TUIfly

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Dieser Artikel behandelt die deutsche Fluggesellschaft TUIfly. Zum Verbund der Fluggesellschaften der TUI AG siehe TUI Airlines.
TUIfly
Logo der TUIfly
Boeing 737-800 der TUIfly
IATA-Code: X3
ICAO-Code: TUI
(früher HLX)
Rufzeichen: TUI JET
(früher YELLOW CAB)
Gründung: 1972
(als Hapag-Lloyd Flug)
Sitz: Langenhagen,
DeutschlandDeutschland Deutschland52.458189.707751Koordinaten: 52° 27′ 29″ N, 9° 42′ 28″ O
Heimatflughafen:

Flughafen Hannover-Langenhagen

IATA-Prefixcode: 617
Leitung: Dieter Nirschl[1]
Mitarbeiterzahl: ca. 2.400[2]
Vielfliegerprogramm: keines (zuvor FriendChips und bluemiles)
Flottenstärke: 40
Ziele: International
Website: www.tuifly.com

TUIfly ist eine deutsche Fluggesellschaft mit Sitz in Langenhagen bei Hannover und Heimatbasis auf dem dortigen Flughafen Hannover-Langenhagen. Sie ist ein Tochterunternehmen des Touristikkonzerns TUI Travel PLC und Mitglied des Konzernverbundes TUI Airlines.

Geschichte[Bearbeiten]

Hapag-Lloyd Flug[Bearbeiten]

Eine Boeing 727-200 der Hapag-Lloyd Flug im Jahr 1978
Ein Airbus A310-300 der Hapag-Lloyd Flug im Jahr 1992

Hapag-Lloyd Flug wurde 1972 als Tochtergesellschaft der Reederei Hapag-Lloyd AG gegründet. Am 30. März 1973 startete der Flugbetrieb mit einer Boeing 727 auf der Strecke von Hamburg nach Ibiza.

Im Januar 1979 wurde Bavaria Germanair in das Unternehmen integriert. Durch die Übernahme erhielt die Gesellschaft ihre ersten zwei Großraumflugzeuge des Typs Airbus A300.

Hapag-Lloyd Flug führte hauptsächlich Charterflüge zu touristischen Zielen rund um das Mittelmeer durch. Nach der Auslieferung der Airbus A310-300 flog die Gesellschaft ab Ende der 1980er Jahre auch Langstreckenziele an, darunter New York City, Toronto, Malé, Mombasa und die Dominikanische Republik. Fast alle Langstreckenverbindungen wurden nach relativ kurzer Zeit wieder eingestellt, nur die Flüge in die Dominikanische Republik wurden noch länger beibehalten.

Die im Jahr 2002 gegründete Billigfluggesellschaft Hapag-Lloyd Express (kurz HLX) war kein Tochterunternehmen von Hapag-Lloyd Flug, sondern ein von ihr unabhängiges Unternehmen des TUI-Konzerns. Seit der Gründung war Hapag-Lloyd Flug gemeinsam mit Germania jedoch für die Durchführung der HLX-Flüge im Wet-Lease zuständig, da HLX keine eigene Flotte betrieb.

Im Jahr 2001 wurden die letzten Langstreckenrouten eingestellt, und die hierfür eingesetzten A310-300 auf den verbleibenden kürzeren Routen mit starkem Passagieraufkommen eingesetzt. Das am weitesten entfernte Ziel lag von nun in Kap Verde mit einer Flugzeit von sechs Stunden. 2004 führte Hapag-Lloyd Flug das Vielfliegerprogramm bluemiles ein. Der Name bluemiles, eine Anspielung auf die damals überwiegend blau lackierten Flugzeuge der Gesellschaft, wurde später zunächst auch für TUIfly beibehalten, obwohl TUIfly die Farbe Gelb als Erkennungszeichen hat.

Hapagfly[Bearbeiten]

Eine Boeing 737-800 der Hapagfly

Im Zuge der Vereinheitlichung des Markenauftritts etablierte TUI ab 2005 die als Allianz angekündigte Dachmarke TUIfly für alle nationalen Ferienflieger des Konzerns. Die Marke Hapag-Lloyd Flug wurde im Zuge dessen sowohl im Marketing als auch bei der Flugzeuglackierung durch Hapagfly und das TUI-Logo ersetzt. Analog erhielten fast alle anderen Schwestergesellschaften das Suffix -fly, aus Corsair wurde damals etwa Corsairfly.

Im selben Jahr wurden alle bis auf einen Airbus A310-300 an andere Fluggesellschaften verkauft. Ein von Lufthansa gecharteter Airbus A300 wurde zunächst behalten, dieser wurde jedoch bis Mitte November dieses Jahres an Swiss International Air Lines für den Liniendienst nach Afrika verchartert und anschließend wieder an die Lufthansa zurückgegeben. Ersetzt wurden die Airbus-Maschinen durch den Zukauf neuer Boeing 737. Hapag-Lloyd Flug hatte zuletzt (Sommer 2006) eine Sitzplatzauslastung von 88,3 Prozent.

TUIfly[Bearbeiten]

Der Sitz von TUIfly am Flughafen Hannover-Langenhagen

Nach vielen Übernahmen und einer fortschreitenden Konsolidierung in der Luftfahrtbranche stellte TUI im Jahr 2006 Überlegungen an, die beiden Fluggesellschaften Hapag-Lloyd Flug und Hapag-Lloyd Express zusammenzuschließen und unter einer gemeinsamen Marke auftreten zu lassen. Im Dezember 2006 wurde verkündet, in Deutschland zukünftig die bisherige Dachmarke für alle Fluggesellschaften des TUI-Konzerns zu verwenden: TUIfly. Ab Januar 2007 ersetzte TUIfly die beiden bisherigen TUI-Marken Hapagfly und Hapag-Lloyd Express. Die hinter ihnen stehenden Gesellschaften Hapag-Lloyd Fluggesellschaft mbH bzw. Hapag-Lloyd Express GmbH – beide gehörten vollständig der TUI AG – blieben zunächst weiter als rechtlich selbstständige Firmen bestehen. Hapag-Lloyd Flug war für den Flugbetrieb zuständig, die Schwestergesellschaft Hapag-Lloyd Express für den Vertrieb der „neuen“ TUIfly.

Der Markenname Hapag-Lloyd war seitdem somit nahezu vollständig aus dem Flugbetrieb der TUI verschwunden. Lediglich der auf Geschäftsflugverkehr spezialisierte Bereich Hapag-Lloyd Executive der Hapag-Lloyd Express GmbH verwendet diesen Namen noch in der Außendarstellung. Zudem tragen zwei Flugzeuge der Flotte eine Sonderlackierung der Hapag Lloyd Kreuzfahrten. Diese werden oft für Retro-Jets gehalten, da ihre Lackierung sehr stark an die der ehemaligen Hapag-Lloyd Flug erinnert. Der Name existiert außerdem weiterhin beim Transport- und Logistikunternehmen Hapag-Lloyd AG.

Der neue Markenname TUIfly stieß nach Einführung bei einigen Großkunden auf Kritik, unter anderem beim Reiseanbieter Alltours und bei der Rewe Group.[3] Diese Unternehmen lassen ihre Reisegäste mangels einer eigenen Flugzeugflotte üblicherweise mit anderen Fluggesellschaften fliegen. Sie empfinden es jedoch als unpassend, wenn ihre eigenen Gäste in Flugzeuge steigen, in denen sie der Werbung der Konkurrenz (da TUI neben der Airline auch für den konkurrierenden Reiseveranstalter steht) ausgesetzt sind. Alltours und die Rewe Group kündigten daher eine Überprüfung der Verträge mit TUI an.[4]

Seit Ende 2007 liefen Verhandlungen zwischen Lufthansa und TUI mit dem Ziel eines möglichen Zusammenschlusses der Lufthansa-Tochter Germanwings mit TUIfly. Nach dem Scheitern einer Übernahme der Condor durch Air Berlin im Juli 2008 sollte auch Condor in diese Allianz einbezogen werden. Die Verhandlungen dazu waren allerdings im Oktober 2008 von Seiten beider Parteien gescheitert. Zur Ertragssteigerung reduzierte TUI die TUIfly-Flotte von 45 auf gut 35 Flugzeuge.

