth Grabner, II. mit Regina Steinberger, war 1559 Besitzer der Herrschaft Kälberhart.
  5. Wahrscheinlich Oberst Jakob von der Schulenburg (1515–1576).
  6. Vielleicht ein Nachkomme des Hofmeisters von Herzog Albrecht III. von Bayern-München Jan von Sedlitz († 1455) aus Böhmen (vgl. Sedlitz bei Kutná Hora), Pfleger in Pfaffenhofen an der Ilm.
  7. Wahrscheinlich ein Haus des Peter Feigel (Faygel zu Seibelsdorf) († 1573), Provisor (Verwalter) der Herrschaft Muráň, von Ferdinand I. mit Bethelsdorf belehnt.
  8. Tochter von Katarzyna Telniczanka († 1528), Frau von Andrzej Kościelecki († 1515), angeblich Tochter von König Sigismund I. (1467-1548), in erster Ehe seit 1539 verheiratet mit Fürst Ilia Ostrogski (1510-1539), in zweiter Ehe seit 1564 mit Albert Łaski.
  9. Sohn von Vitus Gilleis in Petzenkirchen und Anna Matseber, ein Vetter ersten Grades von Hans Rueber.
  10. Auch Štefan I. Thököly, Sohn von Sebestyén Thököly; 1595 Gymnasium in Bregenz, 1596 bis 1600 Studium in Heidelberg, Bruder von Miklós Thököly (1587–1617).
  11. Aus Linz, auch verlesen Weichler, 1560 ordiniert, ab etwa 1563 evangelische Predigt in Melk, um 1570 Pfarrer in Zwentendorf.
  12. Aus Franken; Studium in Tübingen, 1572 in Weißenbrunn vorm Wald ordiniert, Pfarrer in Wiesentheid, 1576 dort als Flacianer vertrieben, um 1582 in Michelhausen abgesetzt.
  13. Aus Immensen oder Ilmenau, Prediger in Edersleben, 1566 in Regensburg, von dort 1574 als Flacianer vertrieben, 1576 in Villach, 1580-1586 Rektor der Stiftsschule in Graz, † in Grafenwörth. 1601 beschwerte sich Propst Melchior Kniepichler († um 1628) von Stift Dürnstein bei Hanns von Rueber über die „Proselytenmacherei“ des protestantischen Schlosspredigers Hieronymus Peristerius (Stiftsarchiv Herzogenburg, Bestand Augustiner-Chorherren Dürnstein, 1601 IX 05).
  14. Maria Rueber bedenkt 1594 in ihrem Testament außer ihren Kindern nur die Brüder Jörg (Georg) und Hans sowie ihre Schwester Anna Rueber (alle aus der 2. Ehe).
  15. 1624 als „Anna frau von Gera Ein geborne Rueberin freyin Witib“ Stammbucheinträgerin bei Hanns Schrenckher von Etzenberg.
  16. Leonora von Schallenberg ∞ I. 1596 Hanns Bernhard von Memming († 1598 ermordet), ∞ II. 1599 Johann (Hanns) Ludwig von Kirchberg († 1602) auf Viehhofen, Seissenburg und Schmieding.
  17. Auch „Ladislav Kubínsky, Kubínyi“, Slowakischer Humanist, † 1598.
  18. Auch „Pilczius“, ungarisch „Pilcz Gáspár“, * 1526 in Váralja („Waraliensis“), Schulbesuch in Kaschau, studierte auf Ruebers Kosten in Wittenberg, ordiniert in Brieg, 1587 bis 1597 Rektor in Sárospatak, Pfarrer in Nagysáros (Sáros), 1602 in Marksdorf („Marcivilla“), dann in Topschau, † 1605; vgl. György Ráth: Pilcz Gáspár és ellenfelei: Adalék a hazai kryptokálvinizmus hitvitázó irodalmához. In: Magyar Könyvszemle 17 (1892/93), S. 28–85.
  19. Auch „Sebestyén Ambrosius genannt Lam (Lamius)“, * 1542, † 1600; Pfarrer und 1576 bis 1577 Rektor des Gymnasiums in Kesmark in Zips, dann Prediger in Eperies (Concionator Eperiesiensis); vgl. Stephanus (István) Weszprémi (1723–1799): Svccincta medicorvm Hvngariae et Transilvaniae biographia, Bd. II/2, Wien: Johann Thomas von Trattner 1781, S. 306 (Google-Books).
