Hardap

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Flag of Namibia.svg

Details

Wappen Hardap-Region.png

Details

Region

Hardap

Basisdaten
Regionshauptstadt Mariental (Namibia)
Größte Stadt Rehoboth
Motto Unity, Prosperity, Humanity
ISO 3166-2 NA-HA
Webseite www.hardaprc.gov.na
Karte der Region in Namibia
Südafrika Simbabwe Angola Sambia Botswana Kavango-West Kavango-Ost Ohangwena Sambesi Oshana Omusati Oshikoto Kunene Erongo Omaheke Otjozondjupa Khomas Hardap KarasKarte Hardap in Namibia
Über dieses Bild
Einwohner und Geographie
Einwohnerzahl 79.507 (2011)[1]
Einwohnerdichte 0,58 je km²
Sprachen Afrikaans, Deutsch, Englisch, Khoekhoegowab
Geographische Koordinaten 24° 34′ S, 17° 58′ OKoordinaten: 24° 34′ S, 17° 58′ O
Fläche 109.888 km²
Höchster Punkt 1.976 m (Losberg)
Politik und Verwaltung
Regierende Partei SWAPO
Gouverneur/in Esme Isaack
Sitzverteilung im Regionalrat SWAPO 7, UPM 1
Wahlkreise 8
Letzte Wahl 2015
Nächste Wahl 2020

Hardap ist eine der 14 Regionen von Namibia. Der Name der Region stammt vom Hardap-Damm, dem (Stand Juni 2016) größten Staudamm in Namibia. Regionshauptstadt ist Mariental, die am Fischfluss unterhalb des Hardap-Damms liegt; größte Stadt der Region ist jedoch Rehoboth.

Hardap gehört zu den südlichen Regionen des Landes und grenzt im Süden an die Region ǁKaras und im Norden an die Regionen Erongo, Khomas und Omaheke. Die Region grenzt im Westen an den Südatlantik und im Osten an Botswana.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sanddünen des Sossusvlei

Hardap erstreckt sich über eine Fläche von rund 110.000 Quadratkilometer. Die gesamte Küste und weite Teile des Westens Hardaps werden von der Namib eingenommen und sind Teil des Namib-Naukluft-Nationalparks, eines der größten Naturschutzgebiete in Namibia. Sehenswürdigkeiten wie das Sossusvlei und der Sesriem-Canyon gehören zu den bedeutendsten Naturdenkmälern in Namibia.[2][3]

Östlich an die Namib-Wüste anschließend, liegen zahlreiche Gebirgszüge wie die Tiras- und Naukluftberge, welche Teile der Großen Randstufe bilden. Die Mitte Hardaps wird von Nord nach Süd vom Fischfluss und dessen Nebenflüssen durchzogen. Der Osten Hardaps ist durch die weite, berglose Kalahari gekennzeichnet.

Regionalpolitik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Regionalratswahlen 2015 konnte die SWAPO sieben der acht Regionalratssitze gewinnen. Ein Sitz wird von der UPM eingenommen.

Verwaltungsgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Region Hardap gliedert sich in acht Wahlkreise:

  1. Aranos - SWAPO
  2. Daweb - SWAPO
  3. Gibeon - SWAPO
  4. Mariental Land - SWAPO
  5. Mariental Stadt - SWAPO
  6. Rehoboth Land - SWAPO
  7. Rehoboth Stadt (West) - UPM
  8. Rehoboth Stadt (Ost) - SWAPO

Zudem finden sich (Stand Dezember 2015) in der Region acht Lokalverwaltungen:[4]

Wirtschaft und Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hardap ist geprägt von deutschen Ortsnamen.

Hardap liegt in seinem Kernbereich auf der Haupt-Nord-Süd-Achse zwischen der namibischen Hauptstadt Windhoek und der Karas-Regionshauptstadt Keetmanshoop und weiter nach Südafrika im Süden. Es besteht hier eine gut ausgebaute Eisenbahnverbindung sowie die Nationalstraße B1. Entlang dieser Achse liegen die meisten Orte, Städte und Wirtschaftsbetriebe der Region. Dieses Gebiet verfügt aufgrund des bei Marienthal gelegenen Hardap-Damms über eine ausreichend Wasserversorgung für Bewässerungsfeldbau. Mit der Superfarm des Unternehmens Namibia Dairies kommt fast die gesamte Milch und Joghurt aus der Region.

Hardap ist auch eine der Regionen Namibias mit dem höchsten Anteil an Weißen. In kaum einer anderen Region des Landes findet man so viele nicht afrikanische Orts- und Landschaftsnamen, so sind ein Großteil der Stadt- und Ortsnamen deutsch oder Afrikaans.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Category:Hardap – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. 2011 Population and Housing Census Hardap Region
  2. http://www.namibia-tourism.com/
  3. Südliche Region (Memento vom 22. Februar 2009 im Internet Archive)
  4. Offizielles Wahlergebnis der Regional- und Kommunalwahlen 2015, ECN, 4. Dezember 2015 (PDF; 150 kB)