Im Februar 2009 wurden Verhandlungen mit Air Berlin geführt, die zahlreiche Strecken übernehmen sollte. Die Vereinigung Cockpit sprach sich gegen eine engere Zusammenarbeit mit Air Berlin aus. Zudem war die ver.di-Mehrheit im TUI-Konzernbetriebsrat für einen Erhalt der TUIfly.[5][6] Mitte März 2009 wurden Verhandlungen mit Air Berlin über wechselseitige Beteiligungen geführt. Als Resultat soll die TUI 20 Prozent der Air Berlin übernehmen und damit deren größter Aktionär werden, gleichzeitig übernimmt Air Berlin 20 Prozent der Anteile an den TUIfly-Gesellschaften. Das Bundeskartellamt genehmigte die Kooperation.[7] Air Berlin übernahm in der Folge ab dem Winterflugplan 2009/2010 die Städteverbindungen mit 117 Strecken (55 davon in Italien) von TUIfly, die sich seitdem auf Urlaubsziele konzentriert. Die dafür erforderlichen Flugzeuge – mehrere Boeing 737-700 – werden von TUIfly im Wet-Lease für Air Berlin betrieben.[8][9][10] Unter der Marke TUIfly werden gemäß der Vereinbarung nur noch Flüge zu Urlaubszielen angeboten.

Mitte Dezember 2009 bekam die Boeing 737-800 D-AHFP die neue, geringfügig modifizierte Lackierung der TUIfly, bei der der bisherige Schriftzug „TUIfly.com“ am Rumpf zu „TUIfly“ verkürzt wurde.

2010 wurde die Hapag-Lloyd Fluggesellschaft mbH offiziell in TUIfly umbenannt. Somit ist TUIfly nicht mehr nur die Marke, sondern jetzt auch der Name der Fluggesellschaft.

Am 10. Dezember 2010 übernahm TUIfly als erste deutsche Fluggesellschaft mit der D-ATUA eine Boeing 737-800 mit dem neuen Einrichtungskonzept Sky Interior ab Werk in Seattle.[11] Am 25. Mai 2011 übernahm TUIfly die zweite Boeing 737-800 mit dem neuen Interieur. Bis April 2015 folgten noch zehn weitere, so dass TUIfly nun zwölf 737-800 mit Sky Interior besitzt.

Im Januar 2014 wurde bekannt gegeben, dass TUIfly die markante gelbe Lackierung ihrer Flugzeuge ersetzen wird. Im Zuge der Umstellung auf ein konzernweites, neues Corporate Design werden ab Februar 2014 alle Flugzeuge sukzessive mit der neuen blau-weißen Farbgebung versehen, die beispielsweise bereits bei der Schwestergesellschaft Jetairfly eingeführt wurde.[12] Das erste Flugzeug in der neuen blauen Lackierung traf am 17. Februar 2014 nach einem Nonstop-Flug von Boeing aus Seattle in Hannover ein.[13]

Wie im Mai 2015 bekannt wurde, sollen in Zukunft alle Fluggesellschaften des Konzernverbundes (bis auf Corsair International, welche verkauft werden soll) unter dem neuen Einheitsnamen Tui auftreten. Die Änderung erfolgte einerseits aus Marketingüberlegungen, andererseits lassen sich Personal und Flugzeuge so einfach innerhalb des ganzen Konzernverbundes einsetzten.[14]

Geschäftsmodell[Bearbeiten]

Vermarktung[Bearbeiten]

Zwei Boeing 737-800 der TUIfly auf dem Flughafen München

Der Großteil der Sitzplätze wird von TUI und Fremdveranstaltern für Pauschalreisen genutzt. Dennoch verzichtet TUIfly nicht auf den Einzelplatzverkauf. Für den Verkauf der einzelnen Flugtickets wird hauptsächlich das TUIfly-Flugportal benutzt, deshalb wird in der Wortbildmarke und bei der Außendarstellung immer noch häufig die Top-Level-Domain „.com“ hinter den Namen gesetzt und somit stets die Webpräsenz TUIfly.com angegeben. Im Rahmen der Übernahme der TUIfly-Städteverbindungen durch Air Berlin wurde auch eine Neuausrichtung des Internet-Portals tuifly.com vorgenommen. Seitdem werden über das Portal nicht mehr nur eigene Flüge vertrieben, sondern auch Flüge weiterer Fluggesellschaften.

Wie andere Fluggesellschaften bietet TUIfly für ausgewählte Flüge und zu bestimmten Zeiten besonders günstige Flugtickets an (mit beschränktem Kontingent). Die Sitzplätze werden jedoch fest zugewiesen; sie können auch bei der Buchung bis 48 Stunden vorher gegen eine zusätzliche Gebühr reserviert werden, für Inhaber der TUI-Card ist dies kostenlos.

