Harald Wust

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Harald Wust (* 14. Januar 1921 in Kiel; † 2. Oktober 2010 in Bonn[1]) war ein deutscher Offizier, zuletzt im Range eines Generals. 1975/76 war er Stellvertreter des Generalinspekteurs und von 1976 bis 1978 als erster Luftwaffenoffizier Generalinspekteur der Bundeswehr.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zweiten Weltkrieg war Harald Wust Soldat bei der Luftnachrichtentruppe. Er wurde 1941 Leutnant und kämpfte später als Oberleutnant und Kompaniechef an der Ostfront. 1945 geriet er in sowjetische Kriegsgefangenschaft.

Nach seiner Heimkehr aus der Kriegsgefangenschaft studierte Wust Sozialpädagogik, arbeitete bei einer Behörde in Eutin und wurde Kinderbuchautor.

1956 trat er als Hauptmann in die neu geschaffene Luftwaffe der Bundeswehr ein und besuchte von 1958 bis 1959 den ersten Generalstabslehrgang der Luftwaffe. Nach dem Abschluss dieses Lehrgangs, den er als Lehrgangsbester absolvierte, durchlief er verschiedene Verwendungen in Stäben und an Schulen. Von 1975 bis 1976 war er Stellvertreter des Generalinspekteurs der Bundeswehr.

Seit 30. November 1976 war Wust im Dienstgrad eines Generals als erster Luftwaffenoffizier Generalinspekteur der Bundeswehr. Nach verschiedenen internen Querelen mit Beamten und Offizieren des Verteidigungsministeriums und öffentlichen Angriffen im Zusammenhang mit einer Spionageaffäre trat er 1978 vorzeitig von seinem Amt zurück und ließ sich in den Ruhestand versetzen.[2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Anzeige in der FAZ, 6. Oktober 2010
  2. Nur ein Fall Wust. In: Die Zeit, Nr. 49/1978