Harspelt

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Harspelt führt kein Wappen
Harspelt
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Harspelt hervorgehoben
Koordinaten: 50° 8′ N, 6° 10′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Eifelkreis Bitburg-Prüm
Verbandsgemeinde: Arzfeld
Höhe: 485 m ü. NHN
Fläche: 4,82 km2
Einwohner: 75 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 16 Einwohner je km2
Postleitzahl: 54617
Vorwahl: 06559
Kfz-Kennzeichen: BIT, PRÜ
Gemeindeschlüssel: 07 2 32 234
Adresse der Verbandsverwaltung: Luxemburger Straße 6
54687 Arzfeld
Webpräsenz: www.harspelt.de
Ortsbürgermeister: Nikolaus Arens
Lage der Ortsgemeinde Harspelt im Eifelkreis Bitburg-Prüm
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Über dieses Bild

Harspelt ist eine Ortsgemeinde im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Arzfeld an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt in der Landschaft Islek, im Westen der Eifel unmittelbar an der Staatsgrenze zu Luxemburg. Zu Harspelt gehören auch die Wohnplätze Harspeltermühle und Hubertyshof.[2]

Mit 66 % werden zwei Drittel des Gemeindegebietes landwirtschaftlich genutzt, 30 % sind von Wald bestanden.[3]

Nachbargemeinden sind Lützkampen im Norden, Herzfeld im Osten, Eschfeld, Roscheid und Sevenig (Our) im Süden sowie Burg-Reuland (Belgien) im Westen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung Harspelts stammt aus dem 11. Jahrhundert. Spätestens im 12. Jahrhundert war schon eine Pfarrkirche vorhanden. Damit ist Harspelt eine der ältesten Siedlungen in der Westeifel.

Bis Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Harspelt zum Verwaltungs- und Gerichtsbezirk der Meierei Leidenborn in der Herrschaft Dasburg im Herzogtum Luxemburg (Quartier Vianden).[4] Im Jahr 1794 hatten französische Revolutionstruppen die Österreichischen Niederlande, zu denen das Herzogtum Luxemburg gehörte, besetzt und im Oktober 1795 annektiert. Harspelt gehörte zum Kanton Arzfeld, der verwaltungsmäßig dem Arrondissement Bitburg im Departement der Wälder zugeordnet war.[5] Wie die umliegenden Orte wurde Harspelt 1815 preußisch bzw. 1822 Bestandteil der Rheinprovinz. Unter der preußischen Verwaltung wurde 1816 die Bürgermeisterei Harspelt gebildet, die später vom Leidenborner Bürgermeister in Personalunion verwaltet wurde und 1927 in Amt Harspelt umbenannt wurde.

Den Ersten Weltkrieg überstand Harspelt unbeschädigt, während die Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg gravierend waren. Pläne zur Verwüstung des Ortes im Zusammenhang mit dem Ausbau des Westwalls konnten noch verhindert werden.

Nachdem 1936 das Amt Harspelt aufgelöst wurde, ging die Gemeinde verwaltungsmäßig zunächst an das Amt Daleiden-Leidenborn und ab 1970 an die Verbandsgemeinde Arzfeld.

Ortsname

Der Name Harspelts hat sich im Verlauf der Geschichte mehrfach geändert, für die Namensherkunft existieren verschiedene Varianten. 1420 hatte der Ort den Namen „Harrespelt“, 1489 „Harspell“, 1497 „Hardespelte“ bzw. „Hartevelt“, 1511 „Haldevelt“, 1517 „Herdespelt“, 1548 „Hartespel“, 1558 „Hortevelt“ bzw. „Hartevelt“, 1589 „Hartenspelt“ und etwa ab 1600 „Harspel“ bzw. „Harspelt“.

Der Name könnte von „Herter“ stammen, was so viel wie „der Hirte“ oder „Hirtenfeld“ bedeutet, „Hardt“ als zweite Möglichkeit ist mit „Höhe, Bergrücken“ zu übersetzen. Die dritte Möglichkeit kombiniert die beiden Bestandteile „Har“ und „-spelt“. Danach hieße „Har“ aus dem Fränkischen „steiler Hügel“ und „-spelt“ Dinkel, woraus sich die vollständige Bedeutung „Dinkelhügel“ ableiten ließe.

Statistik zur Einwohnerentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Harspelt, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3]

Jahr Einwohner
1815 90
1835 119
1871 119
1905 115
1939 127
Jahr Einwohner
1950 107
1961 99
1970 95
1987 93
2005 83

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Harspelt besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[6]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Harspelt war immer ein landwirtschaftlich geprägter Ort. Die früheren Nebenerwerbsbetriebe und auch einige ehemalige Haupterwerbsbetriebe haben inzwischen aufgegeben. Zurzeit bestehen noch zwei Haupterwerbsbetriebe und eine Betriebsgemeinschaft, zu der sich fünf ehemals selbstständige Haupterwerbsbetriebe aus Harspelt und den Nachbarorten Sevenig/Our und Leidenborn zusammengeschlossen haben. Die Betriebsgemeinschaft gehört zu den größten Betrieben in Rheinland-Pfalz. Einziger Gewerbebetrieb in Harspelt ist eine Schreinerei.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Harspelt ist Standort einer Freiwilligen Feuerwehr mit 10 Mitgliedern.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Harspelt – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, Januar 2010, S. 60; abgerufen am 23. September 2015 (PDF; 2,3 MB).
  3. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  4. Georg Bärsch: Beschreibung des Regierungs-Bezirks Trier, Band 1, Trier, Lintz, 1849, S. 86 (Google Books)
  5. Kreisverwaltung des Eifelkreises Bitburg-Prüm: Verwaltungszugehörigkeit der einzelnen Gemeinden (Online PDF)
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen