Harald Eia

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Harald Eia

Harald Meldal Eia (* 9. Februar 1966 in Bærum) ist ein norwegischer Soziologe und Unterhaltungskünstler.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zusammen mit Bård Tufte Johansen ist er Autor von mehreren erfolgreichen Comedy TV-Serien des Norwegischen Rundfunks, wie Lille Lørdag (1995), Åpen Beitrag (1998–2002), Uti vår hage (2003), Team Antonsen (2004), Tre Brødre som ikke er Brødre (2005), Uti vår hage 2 (2008) und Storbynatt, sowie der Radio-Comedy-Shows Herreavdelingen (1997) und Tazte priv (2004–2005). Er spielte beliebte Charaktere wie Lena (eine Parodie auf den Charakter von Doden på Oslo S) und Oslolosen. Außerdem ist er auch als Stand-up Comedian und im Theatersport zu sehen und hatte Nebenrollen in norwegischen Filmen wie Detektor (2000) und United (2003).[1]

Eia studierte 1992 Soziologie an der Universität von Oslo und graduierte mit der These Lidende ledere og kompetente kalkulatører. Næringslivsfolks symbolske kamper.

Hjernevask (deutsch: Gehirnwäsche)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2010 stellte Eia eine siebenteilige Fernsehreportage namens Hjernevask (dt. Gehirnwäsche) vor, in der er das unter norwegischen Intellektuellen verbreitete Modell eines kulturell festgelegten menschlichen Verhaltens - bekannt unter dem Fachbegriff Soziales Geschlecht (Gender) - einem Modell der naturbedingten, angeborenen sozialen Interaktion entgegenstellte. Unterhaltsam kritisierte er norwegische Sozialwissenschaftler als eingeschränkt, voreingenommen und ideologisiert, weil sie Babys als unbeschriebene Blätter anschauen und genetisch bedingte Unterschiede von Mann und Frau ignorieren würden. Politisch korrekt werde das soziale Geschlecht und Gleichstellung auf Kosten des biologischen Geschlechts hervorgestrichen und gefördert.[2][3][4][5]

Für diese Dokumentationsserie wurde er 2010 mit dem Fritt-Ord-Ehrenpreis für herausragende journalistische Arbeit ausgezeichnet.[6]

Auftritte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fernsehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Bemerkung
1991 U
1995–1996 Lille lørdag mit Bård Tufte Johansen
1998–2002 Åpen post mit Bård Tufte Johansen
2003 Uti vår hage mit Bård Tufte Johansen und Atle Antonsen
2004 Team Antonsen mit Bård Tufte Johansen, Atle Antonsen und Kristopher Schau
2005 Tre brødre som ikke er brødre mit Bård Tufte Johansen und Atle Antonsen
2008 Uti vår hage 2 mit Bård Tufte Johansen und Atle Antonsen
2010 Hjernevask Dokumentarserie
2010 Storbynatt mit Bård Tufte Johansen
2012 Brille mit Bård Tufte Johansen

Film[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Rolle
1993 Secondløitnanten
1996 Jakten på nyresteinen Tåretankoperatøren
2000 Detektor Ronny
2003 United Salomonsen

Radio[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Bemerkung
1997 Herreavdelingen mit Bård Tufte Johansen
2004–2005 Tazte priv mit Bård Tufte Johansen

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Harald Eia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Harald Eia. In: Petter Henriksen (Hrsg.): Store norske leksikon. Kunnskapsforlaget, Oslo 2007 (norwegisch, online [abgerufen am 3. September 2012]).
  2. Harald Eia gegen den Gender-Mainstream „Das wurde hässlicher, als ich gedacht habe.“ Alles tatsächlich nur Erziehung? Der norwegische Soziologe und Komiker Harald Eia hat das Gender-Mainstreaming in Frage gestellt, Interview, FAZ, Frankfurt 29. Juli 2012
  3. Eine Bilanz von Harald Eia: Soziale Wünsche ersetzen kein Testosteron. Die völlige Gleichheit von Mann und Frau funktioniert nur, wenn man die Biologie ignoriert. Diese Art Gehirnwäsche schadet letztlich den Frauen, Focus, 5. November 2012
  4. Ein Affront für die Genderforscher. Ein norwegischer Clown hinterfragte die gängige Vorstellung von Gleichstellung. Und förderte Erstaunliches zutage, Kurier, Wien 1. Oktober 2012
  5. http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/gender-debatte-tv-bericht-biologen-widersprechen-gender-theorie/8309672.html TV-Bericht: Biologen widersprechen Gender-Theorie. In der gegenwärtigen Gender-Debatte gibt es großen Streit, ob geschlechtsspezifisches Verhalten biologisch oder kulturell bedingt ist. Sehen Sie hier einen TV-Bericht über die Gender-Theorie, der dazu führte, dass Norwegen dem staatlichen Gender-Institut die Mittel kürzte, Tagesspiegel, 6. Juni 2013
  6. Harald Eia, Dag Hessen and Bjørn Vassnes receive the Fritt Ord Foundation Tribute. The Fritt Ord Foundation, 8. Dezember 2010, abgerufen am 5. September 2012 (englisch).