  20. Aus Breslau, Magister, 1579 Diakonus, 1588 Vizepfarrer, 1590 Pfarrer in Kaschau, Sohn von Andreas Winkler d. Ä. (1498–1575).
  21. Sekretär (Geschäftsführer) von Albert (Olbracht) Graf Laski (1536–1605) in Kesmark, 1575 Rektor des Gymnasiums in Kesmark, 1582 Richter, 1586 nach einem Aufstand für vogelfrei erklärt.
  22. 1580 Rektor des Gymnasiums in Kesmark.
  23. Benedictus Belsius (Beliskius) oder Benedikt Bels, ungarisch Bels Benedek, 1564 Pfarrer von Prešov (Eperies), 1579 bis 1588 Superintendent von Nagysáros (Sáros).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stiftsarchiv Göttweig, Urkunde E-XIX-11.
  2. Vgl. Lorenz Eiseler, Epinicion carmen Lavrentii Eiseleri Viennensis in lavdem generosiss baronis, D. Caroli Rveberi &c. eivsque victoriam de Turcis, Strassburg 1581 (Nationalbibliothek Budapest, Sig. Röpl. 300).
  3. Vgl. Victor von Handel-Mazetti (Bearb.): Urkunden und Acten aus dem Schlossarchive Aurolzmünster. In: Jahresbericht des Museums Francisco-Carolinum 56 (1898), S. 1–88; 58 (1900), S. 1–149, passim (PDF; 4,4 MB); Georg Grüll (Bearb.): Herrschaftsarchiv Aurolzmünster, Linz 1954, passim (PDF; 557 kB).
  4. Vgl. Ludwig I. von Wittgenstein (1532–1605): Diarivm Lvdovici Comitis Witgensteinii … Anni MDLXX. In: Heinrich Christian von Senckenberg (Hrsg.): Sammlung von ungedruckt- und raren Schriften, zu Erläuterung … der Geschichten von Teutschland, Bd. II. Johann Friedrich Fleischer, Frankfurt am Main 1745, S. 1–104, bes. S. 14 (Google-Books).
  5. Vgl. Gustav Winter (Bearb.): Banntaidung und Rechte zu Greifenstein und Altenberg. 1581 Sept. 28. In: Österreichische Weistümer, Bd. IX/3 Niederösterreichische Weistümer. Das Viertel Ob dem Wienerwalde. Wilhelm Braumüller, Wien / Leipzig 1909, S. 8–20.
  6. So die Angaben in der Leichenrede auf Hans Rueber, S. 26f; vgl. auch Gerhard Robert Walter von Coeckelberghe-Dützele / Anton Köhler, Curiositäten- und Memorabilien-Lexicon von Wien, Bd. II, Wien 1846, S. 148. Lebensdaten Hofkirchens nach der ADB: um 1511–1586.
  7. Vgl. Johannes Sleidanus: Der Erste Theyl Ordenlicher Beschreibunge vnnd Verzeychnisse allerley fürnemer Händel. Theodosius Rihel, Straßburg 1575, S. 868 (Google-Books); Johann Hieronymus Im Hof: Relatio Historico-Politica. Johann Hofmann, Nürnberg 1684, S. 59 (Google.Books).
  8. Vgl. Johann von Francolin: Rerum praeclare gestarum intra et extra moenia civitatis Viennensis … Anni domini M.D.LX. R. Hofhalter, Wien o. J. [um 1561], Blatt XIIII (Google-Books); Georg Rüxner, Jost Amman: ThurnierBuch. Feyerabend und Hüter, Frankfurt am Main 1566, unpaginiert (Scan 30, 32, 66, 116, 127) (Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek München).
  9. Vgl. Thüringisches Staatsarchiv Rudolstadt (Kanzlei Sondershausen, Nr. 657, Blätter 16f); Jens Beger, Jochen Lengemann: Günther XLI. Graf von Schwarzburg in Diensten Karls V. und Philipps II. in den Niederlanden. (Veröffentlichungen des Historischen Vereins für Schwarzburg, Gleichen und Hohenlohe in Thüringen 1). Hain, 2003, S. 410.
