Hans Schmitz-Wiedenbrück

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Hans Schmitz (* 3. Januar 1907 in Wiedenbrück; † 7. Dezember 1944 in Angermund), Künstlername Hans Schmitz-Wiedenbrück, war ein westfälischer Bauernmaler, der dem erweiterten Umfeld der Wiedenbrücker Schule zugeordnet wird.

Hans Schmitz-Wiedenbrück: Familienbild, ausgestellt in der Großen Deutschen Kunstausstellung 1938

Bekannt wurde der Künstler vor allem durch seine 1941 entstandenes Triptychon Arbeiter, Bauern und Soldaten sowie das Ölgemälde Kämpfendes Volk, das 1942 auf der Großen Deutschen Kunstausstellung im Münchner Haus der Deutschen Kunst ausgestellt wurde. Die Werke müssen der nationalsozialistischen Propagandakunst zugerechnet werden.

Der Umstand, dass Joseph Goebbels Hans Schmitz 1943 für eine Professur vorschlug, verdeutlicht die wohlwollende Haltung des NS-Regimes gegenüber dem Künstler, der am 7. Dezember des Folgejahres starb.

In seiner Heimatstadt Rheda-Wiedenbrück begann im Jahr 2016 eine öffentliche Diskussion um die Rolle von Hans Schmitz im Nationalsozialismus.[1][2] Im Rathaus der Stadt hängen bis heute zwei Marktszenen des Malers. Überdies ist eine Straße nach ihm benannt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Frankfurter Kunstverein (Hrsg.): Kunst im 3. Reich. Dokumente der Unterwerfung. Frankfurt am Main 1975.
  • Helena Ketter: Zum Bild der Frau in der Malerei des Nationalsozialismus. Eine Analyse von Kunstzeitschriften aus der Zeit des Nationalsozialismus. Berlin, Hamburg, Münster 2002, ISBN 3-8258-6107-4
  • Ernst Klee: Kulturlexikon zum Dritten Reich. Frankfurt am Main 2007. ISBN 978-3-10-039326-5

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hans Schmitz-Wiedenbrück – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kritik an Nazi-Kunst im Rathaus. Die Glocke, 18.11.2016.
  2. Nazi-Kunst: Expertise steht weiterhin aus. Die Glocke, 25. Februar 2016.