Hartmut Hofrichter

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Hartmut Hofrichter (* 3. Mai 1939 in Stettin) ist ein deutscher Architekt, Architekturhistoriker, Denkmalpfleger und Hochschullehrer.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hartmut Hofrichter studierte von 1961 bis 1966 an der RWTH Aachen Architektur. 1971 promovierte er an dieser Universität bei Willy Weyres und Lorenz Dittmann mit der Arbeit „Das Kloster Sdepannos Nachawega in der iranischen Provinz Aserbaidschan“. Von 1971 bis zu seiner Habilitation im Jahre 1978 war er bei Martin Graßnick als Assistenz-Professor am Lehrstuhl für Baugeschichte, Geschichte des Städtebaus und Denkmalpflege tätig. 1980 wurde er in der Nachfolge von Werner Bornheim gen. Schilling zum Landeskonservator von Rheinland-Pfalz ernannt. 1982 erhielt er in der Nachfolge von Martin Graßnick den Ruf als Professor am Fachbereich Architektur/Raum und Umweltplanung/Bauingenieurwesen (A/RU/BI) der Technischen Universität Kaiserslautern.[1] Von 1995 bis 1997 war er Dekan dieses Fachbereiches und von 1997 bis 2001 hatte er das Amt des Vizepräsidenten der Technischen Universität Kaiserslautern inne.[2] 2004 wurde er in den Ruhestand verabschiedet.

Hartmut Hofrichter ist verheiratet und Vater von zwei Söhnen. Er lebt in Weilerbach.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Kloster Sdepannos Nachawega in der iranischen Provinz Aserbaidschan. Diss. an der RWTH Aachen, Aachen 1971
  • (gemeinsam mit Martin Graßnick): Die Architektur der Antike. Materialien zur Baugeschichte Bd. 1, Braunschweig 1982 ISBN 3-528-08681-5
  • (gemeinsam mit Martin Graßnick): Die Architektur des Mittelalters. Materialien zur Baugeschichte Bd. 2, Braunschweig 1982 ISBN 3-528-08682-3
  • (gemeinsam mit Martin Graßnick): Die Architektur der Neuzeit. Materialien zur Baugeschichte Bd. 3, Braunschweig 1982 ISBN 3-528-08683-1
  • (gemeinsam mit Martin Graßnick): Stadtbaugeschichte von der Antike bis zur Neuzeit. Materialien zur Baugeschichte Bd. 4, Braunschweig 1982
  • Steinerne Kirchturmbekrönungen in der ehemaligen Diözese Worms, Eltville am Rhein 1984
  • (gemeinsam mit Martin Graßnick): Deutsche historische Bürgerhäuser, Keysers kleine Kulturgeschichte, München 1985 ISBN 3-87405-168-4
  • (Hrsg.): Putz und Farbigkeit an mittelalterlichen Bauten, Stuttgart 1993 ISBN 3-8062-1069-1[3]
  • (Hrsg.): Die Burg, ein kulturgeschichtliches Phänomen, Stuttgart 1994 ISBN 3-8062-1134-5[4]
  • (Hrsg. gemeinsam mit Barbara Schock-Werner): Burg- und Schlosskapellen: Kolloquium des Wissenschaftlichen Beirats der Deutschen Burgenvereinigung, Stuttgart 1995 ISBN 3-8062-1188-4[5]
  • (Hrsg. gemeinsam mit Barbara Schock-Werner und Klaus Bingenheimer): Fenster und Türen in historischen Wehr- und Wohnbauten: Kolloquium des Wissenschaftlichen Beirats der Deutschen Burgenvereinigung, Stuttgart 1995 ISBN 3-8062-1224-4
  • Burgenbau im späten Mittelalter, München 1996 ISBN 3-422-06187-8[6]
  • (Hrsg.): Der andere Martin Graßnick. Festschrift aus Anlaß der Vollendung seines achtzigsten Geburtstages, Kaiserslautern 1997
  • (Hrsg. gemeinsam mit Georg Ulrich Großmann): Der frühe Schloßbau und seine Mittelalterlichen Vorstufen, München 1997 ISBN 3-422-06208-4
  • (Hrsg.): Beiträge zur armenischen Baugeschichte,, Kaiserslautern 2001 ISBN 3-935627-00-9
  • (Hrsg.): Materialien zur Vorlesung Geschichte der Architekturtheorie, Kaiserslautern 2002 ISBN 3-935627-10-6
  • Visionen, Kaiserslautern 2002
  • (Hrsg. gemeinsam mit Joachim Zeune, Roland Paul und Burghart Schmidt): Historische Häuser in den ländlichen Regionen der Pfalz, Kaiserslautern 2005 ISBN 978-3-927754-53-9[7]
  • (Hrsg. gemeinsam mit Joachim Zeune): Alltag auf Burgen im Mittelalter, Braubach 2006 ISBN 978-3-927558-25-0[8]
  • (Hrsg. gemeinsam mit Joachim Zeune): Die Burg im 15. Jahrhundert: Kolloquium des Wissenschaftlichen Beirats der Deutschen Burgenvereinigung, Braubach 2011 ISBN 978-3-927558-32-8

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Festschrift Hartmut Hofrichter: Zum sechzigsten Geburtstag von Prof. Dr.-Ing. habil. Hartmut Hofrichter / Lehr- und Forschungsgebiet Baugeschichte, Denkmalpflege, Geschichte des Städtebaus, Kaiserslautern 1999[9]
  • Elmar Worgull: Von Frankenthals romanischer Kloster-Basilika bis zur Erkenbert-Ruine. Neue Erkenntnisse zu ihren mittelalterlichen Bauphasen und zu der Entstehung der Gewölbe in den Seitenschiffen. Herrn Prof. Dr.-Ing. habil. Hartmut Hofrichter gewidmet. In: Pfälzer Heimat : Zeitschrift der Pfälzischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften in Verbindung mit dem Historischen Verein der Pfalz und der Stiftung zur Förderung der pfälzischen Geschichtsforschung. Verlag der Pfälzischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften Speyer, Speyer 2016. Heft 2 (2016) S. 87–102.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Klaus A. Ludwig: Universität Kaiserslautern WER IST WO 90/91, Kaiserslautern 1991, S. 357
  2. Neuer Vizepräsident an der Uni abgerufen am 7. Dezember 2012
  3. Putz und Farbigkeit an mittelalterlichen Bauten abgerufen am 9. Dezember 2012
  4. Die Burg, ein kulturgeschichtliches Phänomen abgerufen am 9. Dezember 2012
  5. Burg- und Schlosskapellen abgerufen am 9. Dezember 2012
  6. Burgenbau im späten Mittelalter abgerufen am 9. Dezember 2012
  7. Historische Häuser in den ländlichen Regionen der Pfalz abgerufen am 9. Dezember 2012
  8. Alltag auf Burgen im Mittelalter abgerufen am 9. Dezember 2012
  9. Festschrift Hartmut Hofrichter abgerufen am 9. Dezember 2012