Harald Terpe

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Harald Terpe (2014)

Frank Harald Terpe (* 17. Juli 1954 in Greifswald) ist ein deutscher Pathologe und Politiker (Bündnis 90/Die Grünen, bis November 2006 parteilos).

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Harald Terpe ist der Sohn des Mathematikers und SPD-Politikers Frank Terpe. Nach dem Abitur 1973 leistete Harald Terpe den Wehrdienst bei der Nationalen Volksarmee. 1976 begann er an der Universität Rostock ein Studium der Medizin, das er 1982 als Diplom-Mediziner mit dem Staatsexamen beendete. Anschließend absolvierte er am Universitätsklinikum Rostock eine Ausbildung zum Facharzt für Pathologie, die er 1987 abschloss. Im selben Jahr erfolgte hier seine Promotion zum Dr. med.[1] Von 1998 bis zu seinem Einzug in den Deutschen Bundestag 2005 war Terpe als Oberarzt am Institut für Pathologie der Universität Rostock tätig.

Als Witwer heiratete Terpe zum zweiten Mal. Er hat zwei Töchter und vier Söhne.[2][3]

Ärztekammer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Kammerversammlung der Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern vertritt Terpe den Wahlkreis Rostock.[4] Er sitzt im Krankenhausausschuss und im Vorstand der Ärztekammer.[5][6]

Politik für Rostock[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Zeit der Wende und friedlichen Revolution in der DDR wurde Terpe 1989 Mitglied des Neuen Forums. Wie schon von 1990 bis 1994 gehört Terpe seit 1999 für die Wählergemeinschaft Bündnis 90 der Bürgerschaft der Stadt Rostock an. Er war 2002 Kandidat der Wählergemeinschaft Bündnis 90 für die erste Direktwahl des Oberbürgermeisters von Rostock und erreichte mit 19,2 % den 3. Platz.[7] Bei der Kommunalwahl 2004 zog er auf der Liste der Wählergemeinschaft Bündnis 90, die 10,6 % erreichte, in die Bürgerschaft Rostocks ein.[8] Seit 2006 ist er Mitglied von Bündnis 90/Die Grünen.

Bundestag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über die Landesliste von Bündnis 90/Die Grünen Mecklenburg-Vorpommern wurde Terpe bei der Bundestagswahl 2005 als Landesspitzenkandidat Mitglied des Deutschen Bundestages. Seitdem war er Sprecher seiner Fraktion für Drogen- und Suchtpolitik, ordentliches Mitglied und Obmann seiner Fraktion im Ausschuss für Gesundheit, stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. In der 18. Legislaturperiode war er stellvertretendes Mitglied im Sportausschuss des Deutschen Bundestages[9] sowie im Unterausschuss Gesundheit in Entwicklungsländern. Bei der Bundestagswahl 2009 und der Bundestagswahl 2013 wurde er wiedergewählt. Nach der Bundestagswahl 2017 löste ihn Claudia Müller ab.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Harald Terpe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dissertation: Renale kompensatorische Adaptation und tierexperimentelle Untersuchungen zur Modulation der tuberkulosesekretorischen Fremdstoffelimination unter pharmakologischer Beeinflussung der renalen Natriumbehandlung.
  2. Webseite von Terpe@1@2Vorlage:Toter Link/www.harald-terpe.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  3. Webseite der Grünen Bundestagsfraktion
  4. Ärzteblatt Mecklenburg-Vorpommern (Memento vom 7. Januar 2014 im Internet Archive)
  5. Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern (2006)
  6. Krankenhausausschuss der Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern
  7. Rostocker Informationen zu Politik und Verwaltung Heft 22 (Memento des Originals vom 16. Januar 2014 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.wiwi.uni-rostock.de (PDF; 644 kB)
  8. Übersicht auf Rostock.de
  9. Mitglieder Sportausschuss - 18. Bundestag (Memento des Originals vom 27. September 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bundestag.de Bundestag online, abgerufen am 20. September 2014