Hans Ruh

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Hans Ruh (* 26. April 1933) ist ein Schweizer Sozialethiker. Er ist Mitbegründer des Ethikfonds „BlueValue“.[1]

Herkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hans Ruh war als Kind von Marthe Ruh-Bolle und Gotthilf Ruh, seines Zeichens Lehrer, in der damaligen Gemeinde Altdorf SH (heute zu Thayngen gehörend) geboren worden. Der Vater stammte aus dem für Pietismus bekannten Buch (SH). Der religiöse Hintergrund bildete sich auch im Leben der zwei Brüder und der zwei Schwestern von Hans Ruh ab. Die ersten 6 Jahre der Schulzeit absolvierten die Geschwister beim Vater, danach folgte für Hans Ruh die Realschule in Thayngen, ein Jahr Sekundarschule in Benken durch einen Stellenwechsel des Vaters, sowie darauf folgend das Gymnasium in Schaffhausen. Ab dieser Zeit war Ruh häufig im Haus der Pfarrfamilie Blocher in Laufen, wo ihm Gerhard Blocher bis zur gemeinsamen Studienzeit ein enger Freund war.[2]

Berufliche Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Studienbeginn in Zürich im Jahr 1953 zog es ihn nach drei Semestern nach Basel, um den Vorlesungen von Karl Barth beizuwohnen. Dazu diente auch ein Auslandsemester 1956 in Bonn. Ruh promovierte im Jahr 1963 als Dr. theol. bei Karl Barth in Berlin. Von 1963 bis 1965 war er Mitarbeiter der Gossner Mission in Ost-Berlin. Danach, von 1965 bis 1983 leitete Ruh das „Institut für Sozialethik“ des Evangelischen Kirchenbundes der Schweiz. Im Jahr 1970 habilitierte er an der Universität Bern, wo er von 1971 bis 1983 ausserordentlicher Professor war. Zwischen 1983 und 1998 amtete er als ordentlicher Professor an der Universität Zürich und war zugleich Direktor des „Instituts für Sozialethik“ in Zürich. Er engagierte sich auch in ethischer Unternehmensberatung sowie der Entwicklung von ethischen Finanzprodukten.

Ruh war Mitglied der Christlichen Friedenskonferenz und nahm an der I. Allchristlichen Friedensversammlung (ACFV) 1961 und an der II. ACFV 1964 in Prag teil.

Ethische Marktwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In seiner Veröffentlichung – Ordnung von unten (2011) – entwirft Ruh, ausgehend vom Ordnungsmodell der Sozialen Marktwirtschaft, das Konzept einer Ethischen Marktwirtschaft, das er als Antwort auf die „permanenten Krisenlagen“ im globalen Raum verstehen will.

Seit Jahrzehnten setzt sich Hans Ruh mit dem Thema bedingungsloses Grundeinkommen auseinander. Seine Gedanken dazu hat er im Buch Bedingungsloses Grundeinkommen: Anstiftung zu einer neuen Lebensform zusammengefasst.

Literatur (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Website des Ethikfonds blue value (Memento des Originals vom 20. September 2011 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bluevalue.ch
  2. Einmischen statt Rückzug in den Elfenbeinturm, reformiert, 20. September 2017