Hans Scheib (Bildhauer)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Hans Scheib, 2012

Hans Scheib (* 10. Juni 1949 in Potsdam) ist ein Bildhauer und Grafiker.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einer Lehre als Schriftsetzer, absolvierte Hans Scheib von 1971 bis 1976 seine akademische Ausbildung an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden. 1976 dann erfolgte der Umzug nach Berlin-Prenzlauer Berg und sodann auch seine freiberufliche Tätigkeit als Künstler. Seit 1985 ist er freiberuflich vor allem als Bildhauer mit Sitz in Berlin-Charlottenburg tätig. Im Jahr 2001 wurde Scheib zum Mitglied der Freien Akademie der Künste in Hamburg ernannt.

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hans Scheib gehört zu den prägenden deutschen Holzbildhauern der Gegenwart, in seiner Arbeit verweigert er sich konsequent allen modischen Strömungen und Ismen, ihm geht es um seine ganz persönliche Botschaft. Über eine Vielzahl an Ausstellungen im In- und Ausland, über diverse Auszeichnungen hat sein Werk offizielle Wertschätzung erfahren. Es gründet sich auf die Tradition einer expressiven Formensprache, die zum einen in der bewussten Reflexion der farbigen Holzskulptur der Brücke-Expressionisten wurzelt und zum anderen mit der Tradition der gotischen Holzbildhauerei Zwiesprache hält. Fern der Ästhetik des schönen Scheins entspricht dieses Werk einer grundsätzlichen Auseinandersetzung um Inhalte, die auch auf zeitgeschichtliche und aktuelle Herausforderungen reagieren.

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1978 Galerie Mitte, Berlin
  • 1986/87 Haus am Waldsee, Berlin; Mannheim; Wilhelmshaven; Amsterdam
  • 1987 Galerie Niepel, Düsseldorf
  • 1988 Galerie Poll, Berlin; Kunstverein, Mannheim
  • 1989 Galerie Poll, Berlin; Goethe-Institut, Paris; Galerie Niepel, Düsseldorf
  • 1990 Kunstförderverein Weinheim; Galerie am Friedrichsplatz, Mannheim
  • 1991 Gerhard-Marcks-Haus, Bremen; Gedächtnisort Museum, Delmenhorst; Kunstverein Weissensee, Berlin (mit Sabina Grzimek)
  • 1992 Galerie Poll, Berlin; Kunstverein, Grünzen
  • 1993 Galerie Mutter Fourage, Berlin-Wannsee
  • 1993/94 Kloster Unsere Lieben Frauen, Magdeburg; Kunstamt Wedding, Berlin; Galerie Rose, Hamburg
  • 1994 Galerie Brockstedt, Hamburg
  • 1995 Galerie Poll, Berlin; Carré Sainte Anne, Montpelliere; Galerie Kasten, Mannheim
  • 1997 Galerie Kasten, Mannheim
  • 1998 Stadtmuseum Goehre, Jena; Schleswig-Holstein-Haus, Schwerin
  • 1999 Märkischen Museum, Witten
  • 2000 Forum Box, Helsinki (Finnland)
  • 2001 Kunsthalle Darmstadt; Galerie TSM, Tbilisi (Georgien); Galerie Kasten, Mannheim; Galerie Hofmann + Kyrath, Berlin; Galerie Bauscher, Potsdam; Deutsche Forschungsgemeinschaft Bonn, Bad Godesberg
  • 2003 Album Galerie am Savignyplatz, Berlin
  • 2004 Galerie im Turm, Berlin; Galerie Kasten, Mannheim
  • 2005 Stadtmuseum Bautzen; Galerie Brockstedt/Berlin; Galerie Mutter Fourage, Berlin
  • 2006 Albergo San Lorenzo, Mostre d'arte, Poppi (Italien)
  • 2007 TU Berlin – Mathematische Fachbibliothek; Comptoir-Kunstmagazin, Städtische Galerie Sonneberg; Galerie Kasten, Mannheim; KunstRaum Bernusstr., Frankfurt/M.; Hippos, Max-Delbrück-Centrum, Berlin-Buch; „Reigen-Bronzen und Holzskulpturen“, Galerie CP Wiesbaden
  • 2008 Galerie Brockstedt, Berlin; Dom der Französischen Gemeinde, Berlin; Galerie Kunstgiesserei Flierl, KunstRaum Bernusstraße, Frankfurt/M.; Galerie Beyer, Dresden
  • 2009 Galerie Kasten, Mannheim
  • 2010 Galerie Holbein 4, Hannover; Galerie arsprototo, Erlangen
  • 2013 Nah und Fern (mit Sigrid Nienstedt), Galerie Hovestadt, Nottuln
  • 2016 Malerei und Skulptur: Zwei Freunde stellen zusammen aus (mit Michel Meyer), Galerie Zulauf, Freinsheim
  • 2018 Spiel, Symbol und Fest, Ausstellung von Plastiken im Rahmen des 6. Pirnaer Skulpturensommers in den Bastionen von Schloss Sonnenstein sowie eine Ausstellung von Grafiken im Stadtmuseum von Pirna

Beteiligungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1995 Kunstförderpreis der Akademie der Künste, Berlin; 1. Preis beim Wettbewerb „Denkmal für die ermordeten Juden Europas“" zusammen mit Hela Rolfs, Christine Jackob-Marks und Reinhard Stangl
  • 2001 Mitglied der Freien Akademie der Künste, Hamburg
  • 2004 Studienaufenthalt in der Villa Romana, Florenz (Italien) und Werkstatt in Tbilisi (Georgien)
  • 2005 Bautzener Kunstpreis; 2. Int. Biennale, Beijing (China)
  • 2006 Pirosmanis Tisch, Tbilisi (Georgien)
  • 2007 Visiting Artist, Oberlin College, Oberlin, Ohio (USA)
  • 2014 Egmont-Schaefer-Preis

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werkankäufe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Skulpturen von Hans Scheib befinden sich in Privatbesitz und wurden angekauft durch:

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans Scheib – Kalte Nadel. Radierungen 1977–2004. DruckVerlag Kettler, 2008, ISBN 978-3-939825-96-8.
  • Mit Wolfgang Zemte (Hrsg.): Hans Scheib – Figur. Edition Rothes Haus, 1999, ISBN 3-933495-02-4.
  • Hans Scheib – Bronzen. Edition Rothes Haus, Schwetzingen 1999, ISBN 3-933495-03-2.
  • Mimesis, Hans Scheib, Bronzen WVZ 1986–2012, Hrsg. Galerie Cerny + Partner Wiesbaden, Kerber Verlag Bielefeld, 2013
  • Spiel, Symbol und Fest, Holzskulpturen 1977–2013, Hrsg. Museum für aktuelle Kunst, Sammlung Hurrle Durbach

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bautzener Kunstverein (Hrsg.): Hans Scheib – Bautzener Kunstpreis. 2005.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Hans Scheib – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ankäufe 2010, Artothek [abgerufen am 18. Juli 2016].
  2. Der Trommler [abgerufen am 18. Juli 2016].