  10. Vgl. Haus-, Hof- und Staatsarchiv Wien (Bestand Salzburg, Erzstift (798-1806), Urkunde AUR 1564 III 19 u. ö.).
  11. Vgl. Haus-, Hof- und Staatsarchiv Wien (Bestand Salzburg, Erzstift (798-1806), Urkunde AUR 1568 IX 28 u. a.).
  12. Vgl. Brief vom 11. September 1564 von Maximilian II. an den Erzbischof von Salzburg. In: Anton Ritter von Perger: Auszug aus König Maximilian's II. Copeybuch vom Jahre 1564. In: Archiv für österreichische Geschichte 31 (1864), S. 193–272, bes. S. 241 (Nr. 206; Blatt 523a) (Google-Books).
  13. Vgl. Jakob von Falke: Geschichte des fürstlichen Hauses Liechtenstein, Bd. II. Wilhelm Graumüller, Wien 1878, S. 74.
  14. Vgl. Michael von Saurau, Orttenliche Beschreybung der Rayß gehen Constantinopel: mit der Pottschafft von Kaysser Maxmillian dem anderen in die Dürgkey abgeferdigt anno 1567 (Erlanger Forschungen A. Geisteswissenschaften 40), hrsg. von Konrad Wickert, Erlangen: Verlag Universitätsbibliothek Erlangen-Nürnberg, 1987, S. 42.
  15. a b c Vgl. Caspar Hain: III. Fortsetzung der Leutschauer Chronik. In: Magazin für Geschichte, Statistik und Staatsrecht der österreichischen Monarchie 2 (1808), S. 312–391, bes. S. 386f (Google-Books).
  16. Vgl. Géza Pálffy: Kriegswirtschaftliche Beziehungen zwischen der Habsburgermonarchie und der ungarischen Grenze gegen die Osmanen in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Unter besonderer Berücksichtigung des königlichen Zeughauses in Kaschau. In: Ungarn-Jahrbuch. 27, 2004, S. 17–40, bes. S. 29f. und 35 (online, PDF; 191,7 kB)
  17. Vgl. Matthaeus Dresser: Ungnadische Chronica. Leipzig 1601, S. 110 (Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek München).
  18. István Katona, Epitome chonologica rerum Hungaricarum, Transsilvanicarum, et Illyricarum, Bd. III, Buda 1798, S. 114 (Google-Books).
  19. Urkunde vom 12. Mai 1572; Finanz- und Hofkammerarchiv Wien (Urkunde 1572 V 12).
  20. András Szabó: Der Copernikus-Jünger Georg Joachim Rheticus in Ungarn. In: Wilhelm Kühlmann / Anton Schindling (Hrsg.): Deutschland und Ungarn in ihren Bildungs- und Wissenschaftsbeziehungen während der Renaissance (Contubernium. Tübinger Beiträge zur Universitäts- und Wissenschaftsgeschichte 62), Wiesbaden: Franz Steiner 2004, S. 219–226, bes. 220–222.
  21. Vgl. Nicolae Iorga (Bearb.): Documente privitóre la istoria românilor, Bd. XI 1517–1612. Academia Română, Bukarest 1900, S. 85 (Google-Books; eingeschränkte Vorschau); Virgil Cândea (Bearb.): Mărturii româneşti peste hotare. Creaţii româneşti şi izvoare despre români în colecţii din străinătate, Bd. II Finlanda – Grecia. Biblioteca Bucureştilor, Bukarest 2011, Nr. 304, S. 242.
  22. Vgl. A. Szabó: Rheticus (a. a. O.), bes. S. 221 Anm. 13 (Google-Books).
  23. Vgl. Staatliches Kreisarchiv Levoča (Magistrat der Stadt Levoča/Leutschau, MMI, I 51/57); Jörg Meier, Ilpo Tapani Piirainen, Klaus-Peter Wegera (Hrsg.): Deutschsprachige Handschriften in slowakischen Archiven, Bd. III Ostslowakei. Walter de Gruyter, Berlin / New York 2009, S. 19, Nr. LE 80.
  24. Vgl. Christoph Augustynowicz: Die Kandidaten und Interessen des Hauses Habsburg in Polen-Litauen während des Zweiten Interregnums 1574-1576. (Dissertationen der Universität Wien 71). Universitätsverlag, Wien 2001, passim, hier S. 94 (Google-Books; eingeschränkte Vorschau).