Flugbetrieb[Bearbeiten]

Seit der Abgabe der Städteverbindungen an Air Berlin im Oktober 2009 versteht sich TUIfly als klassischer Ferienflieger für Kurz-, Mittel- und Langstreckenflüge. Üblicherweise werden fast ausschließlich einzelne Non-Stop-Flüge angeboten – eine Ausnahme bilden hier die Flüge auf die Kapverden, die über das Drehkreuz Las Palmas durchgeführt werden; daher existiert bei TUIfly kein größeres Drehkreuz. Ferner ist TUIfly kein Mitglied einer Luftfahrtallianz. In einigen Fällen mit dem Zielort Las Palmas ist jedoch eine kombinierte Buchung mit passendem Anschlussflug möglich, der durch die Partner-Fluggesellschaft Binter Canarias durchgeführt wird.

Um eine gute Auslastung der Flugzeuge zu erreichen, führt TUIfly nachts im Auftrag der Deutschen Post AG innerdeutsche Flüge zum Transport von Luftpost durch. Diese Flüge wurden zum 1. Juli 2009 aufgrund von Sparmaßnahmen der Post eingestellt, aber nur ein halbes Jahr später wieder aufgenommen.[15]

Eine Besonderheit der Hapag-Lloyd waren deren Kreuzflüge. Hierfür wurden aus einer Boeing 737 Sitzreihen entfernt, um den Passagieren erhöhten Komfort anbieten zu können. 2007 griff die Hapag-Lloyd Kreuzfahrten GmbH, ebenfalls eine Tochterfirma der TUI, hierzu auf Maschinen der PrivatAir zurück,[16] seit 2008 werden diese Flüge wieder von TUIfly durchgeführt.

Service[Bearbeiten]

Kabine einer Boeing 737 der TUIfly

Ab 30 Tage vor Abflug ist der Check-in über das Internet möglich. Der Passagier sucht sich hier seinen Sitzplatz selbst aus und druckt sich die Bordkarte aus, Gepäck wird an einem speziell eingerichteten Schalter aufgegeben.

Es wird in allen Flugzeugen lediglich eine Beförderungsklasse angeboten, die Economy-Klasse. Der Sitzabstand beträgt hier durchschnittlich etwa 74 cm. Gegen eine zusätzliche Gebühr ist die Reservierung einzelner Sitze mit 96 cm Sitzabstand möglich.[17]

Im September 2013 kündigte TUIfly an, je nach Buchungsweg zukünftig Verpflegung an Bord teilweise nur noch gegen Extragebühr anzubieten. Ebenso wurde für bestimmte Tickets die Menge an Freigepäck reduziert.[18] Seit dem 1. Januar 2014 sind an Bord keine Fremd-Zeitschriften und -Magazine, Decken und Kissen erhältlich. Auch das Bord-Unterhaltungsprogramm wurde eingestellt.

Vielfliegerprogramm[Bearbeiten]

Bis zum 24. Oktober 2009 führte TUIfly das Vielfliegerprogramm bluemiles der Hapag-Lloyd Flug fort. Auf allen Flügen ließen sich Punkte („Meilen“) sammeln, die schließlich ab einer gewissen Menge in einen Freiflug umgewandelt werden konnten. Dieses Programm wurde mit der Abgabe der Städteziele an Air Berlin durch ein neues Programm namens FriendChips ersetzt.[19] Das neue Programm ist kein klassisches Vielfliegerprogramm mehr, sondern ein Kundenbindungsprogramm, bei dem die Teilnehmer sich durch das Sammeln von Punkten beim Online-Shopping einen Rabatt für den nächsten Flug ansparen können. Das Vielfliegerprogramm wurde zum 31. Oktober 2012 eingestellt.[20]

Flugziele[Bearbeiten]

TUIfly bedient von Deutschland und der Schweiz aus Flüge zu touristischen Zielen in Europa (Griechenland, Portugal und Spanien), Nordafrika (Ägypten und Tunesien), Westafrika Kapverdische Inseln, die europäischen Atlantikinseln Madeira und die Kanarischen Inseln sowie Vorderasien (Türkei).

