Harsum

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Harsum
Harsum
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Harsum hervorgehoben
52.20759.964444444444470Koordinaten: 52° 12′ N, 9° 58′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Hildesheim
Höhe: 70 m ü. NHN
Fläche: 49,93 km²
Einwohner: 11.533 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 231 Einwohner je km²
Postleitzahl: 31177
Vorwahl: 05127
Kfz-Kennzeichen: HI, ALF
Gemeindeschlüssel: 03 2 54 020
Gemeindegliederung: 9 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Oststraße 27
31177 Harsum
Webpräsenz: www.harsum.de
Bürgermeister: Gundolf Kemnah (CDU)
Lage der Gemeinde Harsum im Landkreis Hildesheim
Landkreis Hildesheim Niedersachsen Landkreis Holzminden Landkreis Northeim Landkreis Goslar Landkreis Wolfenbüttel Salzgitter Landkreis Hameln-Pyrmont Region Hannover Landkreis Peine Landwehr Winzenburg Everode Freden (Leine) Lamspringe Coppengrave Harbarnsen Sehlem Sehlem Neuhof Woltershausen Adenstedt Bockenem Alfeld (Leine) Duingen Sarstedt Algermissen Harsum Giesen Nordstemmen Hildesheim Elze Betheln Gronau Gronau Eime Diekholzen Despetal Diekholzen Schellerten Schellerten Söhlde Bad Salzdetfurth Holle Weenzen Marienhagen Hoyershausen Banteln Rheden Brüggen Eberholzen Sibbesse Westfeld AlmstedtKarte
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Harsum ist eine Gemeinde im Landkreis Hildesheim in Niedersachsen nördlich der Stadt Hildesheim. Die Gemeinde hat größtenteils Anteil am fruchtbaren Schwarzerde-Ackerboden der Hildesheimer Börde und ist landwirtschaftlich geprägt. Kleinere Waldflächen wie Borsumer und Aseler Wald sowie Subeeksholz und Hollenmeerholz prägen ebenso das Landschaftsbild. Durch den Hauptort Harsum fließt der Unsinnbach.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Harsum liegt nahe dem Stichkanal Hildesheim und der Autobahn A 7 in der Hildesheimer Börde.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Harsum hat neun Ortschaften:

Adlum, Asel, Borsum, Harsum, Hönnersum, Hüddessum, Klein Förste, Machtsum und Rautenberg

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Die Gemeinde grenzt im Uhrzeigersinn, beginnend im Nordosten an Algermissen, Hohenhameln, Schellerten, Hildesheim, Giesen und Sarstedt.

Geschichte[Bearbeiten]

In den ältesten noch vorhandenen Urkunden wurde der Ort als „Hardessem" bezeichnet. Im Fürstentum Hildesheim war Harsum eines der größten Dörfer. Während der Hildesheimer Stiftsfehde standen die Harsumer auf der Seite des Hildesheimer Fürstbischof Johann IV. von Sachsen-Lauenburg gegen die Braunschweiger. Seither durften die Harsumer Bürger jahrhundertelang ihren Pfarrer selbst wählen.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. März 1974 wurden die Gemeinden Adlum, Asel, Borsum, Hönnersum, Hüddessum, Klein Förste, Machtsum und Rautenberg eingegliedert.[2]

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat der Gemeinde Harsum besteht aus 28 Ratsfrauen und Ratsherren. Dies ist die festgelegte Anzahl für eine Gemeinde mit einer Einwohnerzahl zwischen 11.001 und 12.000 Einwohnern.[3] Die 28 Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2011 und endet am 31. Oktober 2016.

Stimmberechtigt im Rat der Gemeinde ist außerdem der hauptamtliche Bürgermeister Gundolf Kemnah (CDU).