  25. Vgl. Brigitte Mersich, Max Krauss, Christian Gastgeber: Hugo Blotius und seine Auslandskontakte in den Osten. Der Briefwechsel mit dem Notar der ungarischen Kanzlei, Tiburtius Himelreich. In: biblos 53 (2004), S. 123–136, bes. S. 132f; zur Bitte Ruebers um seinen Abschied vgl. Almut Bues (Bearb.): Nuntiatur Giovanni Dolfins (1573-1574). (Nuntiaturberichte aus Deutschland nebst ergänzenden Aktenstücken III/7). Max Niemeyer, Tübingen 1990, S. 493.
  26. Vgl. Peter Rauscher: Zwischen Ständen und Gläubigern. Die kaiserlichen Finanzen unter Ferdinand I. und Maximilian II. (1556-1576). (Veröffentlichungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung 41). Oldenbourg, München 2004, S. 73f und S. 61–63.
  27. Vgl. Jacob Caro: Beata und Halszka. Eine polnisch-russische Geschichte aus dem sechzehnten Jahrhundert. In: Deutsche Revue 8.2 (1883), S. 289–315, bes. S. 313f.
  28. Vgl. Anonym: Ungarische Geschichte. Fortsetzung der merkwürdigen Begebenheiten der königl. freyen Stadt Käsmark, § 15–§ 20. In: Allergnädigst-privilegirte Anzeigen aus sämmtlich-kaiserlich-königlichen Erbländern 4 (1774), S. 70–72, bes. S. 71.
  29. Vgl. zum Folgenden Ludwig Szádeczky: Stephan Bathory und eine ungarische Verschwörung. In: Ungarische Revue 7 (1887), S. 383–397.
  30. Vgl. Ignaz Aurelius Fessler: Geschichte von Ungarn. 1870, S. 604f (Google-Books).
  31. Vgl. Jens Beger, Eduardo Pedruelo Martín, José Luis Rodríguez de Diego, Joachim Emig, Jochen Lengemann (Bearb.): Günther XLI. Graf von Schwarzburg in Diensten Karls V. und Philipps II. in den Niederlanden: (1550) 1551-1559 (1583). (Veröffentlichungen des Historischen Vereins für Schwarzburg, Gleichen und Hohenlohe in Thüringen 1). Hain, Weimar 2003, S. 37.
  32. Gouverneur von Bouchain, Grabmal in der Sint-Maartenskerk Kortrijk; vgl. Jacob van Lansberghe: Beschryvinge van de stadt Hulst. Pieter vander Slaart, Rotterdam 1692, S. 348 (Google-Books); Jean J. Gailliard: Bruges et le Franc ou leur magistrature et leur noblesse, Bd. II. Gailliard, Brügge 1858, S. 336 (Google-Books).
  33. Vgl. Codex Ms. 8117; Joseph Chmel: Die Handschriften der k. k. Hofbibliothek in Wien im Interesse der Geschichte, besonders der österreichischen, Bd. II. Gerold, Wien 1841, S. 143f (Google-Books).
  34. Vgl. Franz Christoph von Khevenhüller: Annales Ferdinandei (1640), Bd. I. 2. Aufl. Moritz Georg Weidmann, Leipzig 1721, Sp. 191f (Google-Books).
  35. Vgl. Géza Pálffy: Medien der Integration des ungarischen Adels in Wien im 16. und 17. Jahrhundert. In: Collegium Hungaricum-Studien. 1, 2002, S. 67–98, bes. S. 80f. (online).
  36. Vgl. Lajos Munyay: Historia Ecclesiae evangelicae Augustanae confessioni addictorum in Hungaria universe; praecipue vero in Tredecim oppidis Scepusii, Halberstadt: Karl Brüggemann 1830, S. 9, S. 252 u. ö (Google-Books).
  37. Vgl. P. Rauscher: Finanzen (a. a. O.), S. 76 u. ö.
  38. Vgl. Gutachten des Kriegsrathes über die Motive, die der Kaiser dem böhmischen Landtag behufs Erlangung einer grösseren Geldhilfe zur Vertheidigung der ungarischen Grenzen vorbringen sollte. 1579, 29. Januar. — Original im k. k. Statthaltereiarchiv zu Prag. In: Die böhmischen Landtagsverhandlungen und Landtagsbeschlüsse, Bd. V 1577–1580. Prag 1887, S. 380–383, bes. S. 382, Nr. 195.
  39. Vgl. Lukas Winder: Die Kreditgeber der österreichischen Habsburger 1521–1612. In: Peter Rauscher, Andrea Serles, Thomas Winkelbauer (Hrsg.): Das „Blut des Staatskörpers“: Forschungen zur Finanzgeschichte der Frühen Neuzeit. (Historische Zeitschrift. Beihefte 56). Oldenbourg, München 2012, S. 435–458, bes. S. 452 und 458.
  40. a b Vgl. Jakob Melzer: Biographieen berühmter Zipser. Ellinger, Kaschau / Leipzig 1833, S. 120–122 (Google-Books).
  41. Vgl. Reinhard Hildebrandt (Hrsg.): Quellen und Regesten zu den Augsburger Handelshäusern Paler und Rehlinger 1539–1642 (Deutsche Handelsakten des Mittelalters und der Neuzeit 19), Bd. I 1539–1623, Stuttgart: Franz Steiner 1996, S. 164f und S. 184.
  42. Vgl. Stiftsarchiv Herzogenburg, Bestand Augustiner-Chorherren Dürnstein (Urkunden 1581 IV 06, 1593 V 10 und 1589 IV 15).
  43. Vgl. Akten von 1586; Bayerisches Hauptstaatsarchiv München (Kurbayern, Äußeres Archiv 4894/2, fasc. 14, Blätter 195 - 203).
  44. Vgl. Sümmari Vertzaichnis der vüernembisten Herrschafften in Hungern, daruber Irer Mt. Pfandtuerschreibungen bei der Hof-Puechhalterei vorhanden sein, 1588. In: János Kloch: Magyarországi uradalmak összeirása [= Ein Verzeichnis ungarischer Herrschaften]. In: Magyar történelmi tár III/17 (1894), S. 727–729, bes. S. 729.
  45. Vgl. Brandenburgisches Landeshauptarchiv Potsdam (Familienarchiv 37 Lübbenau, Urkunde 6179).
  46. Vgl. Franz von Mensi: Die Finanzen Oesterreichs von 1701 bis 1740. Manz, Wien 1890, S. 688.
  47. Vgl. Brandenburgisches Landeshauptarchiv Potsdam (Familienarchiv 37 Lübbenau, Urkunde 6217/1).
  48. Niederösterreichisches Landesarchiv St. Pölten (Regierung vor 1740, K 08/11, Karton:M Schimmel, Faszikel: G) online; vgl. Brief des Erzherzogs Ferdinand II. an Hans Rueber 1579; Brandenburgisches Landeshauptarchiv Potsdam (Familienarchiv 37 Lübbenau 6181).
  49. Vgl. Von der Geburt, Leben und Wandel Herrn Sigmund Hager zu Allentsteig, Handschrift von 1618 (Oberösterreichisches Landesarchiv, Linz, Sig. Landschaftsakten, Schbd. 229, B IV/5, 2/12); Philipp Blittersdorff: Ritter Sigismund’s Hager von Allentsteig Leichenpredigt. In: Adler 9 (1921-1925), S. 39–49 (Online auf www.familien-und-ahnenforschung.de).
  50. Vgl. Haus-, Hof- und Staatsarchiv Wien (Bestand Salzburg, Erzstift (798-1806), Urkunde AUR 1568 II 21, dort fälschlich: „Nogared“ transkribiert).
  51. Ungarische Nationalgalerie (Budapest) (Inv.-Nr. 55.1593).
  52. In: Operum poeticorum pars elegiaca, continens viginti duos elegiacorum carminum libros. Quibus adhaerescunt Odarum libri tres, Anagram. unus. Cum praefatione Georgii Pfluegeri, Straßburg: Jobin, 1601, [fol. 301a] (17. Buch, Elegia I) (Digitalisat der Universitätsbibliothek Mannheim).
  53. Vgl. Stiftsarchiv Herzogenburg, Bestand Augustiner-Chorherren Dürnstein (Urkunden 1601 IX 05, 1602 V 17, 1602 IX 27, 1603 VIII 16 u. ö.).
  54. Joachim Magdeburg u. a.: Confessio oder: Christliche Bekandnus des Glaubens ettlicher evangelischen Prediger inn Oesterreich. o.O. [Regensburg: Johann Burger] 1566.
  55. Vgl. Georg Christian Friedrich Lisch: Beiträge zu der Geschichte der evangelischen Kirchen-Reformation in Oesterreich durch die Herzoge von Meklenburg und die Universität Rostock, namentlich durch Dr. David Chyträus. In: Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde 24 (1859), S. 70–139, bes. S. 79 und S. 114f (Abschrift der Urkunde von 1572 aus dem Großherzoglich Mecklenburgischen Geheimen und Hauptarchiv Schwerin, 1618) (Digitalisat der Landesbibliothek Mecklenburg-Vorpommern).
