Harald Wohlfahrt

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Harald Wohlfahrt (* 7. November 1955 in Loffenau) ist ein deutscher Koch.

Biographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wohlfahrt absolvierte von 1970 bis 1973 seine Kochlehre in Mönchs Waldhotel in Dobel. Von 1974 bis 1976 arbeitete er als Commis bei Willi Schwank im damaligen Zwei-Sterne-Restaurant Stahlbad in Baden-Baden, 1977 im Tantris bei Eckart Witzigmann in München. 1978 wurde er Souschef in der Schwarzwaldstube von Wolfgang Staudenmaier im Hotel Traube in Baiersbronn-Tonbach. 1980 besuchte er die Meisterschule in Baden-Baden und machte ein Praktikum bei Alain Chapel in Mionnay.

Seit Herbst 1980 ist Wohlfahrt Küchenchef im Restaurant Schwarzwaldstube im Hotel Traube Tonbach in Baiersbronn-Tonbach. Seit 1992 (Ausgabe 1993) wird die Schwarzwaldstube vom Guide Michelin mit drei Sternen ausgezeichnet.

Bewertungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1991 ernannte ihn der Gault-Millau zum „Koch des Jahres“.

In den Ausgaben von 1993 bis 2015[1] wurde Wohlfahrts Restaurant 23-mal mit drei Michelin-Sternen ausgezeichnet, öfter als jeder andere deutsche Koch.[2]

Seit 2005 verleiht ihm der Gault-Millau die höchste im deutschsprachigen Raum vergebene Note (19,5 von 20 möglichen Punkten).

Der Feinschmecker bewertet die Schwarzwaldstube mit 5 von 5 F, der Schlemmer Atlas vergibt 5 von 5 Kochlöffeln. Im Hornstein-Ranking belegt er den 1. Rang. 1994 wählte die New York Times Wohlfahrt unter die zehn besten Köche der Welt.[3]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2002 wurde Wohlfahrt die Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg verliehen, 2003 erhielt er die Verdienstmedaille des Tourismusverbandes Baden-Württemberg, 2004 bekam er das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen. 2005 wurde er „für die Förderung der kulinarischen Hochkultur in Deutschland und für eine außergewöhnliche Lebensleistung“ mit dem l’Art de Vivre Ehrenpreis geehrt, mit dem bislang außer ihm nur noch Eckart Witzigmann und Martin Öxle ausgezeichnet wurden.[4] 2008 wurde ihm der internationale Eckart-Witzigmann-Preis in der Sparte „Große Kochkunst“ überreicht.

Space Food[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2010 entwickelte Wohlfahrt Feinkost aus der Dose für Astronauten für die Europäische Raumfahrtbehörde ESA.[5] Auch für den Astronauten Alexander Gerst und seine Mission im Jahr 2014 kochte Wohlfahrt Schwarzwälder Spezialitäten als Bonusgerichte.[6]

Soziales Engagement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Harald Wohlfahrt unterstützt seit vielen Jahren die Nachsorgeklinik Tannheim bei Villingen-Schwenningen.[7] Seit 2010 ist er außerdem im Kuratorium der Deutschen Kinderkrebsnachsorge - Stiftung für das chronisch kranke Kind, die sich für Familien mit schwerkranken Kindern einsetzt.

Ehemalige Schüler von Wohlfahrt (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Insgesamt wurden die Restaurants von Wohlfahrts Schülern mit über 60 Sternen ausgezeichnet.[8]

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Artikel

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. restaurant.michelin.de: Schwarzwaldstube
  2. restaurant-ranglisten.de: Guide Michelin Deutschland 2015 - Pressemitteilung
  3. Großer Koch an großem Kochtopf. In: Frankfurter Allgemeine, 1. November 2013. Abgerufen am 1. November 2013.
  4. Der l'Art de Vivre Ehrenpreis. Abgerufen am 10. Juli 2010.
  5. gesund-magazin.de: Astronautennahrung: Gourmetküche im All
  6. Spätzle im Weltall - traube-tonbach.de: Harald Wohlfahrt kocht Space Food für die ESA
  7. suedkurier.de: Sterne-Köche für Tannheim
  8. Restaurant-ranglisten.de: Schwarzwaldstube - Küche als Kaderschmiede