Die letzte Kommunalwahl vom 11. September 2011 ergab das folgende Ergebnis:[4]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Hauptamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Harsum ist Gundolf Kemnah (CDU). Bei der letzten Bürgermeisterwahl am 11. September 2011 wurde er als Amtsinhaber mit 52,3 % der Stimmen wiedergewählt. Die Wahlbeteiligung lag bei 63,3 %.[5] Kemnah trat seine weitere Amtszeit am 1. November 2011 an.

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen der Gemeinde zeigt einen silbernen (weißen) Ring, belegt mit einer goldenen (gelben) Ähre in rotem Wappengrund.[6]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Harsum von Norden, im Hintergrund der Hildesheimer Wald
St. Cäcilia
  • Die katholische Pfarrkirche St. Cäcilia am Kirchplatz, auch Harsumer Dom genannt, ist eine eindrucksvolle neuromanische Basilika, geweiht 1886.
  • Die evangelisch-lutherische Kirche St. Andreas an der Osterfeldstraße wurde 1911 errichtet.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Unternehmen[Bearbeiten]

Wichtigster Arbeitgeber ist die Transnorm System (Förderanlagenbau), welche hier die Zentrale ihrer Unternehmensgruppe sowie ihren größten Entwicklungs- und Produktionsstandort hält. Ein weiterer großer Arbeitgeber ist die Jensen GmbH (ehemals Jensen-Senking GmbH), welche ihre Produktion (Wäscherei-Technik) im Jahre 2002 von Hildesheim nach Harsum verlagerte. Weiter unterhält die ANZAG (Pharmagroßhandel) hier ein Logistikzentrum und die Tele Atlas (digitale Kartographie) hat ihre deutsche Niederlassung hier. Der Spezialchemikalien-Hersteller Biesterfeld hat ein Werk in Harsum. Die LUCHS Medizin OHG (Sauerstoff- und Beatmungstechnologien) sowie die LUCHS Medizin Verwaltungs GmbH haben hier ihren Sitz. Größtes Unternehmen in Harsum war lange Zeit die nicht mehr existierende Zuckerfabrik der Nordzucker AG. Die Laschinger Seafood unterhält am Ort einen Produktionsstandort für die Verarbeitung von Frischfisch.

Verkehr[Bearbeiten]

Harsum liegt an der Bahnstrecke Lehrte–Hildesheim. Seit 2008 bietet die Linie S 3 der S-Bahn Hannover stündliche Verbindungen über Lehrte nach Hannover Hauptbahnhof sowie nach Hildesheim Hauptbahnhof. Die Binnenerschließung und das Verbinden mit Nachbarorten übernehmen Buslinien des Regionalverkehrs Hildesheim

Die Anschlussstelle 61 „Hildesheim Drispenstedt“ zwischen den Ortschaften Asel und Drispenstedt der A 7 liegt in der Nähe von Harsum. Außerdem führen die Bundesstraße 494 und der Stichkanal Hildesheim durch das Gemeindegebiet. Der Flugplatz Hildesheim liegt wenige Kilometer von Harsum entfernt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Udo Stenger Harsum, Asel und Klein-Förste - Bilder und Geschichten aus vergangenen Tagen, 1984 Geiger-Verlag, Horb a.N.
  • Hildesheimer und Kalenberger Börde. Natur und Landschaft im Landkreis Hildesheim. Mitteilungen der Paul-Feindt-Stiftung Band 5. Hildesheim 2005, ISBN 3-8067-8547-3

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Harsum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 102 Bevölkerung - Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2013 (Tabelle K1020014) (Hilfe dazu)
  2.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 209.
  3. Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG) in der Fassung vom 17. Dezember 2010; § 46 – Zahl der Abgeordneten, abgerufen am 23. Dezember 2014
  4. Ergebnis Gemeinderatswahl 2011 – Harsum, abgerufen am 23. Dezember 2014
  5. Bürgermeisterwahl 2011 in Harsum, abgerufen am 23. Dezember 2014
  6. Hauptsatzung der Gemeinde Harsum, abgerufen am 23. Dezember 2014