  56. Vgl. o. V.: Kurze Uebersicht des durch Unterhandlungen der Stände und Gesetze bestimmten politischen Zustandes der Protestanten in Ungarn, Teil I. In: Magazin für Geschichte, Statistik und Staatsrecht der österreichsichen Monarchie 1 (1806), S. 279–296, bes. S. 294f, nach einem Brief von Martin Wagner († 1590), Diakonus in Eperies (später Superintendent (Senior) in Bartfeld), an Pfarrer Martin Lamperti († 1583) in Libethen (Google-Books).
  57. Vgl. „...der zeit Rueberischen Frawen Zimmers Hoff Meisterin“ in: Das Buch Tobie Jn Christliche Reimen, Bartfeld 1580.
  58. Vgl. Christian Genersich, Merkwürdigkeiten der königlichen Freystadt Késmark in Oberungarn, am Fusse der Carpathen, Bd. II, Leutschau: Joseph Karl Meyer 1804, S. 119.
  59. Vgl. bes. Gabriel Bucelin: Germania topo-chrono-stemmatographica, sacra et profana, Band III, Frankfurt am Main: Christian Balthasar Kühnen 1672, S. 198 (Google-Books).
  60. Vgl. o. V.: Sonnberg. In: Berichte und Mittheilungen des Alterthums-Vereins zu Wien, Band 25 (1889) S. 114; Karl Lind (Bearb.): Sammlung von Abbildungen mittelalterlicher Grabdenkmale aus den Ländern der Österreichisch-Ungarischen Monarchie, 2. Abt. Grabdenkmale aus dem XVI. Jahrhundert. (Kunsthistorischer Atlas 10). Braumüller, Wien 1893, S. 164f (Tafel LXXXI, Fig. 3).
  61. Vgl. David Schönherr (Bearb.): Urkunden und Regesten aus dem k.k. Statthalterei-Archiv in Innsbruck. (Jahrbuch der Kunsthistorischen Sammlungen des Allerhöchsten Kaiserhauses 2). Holzhausen, Wien 1884, Nr. 7759, S. ccxxii.
  62. Auf dem Totenbett empfahl Rueber seine Kinder dem Verwandten seiner zweiten Frau, Bartholomäus von Müllstetter; vgl. Kühne, a.a.O, S. 128.
  63. Nach Philipp Jacob Spener, Theatrum nobilitatis Europeae Frankfurt a. M. 1668, S. 70 (wohl unrichtig, denn S. 24 anders): Bartholomäus von Welsperg und Felicitas von Schrofenstein; nach Johann Georg Adam von Hoheneck: Die Löbliche Herren Herren Stände Deß Ertz-Herzogthumb Oesterreich ob der Ennß, Passau: Gabriel Mangold, 1732, S. 440, dagegen war die Mutter der Maria Anna und Frau des Paulus von Welsberg Susanna von Wangen.
  64. Vgl. Mauritius Moltcerus (Moritz Moltzer aus Neustadt an der Orla, 1599 immatrikuliert in Jena, 1612 Pfarrer in Michelstetten): Christliche Leichpredigt, Bey dem Begräbnus der Edlen und viel Tugendreichen Fräwlein Mariae Emerentianae, gebornen von Gera, Des ... Herrn Ehrnreich von Gera von Straßfried auff Michelsteten und Pairschdorff, Einer lobl. Landschafft in Osterreich unter der Enß bestelten Obristen und Oberhauptmann ... Und seiner lieben Frawen Gemahl ... Frawen Anna von Gera, gebornen Ruberin, Freyin, Eheliche Dochter, welche den 7. Novemb. des 1612. Jahrs .... entschlaffen, Jena: Weidner 1614.
  65. Vgl. Franz Christoph von Khevenhüller: Annalivm Ferdinandiorvm, Bd. IV. Christof Fischer, Regensburg 1641, S. 1215, vgl. S. 941 (Google-Books).
  66. J. F. Gauhe: a. a. O. fälschlich: „Karl Rueber“.
  67. Vgl. Christoph von Schallenberg, Sämtliche Werke und Briefe, Bd. II (Wiener Neudrucke), hrsg. von Robert Hinterndorfer, Münster: LIT Verlag, 2008, S. 353.
