Hans Seidemann

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Hans Seidemann (* 18. Januar 1902 in Garlin, einem Ortsteil der Gemeinde Karstädt; † 27. Dezember 1967 in Braunschweig) war ein deutscher Offizier, zuletzt General der Flieger der Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg.

Leben[Bearbeiten]

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Seidemann trat am 15. Januar 1919 als Freiwilliger dem Landesjägerkorps unter General Georg Ludwig Rudolf Maercker bei, wo er zum 1. März 1919 in das Kadettenkorps wechselte. Nach seiner dortigen Grundausbildung, die Ende September 1919 geendet hatte, wurde Seidemann zum 29. September 1919 Offiziersanwärter im 9. Infanterie-Regiment der Reichswehr. Später agierte er dort bis Ende März 1928 als Fähnrich und Zugführer. Im Anschluss hieran absolvierte Seidemann von April 1928 bis Oktober 1933 eine geheime Fliegerausbildung in Lipezk in der Sowjetunion. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland diente Seidemann von April 1933 bis September 1933 bei der Kommandantur in München und im Anschluss hieran von Oktober 1933 bis Ende September 1934 als Offizier zur besonderen Verwendung beim Chef der Heeresleitung, wo Seidemann eine geheime Generalstabsausbildung absolvierte.

Hans Seidemann (Bildmitte) neben Erhard Milch (links) und Richard von Kehler; Präsident des Deutschen Aero Clubs (rechts) während einer Rede 1934.

Zum 1. Oktober 1934 trat Seidemann zu der im Aufbau begriffenen Luftwaffe über, wo er bis Ende Juni 1936 zunächst als Referent im Reichsluftfahrtministerium Verwendung fand. Danach fungierte er von Juli 1936 bis März 1938 als Gruppenleiter in der 1. Abteilung des Generalstabs der Luftwaffe. Vom 1. April 1938 bis 30. November 1938 agierte er dann als Kommandeur der III. Gruppe im Lehr-Geschwader Greifswald, von wo aus Seidemann am 1. Dezember 1938 als Chef des Stabes der Legion Condor wechselte. In dieser Funktion nahm er am Spanischen Bürgerkrieg auf Seiten Generals Franco teil.

Nach seiner Rückkehr nach Deutschland Ende Juni 1939 fungierte Seidemann vom 1. Juli bis zum 26. Dezember 1939 im Stab des Fliegerführers z.b.V. bei der Heeresgruppe Süd. Am 27. Dezember 1939 wurde Seidemann zum Chef des Generalstabs des VIII. Fliegerkorps ernannt, welches er im Rahmen des Westfeldzuges bis zum 5. August 1940 führte. Danach gab er das Kommando an Oberst Rudolf Meister ab, der die Geschicke des Korps am 16. Oktober 1940 übernahm.

Seidemann hingegen wurde zum 6. August 1940 in den Stab des Luftflotten-Kommandos 2 abkommandiert, wo er am 10. Oktober 1940 zum Chef des Generalstabs der Luftflotte 2 unter dem Kommando von Generalfeldmarschall Albert Kesselring in Braunschweig ernannt wurde. Dort verblieb Seidemann bis Ende Juli 1942. Am 24. August 1942 wurde Seidemann zum Fliegerführer Afrika ernannt. Er löste dort General Otto Hoffmann von Waldau ab und fungierte anschließend in dieser Position bis zum 11. Februar 1943. Am 12. Februar 1943 erhielt der Fliegerführer Afrika die neue Bezeichnung Fliegerkorps Tunis, zu dessen Kommandierendem General Seidemann ebenfalls ernannt wurde. Das Korps führte er dann bis zur Kapitulation der Heeresgruppe Afrika am 14. Mai 1943, wurde anschließend noch rechtzeitig nach Deutschland ausgeflogen und übernahm am 18. Mai 1943 als Kommandierender General das VIII. Flieger-Korps, wo er von Dezember 1939 bis August 1940 bereits als Chef des Generalstabs fungiert hatte. Das VIII. Flieger-Korps unterstand Seidemann dann bis zum 25. Januar 1945. Die letzten Kriegsmonate war er dann vom 25. Januar bis 28. April 1945 Befehlshaber des Luftwaffen-Kommandos in Schlesien bzw. anschließend vom 29. April bis 9. Mai 1945 Befehlshaber des Luftwaffen-Kommandos 8.

Literatur[Bearbeiten]

  • Karl Friedrich Hildebrand: Die Generale der deutschen Luftwaffe 1935–1945. Teil II, Band 3: Odebrecht–Zoch. Biblio, Osnabrück 1992, ISBN 3-7648-2207-4, S. 289–290