Hansaplatz (Hamburg)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Lage in Hamburg
Hansaplatz während der (Um-)Bauarbeiten

Der Hansaplatz ist ein zentraler Ort im Stadtteil St. Georg in der Nähe des Hamburger Hauptbahnhofes. Seit der kürzlich vollendeten Umgestaltung, der Renovierung anliegender Gründerzeitbauten sowie der Eröffnung von mehreren Straßencafes ist der Platz inzwischen wieder ein beliebter Treffpunkt für viele Menschen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Hansaplatz mit dem 17 Meter hohen Brunnen und den Lindenbäumen war schon immer ein zentraler Treffpunkt im Hamburger Stadtteil St. Georg. Der Hansaplatz war von 1927 bis 1943 auch Endstation einiger Straßenbahnlinien (3, 10, 4rot, 22rot).

Die im Zweiten Weltkrieg zerstörte Bebauung der Ostseite wurde schon in den 1950er Jahren ersetzt, während die Nordseite erst in den 1980er Jahren aufgebaut wurde, so dass der Platz seitdem wieder von geschlossener Wohnbebauung eingerahmt ist.

Seit den 1990er Jahren war er Treffpunkt von Drogendealern und hatte entsprechend einen anrüchigen Ruf. Seitdem die Drogenszene massiv verdrängt wurde, wird der Platz heute auch von Touristen und Einheimischen unterschiedlicher Milieus bevölkert, zumal er im Schnittpunkt der Langen Reihe und des Hotelviertels in der Bremer Reihe liegt. Von Mitte 2007 bis 2009 wurde der Hansaplatz von mehreren Videokameras überwacht. Nach einer aufwendigen Sanierung ist der neue komplett sanierte und jetzt Kfz-freie Platz am 26. Juni 2011 fertiggestellt worden. Inzwischen haben sich einzelne hochwertige Gastronomiebetriebe angesiedelt, die dem Platz an manchen Seiten inzwischen eine niveauvolle Laufkundschaft bescheren.

Überblick des sanierten Platzes 2011

Das geltende Waffenverbot, das neben der Reeperbahn auch auf dem Hansaplatz gilt, soll nach der Vorstellung einer Änderung des Polizeirechtes durch Innensenator Andy Grote (SPD) und Justizsenator Till Steffen (GRÜNE) bis 2020 gelten.[1]

Der Brunnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Hansa-Brunnen

Der Bau des Brunnen wurde von dem Bildhauer Engelbert Peiffer (auch Pfeiffer) im Auftrag der Hanseatischen Baugesellschaft verwirklicht. Er beendete am 10. Juli 1878 sein Werk. [2]

Die vier Figuren, die am Hansabrunnen dargestellt sind, sind vier historische Persönlichkeiten, die die Stadt Hamburg geprägt haben: Kaiser Konstantin der Große (Richtung Steindamm), Karl der Große (Richtung Krankenhaus), hl. Erzbischof Ansgar (Richtung Hauptbahnhof) und Graf Adolf III. von Schauenburg und Holstein (Richtung Alster). Darüber die Wappen der Hansestädte Lübeck, Hamburg, Bremen und des Deutschen Reiches. Ganz oben, als krönender Abschluss, ist die Hansa dargestellt, also keine Göttin, auch nicht – wie oft angenommen wird – Hamburgs Schutzpatronin Hammonia, sondern eine Allegorie auf die Stärke und Macht des ehemaligen Hansebundes.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. "Gefährliche Orte" ersetzen Gefahrengebiete. In: ndr.de. 27. April 2016, abgerufen am 6. Mai 2016 (HTTPS).
  2. Ernst Christian Schütt: Die Chronik Hamburgs, Dortmund 1991, S. 286.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hansaplatz (Hamburg) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 53° 33′ 17″ N, 10° 0′ 43″ O