  68. Vgl. Brandenburgisches Landeshauptarchiv Potsdam (Familienarchiv 37 Lübbenau, Urkunden Fam.47 D und 6181).
  69. Vgl. auch Brandenburgisches Landeshauptarchiv Potsdam (Familienarchiv 37 Lübbenau, diverse Urkunden).
  70. Vgl. Brandenburgisches Landeshauptarchiv Potsdam (Familienarchiv 37 Lübbenau C.III.12.).
  71. Vgl. J. G. Adam von Hoheneck: Herren Stände (a. a. O.), S. 45. Nach anderen war sie verheiratet I. mit Wolfgang Achatz von Kirchberg und II. mit Wolf Dietrich von Trautmannstorf.
  72. Vgl. Brief von Freiherr Hans zu Welsperg an Erzherzog Matthias aus Grafenwörth vom 3. Oktober 1578. In: Joseph Chmel: Die Handschriften der K. K. Hofbibliothek in Wien, Bd. I, Wien: Carl Gerold 1840, S. 99–102, bes. S. 101f (Österreichische Nationalbibliothek Wien, Codex 9048 = Hist. prof. 316, Blatt 173) (Google-Books): „alhie zu Grauenwerth bei des herrn Hannß Ruebers Veltobristen in OberHungern hochzeitlichen freiden“ ... „obgemelter mein Schwager vnnd Brueder ... hat zu diesen seinen hochzeitlichen freiden ... [usw.]“.
  73. Vgl. Andreas Zajic (Bearb.): Die Inschriften des Politischen Bezirks Krems. (Die Deutschen Inschriften 72. Wiener Reihe 3/3). Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2008, Nr. 313 (Digitalisat bei Die Deutschen Inschriften online).
  74. Nach älterer Angabe war sie die Tochter von Thomas Beheim von Friedesheim (1487–1551) und Maria Katzbeck von Thurnstein (* um 1525; † nach 1552); vgl. Johann Georg Adam von Hoheneck: Die Löbliche Herren Herren Stände Deß Ertz-Herzogthumb Oesterreich ob der Ennß, Bd. III. Gabriel Mangold, Passau 1747, S. 544f (Google-Books).
  75. a b Vgl. Stammbuch einer niederösterreichischen Adeligen, 1582–1619; Germanisches Nationalmuseum Nürnberg (Hs 6037a).
  76. Vgl. Andreas H. Zaijic: Grabdenkmäler des späten Mittelalters und der Frühen Neuzeit als Quelle adeliger Erinnerung und Medium adeliger Repräsentation. diss. phil. Brünn 2002 (Studia minora facultatis philosophicae universitatis Brunensis C49), S. 170f; ders. (Bearb.): Die Inschriften des Politischen Bezirks Krems. (Die Deutschen Inschriften 72. Wiener Reihe 3/3). Wien 2008, Kat. Nr. 313 (Online bei der Österreichischen Akademie der Wissenschaften).
  77. Vgl. G. Bucelin: Germania (a. a. O.).
  78. Siebmacher's großes Wappenbuch. Bd. IV/4 Johann Baptist Witting (Bearb.): Niederösterreich, Teilbd. 1 A – R. Bauer & Raspe, Nürnberg 1918, S. 383 Tf. 215–216; Bd. IV/15 Suppl. Géza von Csergheő (Bearb.): Ergänzungen Ungarn. Bauer & Raspe, Nürnberg 1894, S. 105 Tf. 75; Bd. IV/9 Rudolf Johann von Meraviglia-Crivelli (Bearb.): Der Böhmische Adel. Bauer & Raspe, Nürnberg 1886, S. 253 und Tf. 115.
  79. Staatliche Bibliothek Regensburg (Sigel: 155); Universitätsbibliothek Tübingen (L XVI 81.4 und Gi 40.4); Österreichische Nationalbibliothek Wien; Staats- und Stadtbibliothek Augsburg (Sigel: 37; Titelblatt fehlt) u. a. Widmung: „Der Wolgebornen Frauen Frauen Judith gebornen von Frideßheim [et]c. Weiland deß Wolgebornen Herrn Herrn Hansen Rübers Freyherrn zu Büxendorff und Gravenwördt … seeliger nachgelassenen Frau Witwe [et]c. Meiner gnedigen Frauen“.
  80. Universitätsbibliothek Heidelberg (Signatur F 2791-1).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hans Rueber zu Pixendorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien