Hans Sachs (Serologe)

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Hans Sachs (* 6. Juni 1877 in Kattowitz; † 25. März 1945 in Dublin) war ein deutscher Mediziner und Serologe.

Hans Sachs, der Sohn des Kaufmanns E. Sachs in Kattowitz, ging auf die Gymnasien von Kattowitz und Breslau, wo er 1895 am Johannesgymnasium die Reifeprüfung bestand.[1]

Sachs studierte ab 1895 an den Universitäten Freiburg, Breslau und Berlin, seine Doktorwürde bekam er nach seiner Dissertation Ueber das Verhalten der Laevulose im Stoffwechsel 1900 an der Universität Leipzig. Ab 1905 forschte und arbeitete er an der Universität Frankfurt am Main. 1907 wurde er dort Professor, seit 1914 auch Honorar-Professor an der Universität Frankfurt/Main. 1920 ging er nach Heidelberg als Professor des Institutes für Immunität- und Serumforschung und Direktor der Wissenschaftlichen Abteilung des Instituts für Experimentelle Krebsforschung. Im Jahr 1932 wurde er zum Mitglied der Wissenschaftsakademie Leopoldina gewählt.

1935 wurde er als Jude aus dem Institut und der Universität entlassen. Hans Sachs musste 1938 aus Deutschland fliehen, emigrierte nach Oxford und später nach Dublin, wo er 1945 starb.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Kattowitz wurde eine Straße nach ihm benannt (Sachsstraße, heutige Ulica Jana Kochanowskiego).[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Michael Sachs: Sachs, Hans. In: Werner E. Gerabek, Bernhard D. Haage, Gundolf Keil, Wolfgang Wegner (Hrsg.): Enzyklopädie Medizingeschichte. De Gruyter, Berlin/ New York 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 1279.
  2. Kattowitz - Stare Katowice. Abgerufen am 10. November 2017.