Harald Mahrer

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Harald Mahrer (2014)

Harald Mahrer (* 27. März 1973 in Wien) ist ein österreichischer Politiker (ÖVP), Unternehmer und Publizist. Vom 17. Mai 2017 bis zum 18. Dezember 2017 war er Bundesminister für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft. Von 2014 bis 2017 war Mahrer unter Reinhold Mitterlehner Staatssekretär im selben Ministerium.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Matura am Realgymnasium Wien-Krottenbachstraße studierte Harald Mahrer von 1991 bis 1998 Betriebswirtschaftslehre an der Wirtschaftsuniversität Wien (WU Wien). Anschließend arbeitete er als Assistent des Rektors und als Forschungsassistent am Institut für Informationswirtschaft der WU Wien. Im Jahr 2000 promovierte er zum Doktor der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften.[1]

Während des Studiums war er in der Studentenpolitik tätig, Mitglied der Aktionsgemeinschaft und 1995 deren geschäftsführender Bundesobmann. Von 1995 bis 1997 war er ÖH-Vorsitzender an der WU Wien.

Im Jahr 2000 gründete er das Forschungs- und Beratungsunternehmen legend Consulting. Von 2006 bis Ende 2010 war er Geschäftsführender Gesellschafter der PR-Agentur Pleon Publico, die während seiner Zeit als Geschäftsführer auch einen Auftrag der Hypo Alpe Adria für PR-Aktivitäten bekam um für Bankmanager Wolfgang Kulterer und gegen die Finanzmarktaufsicht (FMA) tätig zu werden.[2] Von 2011 bis 2013 war er Co-Leiter des Strategieberatungsunternehmens cumclave. Mahrer war Mitglied im E-Government Board und absolvierte den 6. Strategischen Führungslehrgang der Österreichischen Bundesregierung, gründete den Think Tank demokratie.morgen, das Metis Institut für ökonomische und politische Forschung und 2014 den Verband der Gemeinnützigen Stiftungen. Von Oktober 2011 bis September 2015 war er Präsident der Julius Raab Stiftung. Mit der Übernahme der Präsidentschaft der politischen Akademie der ÖVP durch Sebastian Kurz im September 2015 wurde Mahrer dort einer der Vizepräsidenten.

Als nach dem Rücktritt Michael Spindeleggers im August 2014 Wirtschafts- und Forschungsminister Reinhold Mitterlehner das Amt des Vizekanzlers in der Bundesregierung Faymann II und die Funktion des ÖVP-Parteiobmannes antrat, wurde in seinem Ministerium ein neues Staatssekretariat eingerichtet, das Mahrer übernahm. Nach Mitterlehners Rücktritt im Mai 2017 wurde er dessen Nachfolger als Minister in der Bundesregierung Kern, das Staatssekretariat wurde aufgelöst.

Im November 2017 wurde Mahrer vom Wirtschaftsbund-Präsidium zum Präsidenten des Österreichischen Wirtschaftsbundes gekürt. Im Dezember 2017 fand eine außerordentliche Generalversammlung dazu statt, bei der er mit rund 95 Prozent der Stimmen zum Präsidenten des Österreichischen Wirtschaftsbundes gewählt wurde.[3][4][5]

Privatleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Harald Mahrer ist mit der Unternehmerin Andrea Elisabeth Samonigg-Mahrer verheiratet. Er lebt in Wien und Spittal an der Drau.

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Webpräsenz der ÖVP: Dr. Harald Mahrer, Abgerufen am 1. September 2014.
  2. Der Standard: Kampagne gegen FMA: Staatssekretär Mahrer war involviert, Abgerufen am 11. Jänner 2016.
  3. Harald Mahrer wird neuer Wirtschaftskammer-Präsident. In: Die Presse. 2. November 2017; abgerufen am 2. November 2017.
  4. Mahrer folgt Leitl als Wirtschaftskam­mer-Präsident. In: Kurier. 2. November 2017; abgerufen am 2. November 2017.
  5. orf.at: Mahrer zum neuen Wirtschaftsbund-Chef gewählt. Artikel vom 18. Dezember 2017, abgerufen am 18. Dezember 2017.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Harald Mahrer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien