Harvard Motor Car Company

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Pioneer Motor Car Company
Harvard-Pioneer Motor Car Company
Harvard Motor Car Company
Rechtsform Company
Gründung 1915
Auflösung 1921
Sitz Hyattsville, Maryland, USA
Leitung Henry R. Carroll
Branche Automobile

Harvard Motor Car Company, vorher Pioneer Motor Car Company und Harvard-Pioneer Motor Car Company, war ein US-amerikanischer Hersteller von Automobilen.[1][2]

Unternehmensgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Charles Herreshoff hatte 1914 die Herreshoff Motor Company aus Detroit in Michigan verlassen. Er plante einen Neuanfang als Herreshoff Light Car Company in Troy im Bundesstaat New York. Allerdings gab es in Detroit bereits ein Unternehmen gleichen Namens, geleitet von Northrup R. Holmes, der Fahrzeuge von Herreshoff vertrieben hatte. Die beiden Herren planten eine gemeinsame Produktion in Troy. Herreshoff besaß einen Prototyp und Holmes die Baupläne dafür. Dann verließ Herreshoff plötzlich das Land und zog mit dem Prototyp nach Südamerika. Holmes gründete 1914 die Pioneer Motor Car Company in Troy. Wenig später folgte die erste Umfirmierung in Harvard-Pioneer Motor Car Company. Theodore Litchfield war der Konstrukteur. Sie fertigten in Troy Automobile. Der Markenname lautete Harvard.

Anfang 1916 traf Holmes auf George N. Nay aus Hudson Falls, ebenfalls im Bundesstaat New York. Er vertrieb mit seiner Adirondack Motor Car Company Fahrzeuge von Cole, Mitchell, Overland und Saxon. Zwischen 1916 und 1919 fand dort die Produktion der Fahrzeuge statt. Für diese Zeit sind 80 Fahrzeuge überliefert.

Am 18. Oktober 1919 wurde das Unternehmen in Harvard Motor Car Company umbenannt. Holmes und Nay waren die Inhaber. Walter Bulow, der vorher für American Fiat und Lozier tätig war, überarbeitete die Fahrzeuge.

1920 übernahmen Henry R. Carroll aus Washington, D.C. und die Brüder Carter das Unternehmen. Sie verlegten den Sitz nach Hyattsville in Maryland. 1921 endete die Produktion.

Fahrzeuge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Fahrzeuge waren überwiegend für den Export nach Neuseeland gedacht. Daher hatten sie Rechtslenkung.

Von 1915 bis 1919 gab es das Model 4-20. Es hatte einen Vierzylindermotor von der Model Gas Engine Works, der mit 14,3 PS angegeben war. Das Fahrgestell hatte 254 cm Radstand. Zur Wahl standen Roadster und Coupé, beide mit zwei Sitzen.

Von 1920 bis 1921 stand der Four im Sortiment. Er hatte einen Vierzylindermotor von Sterling mit 35 PS Leistung. Der Radstand betrug 274 cm. Einziger Aufbau war ein offener Tourenwagen mit Platz für vier Personen.

Modellübersicht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Modell Zylinder Leistung (PS) Radstand (cm) Aufbau
1915–1919 Model 4-20 4 14,3 254 Roadster 2-sitzig, Coupé 2-sitzig
1920–1921 Four 4 35 274 Tourenwagen 4-sitzig

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Beverly Rae Kimes, Henry Austin Clark Jr.: Standard catalog of American Cars. 1805–1942. Digital Edition. 3. Auflage. Krause Publications, Iola 2013, ISBN 978-1-4402-3778-2, S. 681 (englisch).
  • George Nicholas Georgano (Hrsg.): The Beaulieu Encyclopedia of the Automobile. Volume 2: G–O. Fitzroy Dearborn Publishers, Chicago 2001, ISBN 1-57958-293-1, S. 674 (englisch).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Beverly Rae Kimes, Henry Austin Clark Jr.: Standard catalog of American Cars. 1805–1942. Digital Edition. 3. Auflage. Krause Publications, Iola 2013, ISBN 978-1-4402-3778-2, S. 681 (englisch).
  2. George Nicholas Georgano (Hrsg.): The Beaulieu Encyclopedia of the Automobile. Volume 2: G–O. Fitzroy Dearborn Publishers, Chicago 2001, ISBN 1-57958-293-1, S. 674 (englisch).