Harzheim

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Harzheim
Koordinaten: 50° 33′ 1″ N, 6° 41′ 9″ O
Höhe: 374 m ü. NHN
Fläche: 4,85 km²
Einwohner: 373 (30. Jun. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 77 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1969
Postleitzahl: 53894
Vorwahl: 02484

Harzheim ist der ein Stadtteil von Mechernich, Kreis Euskirchen, Nordrhein-Westfalen.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf liegt südlich von Mechernich und westlich von Bad Münstereifel.

Früher wurde in Harzheim Eisenbergbau betrieben. Im Ort gibt es einen eingruppigen Kindergarten der Arbeiterwohlfahrt. Die örtliche Kläranlage wurde 2003 stillgelegt. Das Abwasser wird jetzt zur Kläranlage Mechernich gepumpt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für Siedlungen, die in ihren Namen die „heim“-Endung haben, nimmt man an, dass sie von den Franken gegründet wurden, als sie im fünften nachchristlichen Jahrhundert die Römer endgültig aus dem Land verdrängten und hier sesshaft wurden.

Wahrscheinlich wurde Harzheim erstmals 867 als Arolfesheim in einer Urkunde König Lothars II. erwähnt.[2][3] Eine weitere Nennung von Harzheim als Harlesheym findet sich im Prümer Urbar aus dem Jahre 893.[4]

Die Pfarrkirche St. Goar wurde in den Jahren 1897 und 1898 nach den Plänen von Theodor Kremer aus Köln neu errichtet.[5] Die Sakristei der Vorgängerkirche, die 1898 abgerissen wurde und sich in der Nähe der heutigen Kirche befand, dient heute als Friedhofskapelle.[6]

Am 1. Juli 1969 wurde Harzheim nach Mechernich eingemeindet.[7]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von Pesch kommend verläuft die Kreisstraße 34 durch den Ort und führt weiter nach Holzheim. Westlich von Harzheim verläuft die Bundesautobahn 1. Die Kreisstraße 58 führt von Harzheim nach Eiserfey.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Harzheim. Stadt Mechernich, 30. Juni 2017; abgerufen am 25. September 2017.
  2. Hans Peter Schiffer: Kirchen und Kapellen im Dekanat Mechernich. Geschichte, Bauart, Ausstattung. Kall 2003, S. 78.
  3. Heinrich Beyer: Urkundenbuch zur Geschichte der, jetzt die Preussischen Regierungsbezirke Coblenz und Trier bildenden mittelrheinischen Territorien. Aus den Quellen herausgegeben von Heinrich Beyer. Erster Band: Von den ältesten Zeiten bis zum Jahre 1169. Hölscher, Coblenz 1860, S. 113.
  4. Heinrich Beyer: Urkundenbuch zur Geschichte der, jetzt die Preussischen Regierungsbezirke Coblenz und Trier bildenden mittelrheinischen Territorien. Aus den Quellen herausgegeben von Heinrich Beyer. Erster Band: Von den ältesten Zeiten bis zum Jahre 1169. Hölscher, Coblenz 1860, S. 177.
  5. Hans Peter Schiffer: Kirchen und Kapellen im Dekanat Mechernich. Geschichte, Bauart, Ausstattung. Kall 2003, S. 80.
  6. Hans Peter Schiffer: Kirchen und Kapellen im Dekanat Mechernich. Geschichte, Bauart, Ausstattung. Kall 2003, S. 79.
  7. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 100.