Harlot

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Film
Originaltitel Harlot
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1965
Länge 67 Minuten
Stab
Regie Andy Warhol
Drehbuch Ronald Tavel
Produktion Andy Warhol
Besetzung

Harlot (Hure) ist ein Underground-Experimentalfilm von Andy Warhol. Er wurde im Dezember 1964 in Warhols Studio The Factory im 16-mm-Format gedreht. Die Uraufführung fand im Januar 1965 im Café A-Go-Go statt, die Premiere am 8. März 1965 in der Film-Makers’ Cinematheque (125 West 41st Street, Manhattan).

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Warhols erster Schwarzweiß-Tonfilm zeigt in einer Länge von 67 Minuten den Transvestiten Mario Montez in der Rolle der Jean Harlow. Er/sie sitzt auf dem Sofa und isst eine Banane nach der anderen, Carol Koshinskie sitzt daneben und stiert vor sich hin. Hinter dem Sofa, der berühmten „roten Couch“ der Factory, stehen Malanga und Fagan und schweigen. Aus dem Off hört man die Stimmen von Fainlight, Name und Tavel, die sich über alles Mögliche unterhalten.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Harlot markiert nicht nur den erstmaligen Einsatz von Ton im Filmschaffen Warhols, sondern auch den Beginn der Zusammenarbeit mit dem Autor Ronald Tavel als Drehbuchautor. Warhol hatte Tavel, der zuvor schon mit Jack Smith zusammengearbeitet hatte, bei einer Dichterlesung im New Yorker Café Le Metro kennengelernt und ihn in die Factory eingeladen. Es ist zugleich auch der erste Film Warhols mit Montez, der die Travestie berühmter Hollywood-Darstellerinnen zum Thema hat (s. die Filme Camp, Hedy und More Milk, Yvette).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Enno Patalas (Hrsg.): Andy Warhol und seine Filme: Eine Dokumentation. Heyne, München 1971, ISBN 0-200-41991-9.
  • Stephen Koch: Stargazer. The Life, World and Films of Andy Warhol. London 1974; Aktualisierte Neuauflage Marion Boyars, New York 2002, ISBN 0-7145-2920-6.
  • Bernard Blistène (Hrsg.): Andy Warhol, Cinema: à l'occasion de l'Exposition Andy Warhol Rétrospective (21 juin - 10 septembre 1990) organisée à Paris par le Musée National d'Art Moderne au Centre Georges Pompidou. Éd. du Centre Georges Pompidou, Paris 1990, ISBN 2-908393-30-1.
  • Debra Miller: Billy Name: Stills from the Warhol films. Prestel, München 1994, ISBN 3-7913-1367-3.
  • Astrid Johanna Ofner (Hrsg.): Andy Warhol - Filmmaker. Eine Retrospektive der Viennale und des Österreichischen Filmmuseums 1. bis 31. Oktober 2005. Wien 2005, ISBN 3-85266-282-6.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]