Harxheim (Zellertal)

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Harxheim
Ortsgemeinde Zellertal
Wappen der ehemaligen Gemeinde Harxheim
Koordinaten: 49° 38′ 32″ N, 8° 8′ 1″ O
Höhe: 160 m ü. NHN
Einwohner: 860 (2010)
Eingemeindung: 31. Dezember 1975
Postleitzahl: 67308
Vorwahl: 06355
Harxheim (Rheinland-Pfalz)
Harxheim

Lage von Harxheim in Rheinland-Pfalz

Harxheim im Zellertal ist mit etwa 860 Einwohnern (Stand: 2010) der größte Ortsteil der Gemeinde Zellertal im Donnersbergkreis in Rheinland-Pfalz.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt auf 160 m ü. NHN im Zellertal am Ostrand des Nordpfälzer Berglands, das in diesem Bereich ins Alzeyer Hügelland übergeht, im westlichen Bereich der Gesamtgemeinde.

Gewässer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Harxheim ist in eine Talaue der Primm eingebettet, die den nördlichen Siedlungsrand streift und ein linker Zufluss des Rheins ist. Mitten durch das Siedlungsgebiet verläuft der Ammelbach, der vor Ort von rechts in die Pfrimm mündet.

Nachbarorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeindeteil Zell schließt sich nördlich an, Niefernheim östlich. Zu Harxheim gehören zusätzlich die Wohnplätze Bannmühle, Jüngstmühle und Pfalzmühle.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis Ende des 18. Jahrhunderts gehörte der Ort zur Kurpfalz. Von 1798 bis 1814, als die Pfalz zunächst Teil der Französischen Republik und ab 1804 Teil des Napoleonischen Kaiserreichs war, war Harxheim in den Kanton Göllheim eingegliedert. Während dieser Zeit war der Ort Sitz einer Mairie, die auch für Niefernheim und Zell zuständig war. Ab 1816 gehörte Harxheim zu Bayern. Von 1818 bis 1862 war Harxheim Bestandteil des Landkommissariats Kirchheim, das anschließend in ein Bezirksamt umgewandelt wurde. 1938, noch unter bayerischer Verwaltung, wurde der Ort in den Landkreis Kirchheimbolanden eingegliedert.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Harxheim innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. Im Zuge der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform wechselte der Ort am 7. Juni 1969 in den neu geschaffenen Donnersbergkreis. Bis Ende 1975 war Niefernheim eine eigenständige Gemeinde; zum 1. Januar 1976 wurde der Ort zusammen mit den Nachbargemeinden Harxheim und Zell zu der neu geschaffenen Ortsgemeinde Zellertal zusammengelegt.

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sowohl die Katholiken als auch die Protestanten gehörten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zur jeweiligen Pfarrei von Zell.[1] Bis November 2015 gehörte Harxheim katholischerseits zur Pfarrei St. Philipp von Zell, seither ist er Bestandteil der Pfarrei Hl. Philipp der Einsiedler.

Einwohner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1815 hatte der Ort 453 Einwohner. 1928 waren es 649 Personen, die in 112 Wohngebäuden lebten. 2010 wurden 860 Einwohner gezählt.

Sehenswürdigkeiten und Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor Ort gibt es insgesamt zehn Objekte, die unter Denkmalschutz stehen.[2] Mit den Drei Rosskastanien in der Ortsmitte und den Drei Platanen am östlichen Siedlungsrand verfügt der Ort über zwei Naturdenkmale.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Harxheim war früher ein reines Winzerdorf, heute ist es für viele Einwohner, die auswärts ihrem Beruf nachgehen, auch Wohngemeinde.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am nördlichen Siedlungsrand verläuft die Bundesstraße 47, die Marnheim im Westen mit Worms im Osten verbindet. Durch den Ort nach Süden führt die Landesstraße 448, über die Ebertsheim im Tal des Eisbachs erreicht wird.

1873 wurde die Zellertalbahn eröffnet, die im südlichen Wohnbereich am rechten Uferhang der Pfrimm verläuft; am östlichen Ortsrand entstand der Bahnhof Harxheim-Zell. Der Personenverkehr wurde 1983 eingestellt, 2001 für Sonn- und Feiertage während der Sommersaison jedoch reaktiviert.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter des Orts[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Personen, die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Jurist Hermann Poeverlein (1874–1957), der sich auch als Botaniker einen Namen machte, verbrachte ab 1942 seinen Ruhestand vor Ort.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. daten.digitale-sammlungen.de: Ortschaftenverzeichnis für den Freistaat Bayern. Abgerufen am 3. Februar 2018.
  2. denkmallisten.gdke-rlp.de: Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler - Donnersbergkreis. Abgerufen am 3. Februar 2018 (PDF; 5,3 MB).