Harman Becker Automotive Systems

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Harman Becker Automotive Systems GmbH
Rechtsform GmbH
Gründung 1949
Sitz Karlsbad, Deutschland
Leitung Michael Mauser, Udo Hüls (Geschäftsführer)
Frank Groth (Aufsichtsratsvorsitzender)
Mitarbeiter 2000 (2013/2014)[1]
Umsatz 1,383 Mrd. Euro (2013/2014)[1]
Branche Automobilzulieferer
Website www.harman.com
Ein Becker Mexico Autoradio, das bis 1977 produziert wurde.

Die Harman Becker Automotive Systems GmbH ist Teil der Automobilsparte des US-Konzerns Harman International Industries.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das heutige Unternehmen ging aus dem deutschen Autoradio- und Navigationssysteme-Hersteller Becker hervor. Diese Firma entstand 1949 aus einer Reparaturwerkstatt im badischen Pforzheim. Gründer war Max Egon Becker. Im Jahr 1995 übernahm der US-Konzern Harman International die Firma.

Das Unternehmen mit Hauptsitz in Karlsbad bei Karlsruhe und weiteren Standorten in den USA und Ungarn entwickelte und integrierte weltweit komplette Infotainment-Systeme. Die Palette der Produkte reichte von Navigationssystemen, Sprachsteuerung und HMI bis zu Audio- und Entertainment-Technologien. Harman Becker Automotive Systems war seit Gründung Lieferant für Mercedes-Benz[2], stellte aber auch für Marken wie Audi, Porsche, Peugeot, Hyundai, Ferrari, Rolls-Royce, BMW oder Mini her. Weltweit hatte Harman Becker 28 Standorte in folgenden Ländern: Deutschland, USA, Großbritannien, Frankreich, Schweden, Ungarn, Kanada, Mexiko, Südafrika (bis 2008), Japan, Südkorea und China. Seit dem 11. Januar 2010 hat sich die „Harman Becker Automotive Systems GmbH“ aus dem Markt für mobile Navigation zurückgezogen. Die Markenrechte für „Becker Traffic Assist“, „Becker Traffic Assist Pro“ etc. wurden an United Navigation abgegeben. Unter deren Dach werden die Marken Falk und Becker seitdem vertrieben.

Seit 2008 werden im Rahmen der Strategie der Konzernmutter Harman International zunehmend Unternehmensteile in Niedriglohnländer verlagert, sodass die Mitarbeiterzahl der deutschen Standorte von 3800[3] im Jahr 2008 auf 2250 im Jahr 2013 sank. Die Standorte Hechingen, Villingen-Schwenningen[4], Schaidt[5] und Hamburg (Innovative Systems, 2008 verkauft an Neusoft China als Neusoft Technology Solutions)[6] wurden geschlossen oder verkauft. Im November 2016 verständigte man sich darauf, dass Samsung Electronics den Harman-Konzern für acht Milliarden US-Dollar übernehmen wird.[7]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Bundesanzeiger.de: Harman Becker Automotive Systems GmbH: Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 1. Juli 2013 bis zum 30. Juni 2014
  2. Harman Becker Hersteller von Consumer Electronics aus Karlsbad in der Firmendatenbank wer-zu-wem.de. In: www.wer-zu-wem.de. Abgerufen am 10. November 2016.
  3. Augsburger Allgemeine: Massiver Stellenabbau bei Harman/Becker. In: Augsburger Allgemeine. (augsburger-allgemeine.de [abgerufen am 10. November 2016]).
  4. Südkurier Medienhaus: Villingen-Schwenningen: Harman Becker schließt Labor | SÜDKURIER Online. In: SÜDKURIER Online. (suedkurier.de [abgerufen am 10. November 2016]).
  5. Titelseite. In: www.rheinpfalz.de. 10. November 2016, abgerufen am 10. November 2016 (deutsch).
  6. Harman Becker Hersteller von Consumer Electronics aus Karlsbad in der Firmendatenbank wer-zu-wem.de. In: www.wer-zu-wem.de. Abgerufen am 10. November 2016.
  7. Kim Deok-hyun: (2nd LD) Samsung acquires U.S. automotive electronics firm Harman for $8 bln. In: Yonhap. 14. November 2016, abgerufen am 14. November 2016 (englisch).