Ab dem Winterflugplan 2013/14 wird TUIfly auch wie schon ihre Vorgängerinnen wieder ins Langstreckengeschäft einsteigen. Ab Hamburg sollen jeweils zwei Mal pro Woche die Ziele Punta Cana und Cancún sowie im wöchentlichen Wechsel auch Barbados und La Romana angeflogen werden. Diese Flüge werden mangels eigener Langstreckenmaschinen mit Boeing 767 durch die niederländische Schwestergesellschaft Arke durchgeführt.[21] Ab dem Winterflugplan 2014/15 wird die Langstreckenmaschine Boeing 767-300ER von der britischen Schwestergesellschaft Thomson Airways gestellt.[22] Diese Boeing 767 weist mit einer Sitzanordnung 2-4-2 gegenüber der von Arke gestellten Maschine eine ziemlich enge Bestuhlung auf. Dafür gibt es erstmals ein Rear Seat Entertainment.

Flugnummern und Rufzeichen[Bearbeiten]

Je nachdem, ob der Flug von Hapag-Lloyd Express (mit X3-Flugnummer) oder von Hapag-Lloyd Flug (mit HF-Flugnummer) durchgeführt wurde, erhielt bis September 2010 das Flugzeug im Flugfunk das Rufzeichen YELLOW CAB oder HAPAG LLOYD.

Seit 2010 ist TUIfly rechtlich eine eigenständige Fluggesellschaft und wird seitdem auch bei der IATA und bei der ICAO als solche geführt. Im Zuge der Vereinheitlichung wurde zum 1. Oktober 2010 der ICAO-Code HLX in TUI geändert sowie das Rufzeichen von Yellow Cab in TUIjet. Der IATA-Code X3 wurde behalten. Die Flüge nach Boa Vista und Sal verloren das alte HLF-Callsign bereits am 24. September 2010.

Flotte[Bearbeiten]

Boeing 737-700 der TUIfly

Mit Stand Juni 2015 besteht die Flotte der TUIfly aus 40 Flugzeugen[23] mit einem Durchschnittsalter von 7,3 Jahren[24]:

Flugzeugtyp aktiv bestellt Anmerkungen Sitzplätze
Boeing 737-700 06 mit Winglets ausgestattet; betrieben für Air Berlin 148
Boeing 737-800 34 alle mit Winglets ausgestattet, davon 10 mit Split-Scimitar Winglets; 8 betrieben für Air Berlin 189
Gesamt 40


In der Vergangenheit waren unter anderem BAC 1-11, Airbus A300, A310-200, A310-300, Boeing 727-100, 727-200, 737-200, 737-400 und 737-500 im Dienst der Hapag-Lloyd Flug.

Sonderlackierungen[Bearbeiten]

TUIfly versieht häufig Flugzeuge aus ihrer Flotte mit großflächigen Werbe- oder anderweitigen Sonderlackierungen:

Aktuelle Sonderlackierungen:[25]

Flugzeug Anmerkungen Bild
Boeing 737-800 D-AHLK und D-ATUF Seit Mitte November 2008 tragen beide 737-800 das Corporate Design der Hapag-Lloyd Kreuzfahrten, für die sie weltweite Kreuzflüge durchführen. Im Jahr 2014 wurde die D-AHLK umlackiert und trägt nun den Schriftzug Albert Ballin. Beide sind mit Split-Scimitar Winglets ausgestattet. D-ATUF B737-8K5W TUIfly-Hapag retro PMI 26SEP10 (6341092368).jpg
Boeing 737-800 D-ATUD Am 31. Januar 2010 wurde in Maastricht die zweite Haribo-Sonderlackierung vorgestellt. Die Boeing 737-800 trägt den Namen "HaribAir". Im Mai 2014 wurde die Maschine mit den neuen Split-Scimitar Winglets ausgestattet. D-ATUD (14458719886).jpg
Boeing 737-800 D-AHFZ Im Juni 2012 wurde die 737-800, die vorher als GlücksbringAIR flog, mit Werbung für Cewe Fotobuch versehen und trägt den Namen Cewe Air. TuiFly B737-800 Mein Gewe Fotobuch D-AHFZ.jpg
Boeing 737-800 D-ATUJ Im April 2015 wurde die Boeing 737-800 als weiterer Werbeträger für Haribo vorgestellt. Sie trägt den Namen Paradiesvogel. TUIfly Haribo Tropifrutti logojet at Hamburg Airport.jpg

Ehemalige Sonderlackierungen:

Flugzeug Anmerkungen Bild
Boeing 737-800 D-AHFY Vom 26. Januar 2009 bis zum Februar 2010 warb die 737-800 für Kärnten.[26] Boeing 737-8K5, TUIfly JP6592037.jpg
Boeing 737-800 D-AHFM Ende 2008 wurde die 737-800 mit einer blauen Sonderlackierung für Haribo versehen und auf den Namen GoldbAIR getauft. Im Januar 2014 wurde diese Lackierung wieder entfernt. Das Flugzeug ist nun neutral weiß und fliegt für Jet2.com.[27] D-AHFM 4 B738-8K5W TUIfly-Haribo LPA 28JAN09 (3236668162).jpg
Boeing 737-800 D-AHFZ Am 23. November 2009 wurde die 737-800 in den Farben der ARD-Fernsehlotterie „Ein Platz an der Sonne“ vorgestellt und GlücksbringAIR genannt.[28] D-AHFZ B737-8K5W TUIfly(spl c-s) PMI 27MAY12 (7281502180).jpg
Boeing 737-800 D-AHFB Am 18. Februar 2010 wurde ein weiterer Logojet präsentiert. Die 737-800 SharanAIR warb für den damals neuen VW Sharan.[29] Im Jahr 2011 wurde das Flugzeug an Jet2.com verkauft.[30] D-AHFB 2 B737-8K5W TUIfly-VW PMI 20MAY10 (6335332753).jpg
Boeing 737-800 D-ATUC Eine Boeing 737-800 erhielt Ende Januar 2011 die Lackierung eines Zuges der DB Regio, ihr Name lautete DB Air two. Zusammen mit der DB Air one bewarb sie den Bahnzubringer zu Linien- und Charterflügen names Rail&Fly.[31] Boeing 737-800 TUIfly D-ATUC (DB Air Two livery) (HLX - HLF) - MSN 34684 1870 (8016580529).jpg
Boeing 737-800 D-AHFR Im April 2012 wurde eine weitere 737-800 mit einer Sonderlackierung vorgestellt. Sie wurde mit Werbung für Bärenmarke versehen und trägt den Namen Übärflieger. Ende 2013 wurde D-AHFR jedoch weiß lackiert und flog fortan lediglich mit roten Titeln für TUIfly. Im Januar 2015 wurde sie an Jet2.com verkauft. D-AHFR 4 B737-8K5W TUIfly(Baren Marke) FRA 30JUN13 (9198755811).jpg
Boeing 737-800 D-ATUE Am 20. Januar 2011 wurde das erste von zwei Flugzeugen mit einer Sonderlackierung für die Deutsche Bahn versehen. Die 737-800 wurde am 7. Februar 2011 auf dem Flughafen Köln/Bonn auf den Namen DB Air one getauft und trägt die Farben des Hochgeschwindigkeitszuges ICE.[32] Im November 2014 erhielt diese Maschine das neue Design von TUIfly. D-ATUE B737-8K5W TUIfly(DB Ice) PMI 31MAY12 (7309925866).jpg
Boeing 737-300 D-AGEE und D-AGEJ Bis April 2010 besaß TUIfly drei Boeing 737-300, von denen zwei als Logojet für den Flughafen Leipzig/Halle warben. Zudem waren die Leitwerke dieser Flugzeuge mit den Gesichtern Johann Sebastian Bachs und Georg Friedrich Händels versehen. Die Barock-Komponisten sollen als Repräsentanten für die Region um die Städte Leipzig und Halle an der Saale, in der sie lebten und wirkten, dienen.[33] D-AGEE B737-35B hlx.com(Leipzig) LPA 04FEB09 (3254434488).jpg

Zwischenfälle[Bearbeiten]

TUIfly und ihre Vorgängergesellschaften verzeichneten in ihrer Geschichte keine Unfälle mit Todesopfern, jedoch einen Flugzeugverlust:

