Hansjörg Albrecht

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Zum deutschen Kriminologen ähnlichen Namens siehe Hans-Jörg Albrecht.

Hansjörg Albrecht (* 1972 in Freiberg) ist ein deutscher Dirigent, Organist und Cembalist. Er ist Künstlerischer Leiter des Münchener Bach-Chores und des Münchener Bach-Orchesters.

Hansjörg Albrecht (2015)

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Albrecht begann seine musikalische Ausbildung als Mitglied des Dresdner Kreuzchores und studierte danach Dirigieren und Orgel in Hamburg, Lyon und Köln. Parallel zu seinem Studium war er für sieben Jahre Assistenzorganist an der Hauptkirche Sankt Michaelis in Hamburg. Von 2000 bis 2005 arbeitete er als Assistent, Organist und Cembalist eng mit dem Sänger und Dirigenten Peter Schreier zusammen. Seit der Saison 2005/2006 ist Hansjörg Albrecht Künstlerischer Leiter des Münchener Bach-Chores und des Münchener Bach-Orchesters.

Als Dirigent arbeitete er unter anderem mit Künstlern wie Dorothee Oberlinger, Arabella Steinbacher, Sharon Kam, Simone Kermes, Klaus Florian Vogt, Peter Seiffert, Michael Volle, Franz Grundheber und der Donlon Dance Company zusammen oder mit Klangkörpern wie dem Orchestra Sinfonica Nazionale della RAI in Turin, dem Orchester und Chor des Teatro San Carlo in Neapel, dem Orchestra Sinfonica Siciliana, dem Haydn-Orchester Bozen, den Prager Philharmonikern, dem Moskauer Barockorchester, dem Bayerischen Staatsorchester, dem Münchner Rundfunkorchester, den Münchner Symphonikern, dem Bach-Collegium München, dem Tölzer Knabenchor, der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, den Hamburger Symphonikern, dem Elbipolis Barockorchester und dem Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Chor Hamburg, dem Kammerorchester Carl-Philipp-Emanuel Bach Berlin sowie den Ensembles der Internationalen Bachakademie der Gächinger Kantorei und des Bach-Collegiums in Stuttgart.

Dabei führten ihn Konzerte zu Festivals wie den Gustav-Mahler-Musikwochen in Toblach, Settembre Musica in Turin, dem Heidelberger Frühling, den Festspielen Europäische Wochen Passau, der Internationalen Orgelwoche Nürnberg, den Musikfestspielen Saar, in Sälen, wie in die Sankt Petersburger Philharmonie, die Musikhalle Hamburg, die Philharmonie München, das Festspielhaus Baden-Baden, die Warschauer Nationalphilharmonie, das Teatro San Carlo in Neapel, das Teatro Politeama in Palermo sowie in die Papstbasilika Santa Maria Maggiore in Rom.

Als Kammermusikpartner trat Hansjörg Albrecht u.a. mit Vesselina Kasarova, Albrecht Mayer, dem KlavierduoYaara Tal & Andreas Groethuysen sowie Jean Guillou auf.

Konzerte als Organist führen ihn in die großen Konzerthäuser und Kathedralen von Europa, Russland und den USA wie zum Beispiel nach Saint Eustache in Paris, Westminster Cathedral in London und St. Patrick’s in New York, ins Konzerthaus Berlin und die Berliner Philharmonie, in die Frauenkirche Dresden, das Brucknerhaus Linz und den Orgelpark Amsterdam, in das Auditorio de la Musica Madrid, das Rudolfinum in Prag, sowie ins Kultur- und Kongresszentrum Luzern. Zudem gastierte er bei namhaften Orchestern wie dem Israel Philharmonic Orchestra, dem Los Angeles Opera Orchestra, dem St. Luke’s Chamber Orchester New York, dem Orchestre de la Suisse Romande, dem Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia, Tschechische Philharmonie, Kremerata Baltica und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks.

Hansjörg Albrecht ist auch auf dem Gebiet der Neuen Musik tätig, so in Ur- und Erstaufführungen von Werken von Thierry Escaich, Philipp Maintz, Rodion Schtschedrin oder Enjott Schneider, mit dem er eng zusammenarbeitet.

Seit 2006 verbindet Hansjörg Albrecht als Dirigent und Organist ein Vertrag mit dem Label „Oehms Classics“. Eine eigene SACD-Reihe Die Kunst der Orgeltranskription ist der Orgel als Konzertinstrument gewidmet. Seine Aufnahme der Suite Die Planeten von Gustav Holst wurde 2013 für den Grammy Award in der Kategorie „Best Classical Instrumental Solo“ nominiert.[1]

Bearbeitungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Orchester

Orgel

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dirigent


Organist

  • Johann Sebastian Bach: Sechs Partiten / I. Teil der Clavierübung (SACD) 2012
  • Johann Sebastian Bach: Italienisches Konzert und Französische Ouvertüre / II. Teil der Clavier-Übung (SACD) 2011
  • Johann Sebastian Bach: Orgelmesse / III. Teil der Clavierübung (SACD) 2009
  • Johann Sebastian Bach: Goldberg Variationen / IV. Teil der Clavierübung (SACD) 2007
  • Richard Wagner: Der Ring (SACD) 2006
  • Richard Wagner: Preludes and Overtures (SACD) 2013
  • Hector Berlioz: Symphonie fantastique (SACD) 2014
  • Pictures from Russia: Mussorgsky, Rachmaninow, Stravinsky (SACD) 2008
  • Gustav Holst – Die Planeten (SACD) 2011
  • Francis Poulenc: Konzerte für Tasteninstrumente (SACD) 2010
  • Antonio Vivaldi: The four Seasons - Transkriptions for Organ (CD) 2015

Pianist

  • Lieder zur Weihnacht in der Dresdner Frauenkirche / mit Peter Schreier (CD) 2012

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Final Nominations List Seite 49 (51/53) (PDF) (englisch) (Memento vom 27. Mai 2014 im Internet Archive)