Hans Zorn

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Hans Zorn (* 27. Oktober 1891 in München; † 2. August 1943 bei Orjol, Sowjetunion) war ein deutscher Offizier, zuletzt General der Infanterie im Zweiten Weltkrieg.

Leben[Bearbeiten]

Zorn besuchte von 1905 bis Juli 1911 das bayerische Kadettenkorps und wurde anschließend als Fähnrich dem 2. Infanterie Regiment „Kronprinz“ der Bayerischen Armee überwiesen. Mit dem Regiment nahm er als Leutnant am Ersten Weltkrieg teil. Im Kriegsverlauf wurde Zorn 1917 Oberleutnant und auch als Brigadeadjutant verwendet. Nach Kriegsende war er im Bayerischen Kriegsministerium tätig, wurde dann in die Vorläufige Reichswehr übernommen und im Reichswehr-Schützen-Regiment 41 eingesetzt.[1] Von 1921 bis 1924 absolvierte Zorn die Führergehilfenausbildung und wurde in dieser Zeit am 1. Dezember 1922 zum Hauptmann befördert. Anschließend versah er seinen Dienst im Stab des 19. (Bayerisches) Infanterie-Regiments in München. 1925 wurde Zorn für ein Jahr in die Heeres-Transportabteilung (T 7) des Truppenamtes im Reichswehrministerium versetzt und war anschließend Chef der 8. (MG) Kompanie im 20. (Bayerisches) Infanterie-Regiment. Zorn kehrte 1927 in den Stabsdienst zurück und war bis 1929 im Stab der 7. (Bayerische) Division tätig. Dann übernahm er die 4. (MG) Kompanie des 19. (Bayerisches) Infanterie-Regiments. Mit seiner Beförderung zum Major am 1. Februar 1931 folgte seine Versetzung in die Heeresabteilung (T 1) des Truppenamtes nach Berlin.[2]

Nachdem Zorn am 1. August 1936 zum Oberst[3] befördert worden war, hatte er als solcher vom 1. Mai 1938 bis 26. August 1939 das Kommando über das Infanterieregiment 19.[4]

Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs wurde Zorn zum Chef des Generalstabs des XXII. Armee-Korps ernannt und in dieser Dienststellung am 1. Juli 1940 zum Generalmajor befördert. Vom 10. November 1940 bis zum 12. Januar 1942 war Zorn Kommandeur der 20. Infanterie-Division.[5] Anschließend wurde Zorn zum Generalleutnant befördert und mit der Führung des XXXX. Panzerkorps sowie des XXXII. Armeekorps beauftragt. Bereits am 1. Juni 1942 wurde Zorn zum General der Infanterie befördert. Während des Krieges gegen die Sowjetunion war er Kommandierender General des XXXXVI. Panzer-Korps. Während der Kämpfe südlich von Orjol fiel Zorn bei Krasnaja Rostocha. Postum wurde ihm am 3. September 1943 das Eichenlaub (291. Verleihung) zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen.[6]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Wolf Keilig: Die Generäle des Heeres und die Sanitätsoffiziere im Generalsrang. Podzun-Pallas-Verlag GmbH. Friedberg 1983. ISBN 3-7909-0202-0. S. 382.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Stellenbesetzung im Übergangsheer vom 16. Mai 1920. Heft II. S. 115.
  2. Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Hrsg.: Reichswehrministerium. Mittler & Sohn Verlag. Berlin 1932. S. 2.
  3. Hans -Henning Podzun (Hrsg.): Das Deutsche Heer 1939. Gliederung, Standorte, Stellenbesetzung und Verzeichnis sämtlicher Offiziere am 3. Januar 1939. Podzun Verlag, Bad Nauheim 1953. S. 271.
  4. Dermot Bradley (Hrsg.), Günter Wegner: Stellenbesetzung der Deutschen Heere 1815-1939. Band 2: Die Stellenbesetzung der aktiven Infanterie-Regimenter sowie Jäger-Bataillone, Wehrbezirkskommandanten und Ausbildungsleiter von der Stiftung bzw. Aufstellung bis 1939. Osnabrück 1992. ISBN 3-7648-1782-8. S. 503.
  5. Andris J. Kursietis: The Wehrmacht at War 1939–1945. The Units an Commanders of the German Ground Forces during World War II. Aspekt 1999, ISBN 90-75323-38-7. S. 102.
  6. a b c Veit Scherzer: Die Ritterkreuzträger 1939-1945. Die Inhaber des Ritterkreuzes des Eisernen Kreuzes von Heer, Luftwaffe, Kriegsmarine, Waffen-SS, Volkssturm sowie mit Deutschland verbündeter Streitkräfte nach den Unterlagen des Bundesarchivs. Scherzers Militaer-Verlag. Ranis/Jena 2007. ISBN 978-3-938845-17-2. S. 809.
  7. a b c Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Hrsg.: Reichswehrministerium. E.S. Mittler & Sohn. Berlin 1924. S. 160.