Hanson Motor Company

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Hanson Motor Company
Rechtsform Company
Gründung 1917
Auflösung 1925
Sitz Atlanta, Georgia, USA
Leitung George Washington Hanson
Branche Automobile

Hanson Motor Company war ein US-amerikanischer Hersteller von Automobilen.[1][2]

Unternehmensgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

George Washington Hanson vertrieb in den 1900er Jahren Fahrzeuge von der H. H. Franklin Manufacturing Company, ab 1907 auch von der Everitt-Metzger-Flanders Company und danach von der Saxon Motor Car Corporation.[1]

Zusammen mit Don M. Ferguson fertigte er Anfang 1917 einen Prototyp im Werk der Puritan Machine Company in Detroit. Das Fahrzeug wurde am 27. Februar 1917 auf der Southeastern Automobile Show in Atlanta in Georgia präsentiert. Die Partner begannen mit dem Bau eines Werks in Atlanta für 50.000 US-Dollar. Als es im Frühling fertig war, wurde es zunächst für militärische Zwecke genutzt, da die USA inzwischen am Ersten Weltkrieg beteiligt war. Erst im Dezember 1917 wurde das Unternehmen gegründet. Im Mai 1918 gab die Regierung das Werk frei. Im Juni 1918 begann die Produktion von Automobilen. Der Markenname lautete Hanson.[1]

Im März 1922 wurde die American Motors Export Company übernommen. Trotzdem liefen die Geschäfte zu der Zeit schlecht. 1925 endete die Produktion.[1]

Insgesamt entstanden etwa 1800 Fahrzeuge.[1]

Fahrzeuge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alle Modelle hatten einen Sechszylindermotor von der Continental Motors Company.

Das Hauptmodell wurde einfach Six genannt. Es stand während der gesamten Produktionszeit im Sortiment und wurde in dieser Zeit weiterentwickelt. Von 1918 bis 1919 leistete der Motor 45 PS. Das Fahrgestell hatte 302 cm Radstand. Einziger Aufbau war ein Tourenwagen mit fünf Sitzen. 1920 wurde die Motorleistung auf 55 PS erhöht und der Radstand auf 307 cm verlängert. Ein zweisitziger Roadster und eine fünfsitzige Limousine kamen dazu. 1921 ergänzte ein viersitziger Sport das Angebot. 1922 kamen sowohl ein Tourenwagen mit sieben Sitzen als auch ein Coupé mit vier Sitzen dazu. 1923 wurde die Motorleistung auf 66 PS erhöht. Ab 1924 entfielen der Siebensitzer und das Coupé.

1922 erschien der Little Six. Sein Motor leistete 50 PS. Der Radstand betrug 284 cm. Die Fahrzeuge waren als Tourenwagen mit fünf Sitzen karosseriert.

1923 wurde dieses Modell vom Special Six abgelöst. Der Radstand war um 8 cm auf 292 cm verlängert worden. Es blieb beim fünfsitzigen Tourenwagen.

Modellübersicht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Modell Zylinder Leistung (PS) Radstand (cm) Aufbau
1918–1919 Six 6 45 302 Tourenwagen 5-sitzig
1920 Six 6 55 307 Tourenwagen 5-sitzig, Roadster 2-sitzig, Limousine 5-sitzig
1921 Six 6 55 307 Roadster 2-sitzig, Sport 4-sitzig, Limousine 5-sitzig, Tourenwagen 5-sitzig
1922 Little Six 6 50 284 Tourenwagen 5-sitzig
1922 Six 6 55 307 Tourenwagen 5-sitzig und 7-sitzig, Roadster 2-sitzig, Sport 4-sitzig, Coupé 4-sitzig, Limousine 5-sitzig
1923 Special Six 6 50 292 Tourenwagen 5-sitzig
1923 Six 6 66 307 Tourenwagen 5-sitzig und 7-sitzig, Roadster 2-sitzig, Sport 4-sitzig, Limousine 5-sitzig, Coupé 4-sitzig
1924–1925 Six 6 66 307 Roadster 2-sitzig, Tourenwagen 5-sitzig, Sport 4-sitzig, Limousine 5-sitzig

Produktionszahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Produktionszahl
1917 2
1918 182
1919 278
1920 327
1921 524
1922 286
1923 129
1924 81
Summe 1809

Quelle:[1] Für das Jahr 1924 findet sich auch die Angabe 61.[1] Eine andere Quelle nennt zwischen 840 und fast 1900 Fahrzeuge.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Beverly Rae Kimes, Henry Austin Clark Jr.: Standard catalog of American Cars. 1805–1942. Digital Edition. 3. Auflage. Krause Publications, Iola 2013, ISBN 978-1-4402-3778-2, S. 675–676 (englisch).
  • George Nicholas Georgano (Hrsg.): The Beaulieu Encyclopedia of the Automobile. Volume 2: G–O. Fitzroy Dearborn Publishers, Chicago 2001, ISBN 1-57958-293-1, S. 670–671 (englisch).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g Beverly Rae Kimes, Henry Austin Clark Jr.: Standard catalog of American Cars. 1805–1942. Digital Edition. 3. Auflage. Krause Publications, Iola 2013, ISBN 978-1-4402-3778-2, S. 675–676 (englisch).
  2. a b George Nicholas Georgano (Hrsg.): The Beaulieu Encyclopedia of the Automobile. Volume 2: G–O. Fitzroy Dearborn Publishers, Chicago 2001, ISBN 1-57958-293-1, S. 670–671 (englisch).