  • Am 12. Juli 2000 musste Hapag-Lloyd-Flug 3378, ein Airbus A310-300, auf dem Weg von Kreta nach Hannover in Wien notlanden, nachdem sich ein Fahrwerk nicht einfahren ließ und infolgedessen der Treibstoffverbrauch aufgrund der massiv schlechteren Aerodynamik stark anstieg. Bei der Notlandung mit zwischenzeitlich mangels Kerosin ausgefallenen Triebwerken wurde die Maschine schwer beschädigt und daher anschließend verschrottet.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: TUIfly – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: TUIfly – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Neuer Vorsitzender der TUIfly Geschäftsführung. Abgerufen am 31. Dezember 2014.
  2. TUIfly-Mitarbeiter erkaufen sich Zeit. Mehr Investitionen durch Nullrunden? – Handelsblatt Nr. 101 vom 27. Mai 2014, S. 25
  3. focus.de: Nicht nur Alltours mag die Airline nicht, 19. Februar 2007.
  4. Tagesschau – Reiseveranstalter wollen nicht mit „TUIfly“ fliegen@1 @2 Vorlage:Toter Link/www.tagesschau.de → Erläuterung
  5. Air Berlin und TUIfly – ein unglaubliches Tohuwabohu. Abgerufen am 31. Dezember 2014.
  6. Air Berlin und Tui einig über Tuifly. Archiviert vom Original am 4. März 2009, abgerufen am 31. Dezember 2014.
  7. Air Berlin darf City-Strecken von TUIfly übernehmen. Archiviert vom Original am 12. September 2009, abgerufen am 31. Dezember 2014.
  8. HandelsblattHunold nimmt Tuifly an Bord, 18. März 2009 abgerufen am 31. Dezember 2014
  9. Tagesschau – http://www.tagesschau.de/wirtschaft/airberlin108.html@1 @2 Vorlage:Toter Link/www.tagesschau.de → Erläuterung
  10. Tagesschau – http://www.tagesschau.de/wirtschaft/airberlintui100.html@1 @2 Vorlage:Toter Link/www.tagesschau.de → Erläuterung
  11. aero.de – TUIfly erhält erste B738 mit Sky Interior-Kabine, 14. Dezember 2010 abgerufen am 25. Mai 2015
  12. airliners.de – TUIfly wechselt Flugzeug-Farbe von Kanariengelb auf Blau abgerufen am 22. Januar 2014.
  13. airliners.de – TUIfly erhält erste Boeing 737 im neuen Design abgerufen am 17. Februar 2014.
  14. aerotelegraph.com – Warum Tui künftig mit Tui fliegt, abgerufen am 21. Mai 2015.
  15. newsclick.de – Montags weniger Post im Briefkasten
  16. reisentip.com – Kreuzflug der Hapag Lloyd abgerufen am 8. Oktober 2006.
  17. tuifly.com – Zahlen, Daten, Fakten – Produkt
  18. Der SpiegelPlatzreservierung und Speisen: Lufthansa und TUIfly führen neue Gebühren ein abgerufen am 6. September 2013
  19. tuifly.com – FriendChips
  20. vielfliegertreff.de – TUI Frienchip Programm wird eingestellt
  21. aero.de – Tui bietet ab Winter Direktflüge von Hamburg in die Karibik abgerufen am 18. März 2013
  22. TUI: tui.com – TUIfly Langstrecke operated by Thomson Airways abgerufen am 14. Dezember 2014
  23. ch-aviationTUIfly (englisch) abgerufen am 10. Juni 2015
  24. airfleets.net – Fleet age TUIfly (englisch) abgerufen am 25. Mai 2015
  25. planespotters.net - TUIfly Fleet Details and History (englisch) abgerufen am 25. Mai 2015.
  26. planespotters.net – Informationen über die 737-800 mit dem Luftfahrzeugkennzeichen G-JZHA (englisch) abgerufen am 25. Mai 2015
  27. planepictures.net – Weiße Ex-GoldbAIR
  28. tuifly.com – ARD-Fernsehlotterie ”Ein Platz an der Sonne“ tauft Flugzeug „GlücksbringAIR“ // TUIfly und ARD Fernsehlotterie kooperieren abgerufen am 23. November 2009
  29. skyliner-aviation.de – Bild der D-AHFB mit VW-Sharan-Werbung
  30. planespotters.net – Informationen über die 737-800 mit dem Luftfahrzeugkennzeichen G-GDFD (englisch) abgerufen am 25. Mai 2015
  31. planespotters.net – Informationen über die 737-800 mit dem Luftfahrzeugkennzeichen D-ATUC (englisch) abgerufen am 25. Mai 2015
  32. planespotters.net – Informationen über die 737-800 mit dem Luftfahrzeugkennzeichen D-ATUE (englisch) abgerufen am 25. Mai 2015
  33. Flughafen Leipzig/Halle – Flugzeug wirbt europaweit für Sachsen und Sachsen-Anhalt Pressemitteilung Nr. 3 vom 19. Februar 2007