Hansi Burg

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Hansi Burg (* 12. Februar 1898 in Wien; † 14. März 1975 in Garatshausen)[1] war eine deutsch-österreichische Schauspielerin, die durch ihre langjährige Lebenspartnerschaft mit Hans Albers in Erinnerung geblieben ist.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Die Tochter des Schauspielers Eugen Burg wuchs seit 1910 in Berlin auf und begann ihre Bühnenlaufbahn 1917 am dortigen Lustspielhaus unter den Intendanz von Heinrich Bolten-Baeckers.[1] Während einer Verpflichtung an das Trianon-Theater (Spielzeit 1920/21)[1] lernte sie den Kollegen Albers kennen, der zu dieser Zeit ebenfalls an dieser Spielstätte der Rotter-Brüder wirkte. Zur gleichen Zeit erhielt Hansi Burg auch mehrere Filmrollen angeboten.

Burg und Albers, damals beide (unter verschiedenen Adressen) im Berliner Stadtbezirk Charlottenburg wohnhaft, zogen wenig später zusammen und lebten seitdem als ein Paar. Während Albers in der Folgezeit Karriere als gefeierter Filmstar machte, zog sich Hansi Burg bald ins Privatleben zurück und trat nur noch als Lebensgefährtin und Beraterin von Albers in Erscheinung.

Mit dem Machtantritt der Nationalsozialisten 1933 geriet das christlich-jüdische Paar bald unter Beobachtung und dann unter Beschuss des Propagandaministers. Um seine Karriere nicht zu gefährden und den Druck abzumildern, erklärte Albers in einem offiziellen Schreiben an Joseph Goebbels vom 15. Oktober 1935 seine offizielle Trennung von der Jüdin Hansi Burg.[2] Zum Schein heiratete sie den norwegischen Staatsbürger Erich Blydt, um aus dem Fadenkreuz der NS-Rasseideologen zu geraten. Aber: “De facto lebten Hans & Hansi auch weiterhin als Paar am Starnberger See zusammen bis Hansi Burg Albers’ Wankelmut eigene Entschlossenheit entgegensetzte und 1939 auf eigene Faust klammheimlich ins Exil über die Schweiz nach London abreiste.“[3]

1946 kehrte Hansi Burg aus England nach Deutschland zurück und setzte ihre Beziehung mit Albers bis zu dessen Tod 1960 fort. 1971 verkaufte sie das gemeinsame Grundstück in Garatshausen an den Freistaat Bayern, behielt aber bis zu ihrem Lebensende ein Wohnrecht.

Filmografie[Bearbeiten]

  • 1919: Mutter Erde
  • 1919: Abenteuer der Bianetti
  • 1919: Das Mädchen aus der Ackerstraße
  • 1920: Der unsichtbare Dieb

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. a b c lt. Filmarchiv Kay Weniger
  2. Schreiben Albers' an Goebbels
  3. zit. nach Kay Weniger: Zwischen Bühne und Baracke, Berlin 2008, S. 14

Weblinks[Bearbeiten]