Haslach an der Mühl

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Haslach an der Mühl
Wappen Österreichkarte
Wappen von Haslach an der Mühl
Haslach an der Mühl (Österreich)
Haslach an der Mühl
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Rohrbach
Kfz-Kennzeichen: RO
Fläche: 12,41 km²
Koordinaten: 48° 35′ N, 14° 2′ OKoordinaten: 48° 34′ 43″ N, 14° 2′ 7″ O
Höhe: 530 m ü. A.
Einwohner: 2.530 (1. Jän. 2017)
Bevölkerungsdichte: 204 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4170
Vorwahl: 0 72 89
Gemeindekennziffer: 4 13 09
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Marktplatz 45
4170 Haslach an der Mühl
Website: www.haslach.at
Politik
Bürgermeister: Dominik Reisinger (SPÖ)
Gemeinderat: (2015)
(25 Mitglieder)
14
9
2
14 
Von 25 Sitzen entfallen auf:
Lage der Marktgemeinde Haslach an der Mühl im Bezirk Rohrbach
Afiesl Ahorn Aigen-Schlägl Altenfelden Arnreit Atzesberg Auberg Haslach an der Mühl Helfenberg Hofkirchen im Mühlkreis Hörbich Julbach Kirchberg ob der Donau Klaffer am Hochficht Kleinzell im Mühlkreis Kollerschlag Lembach im Mühlkreis Lichtenau im Mühlkreis Nebelberg Neufelden Neustift im Mühlkreis Niederkappel Niederwaldkirchen Oberkappel Oepping Peilstein im Mühlviertel Pfarrkirchen im Mühlkreis Putzleinsdorf Rohrbach-Berg St. Johann am Wimberg St. Martin im Mühlkreis St. Peter am Wimberg St. Stefan am Walde St. Ulrich im Mühlkreis St. Veit im Mühlkreis Sarleinsbach Schlägl Schönegg Schwarzenberg am Böhmerwald Ulrichsberg OberösterreichLage der Gemeinde Haslach an der Mühl im Bezirk Rohrbach (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Marktplatz
Marktplatz
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Haslach an der Mühl ist eine Marktgemeinde in Oberösterreich im Bezirk Rohrbach im Oberen Mühlviertel mit 2530 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017). Der zuständige Gerichtsbezirk ist Rohrbach in Oberösterreich.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Haslach an der Mühl liegt auf einer Höhe von 531 m ü. A. im Norden des Bezirks Rohrbach im oberen Mühlviertel. Der Markt befindet sich am Zusammenfluss der Großen Mühl und der Steinernen Mühl am Südrand des Böhmerwaldes. Bezogen auf die naturschutzfachliche Raumgliederung gehört der südliche Teil des Gemeindegebietes zur Raumeinheit Zentralmühlviertler Hochland, der nördliche hingegen zur Raumeinheit Südliche Böhmerwaldausläufer. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 5,4 km, von West nach Ost 3,9 km, die Gesamtfläche umfasst 12,41 km². Haslach liegt damit im unteren Drittel der Gemeinden des Bezirks. 2001 waren 33,1 Prozent der Gemeindefläche bewaldet, 57,3 Prozent der Fläche wurden landwirtschaftlich genutzt. Im Vergleich mit dem Bundesland Oberösterreich ist Haslach damit etwas weniger bewaldet als der Landesschnitt (Oberösterreich: 36,9 Prozent) bzw. besteht mehr landwirtschaftliche Nutzfläche (Oberösterreich: 49,3 Prozent). Der Anteil sonstiger Nutzungen (Bauflächen, Gärten, Gewässer und anderes) liegt mit 9,6 Prozent hinter dem Oberösterreichischen Durchschnitt von 13,8 Prozent.[1] Nachbargemeinden sind Lichtenau im Mühlkreis im Norden, St. Stefan am Walde im Osten, St. Peter am Wimberg im Südenosten, Auberg im Süden und Rohrbach-Berg im Westen.

Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Landschaft des Gemeindegebietes ist ein Teil der Böhmischen Masse. Die Böhmische Masse geht dabei auf ein sehr altes Gebirge zurück, dass durch die Variszische Gebirgsbildung im Paläozoikum (Karbon) entstand, wobei es zur Bildung von Graniten und Gneisen kam. Nach der starken Erodierung des ehemaligen Hochgebirges kam es während der Alpidischen Gebirgsbildung im, Tertiär zur Aufhebung der Böhmischen Masse um mehrere 100 Meter, wodurch Brüchen und Störungen entstanden. In weiterer Folge kam es im Tertiär und Quartär zur Ablagerung von Sedimenten. Das Gemeindegebiet ist vom Talbecken des Zusammenflusses der Großen und Steinernen Mühl geprägt, das wiederum von der Mühlviertler Berglandschaft umgeben ist. Im Norden stellen der Jaukenberg und Eckhartsberg mit dem Tanzboden (752 Meter) die höchsten Erhebungen dar, im Süden befindet sich eine sanfte Hügellandschaft mit Höhen um 600 Meter. Der Untergrund des Gemeindegebietes besteht vor allem aus Weinsberger Granit, einem älteren grobkörnigen Granittyp der zu den ersten während der Gebirgsfaltung erstarrten Magmaserien gehört und eine typische Grobkörnigkeit aufweist. Zudem gibt es im Gemeindegebiet auch Vorkommen von Schiefer- und Perlgneis.[1]

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Haslach an der Mühl ist deckungsgleich mit der Katastralgemeinde Haslach. Innerhalb des Gemeindegebietes werden fünf Ortsteile unterschieden, wobei der Markt Haslach an der Mühl den Hauptort der Gemeinde darstellt. Der Markt liegt im nördlichen Zentrum des Gemeindegebiets am Zusammenfluss von Großer Mühl und Steinerner Mühl auf einer Höhe von 501 m ü. A. und beherbergte 2001 547 Gebäude, 104 Arbeitsstätten, 45 land- und forstwirtschaftliche Betriebe sowie fast zwei Drittel der Gemeindebevölkerung. Zum Markt Haslach gehört auch die Grubbergkapelle. Nördlich des Marktes bzw. westlich und nordwestlich des Eckartsberges die Rotte Jaukenberg 570 m ü. A.. Die Rotte bestand 2001 aus 85 Gebäuden, drei Arbeitsstätten und 11 land- und forstwirtschaftlichen Betrieben. Westlich des Marktes liegt das Dorf Felberau 520 m ü. A., zu dem auch die Bründlbergkapelle und die Streusiedlung Felberau gehören. Felberau bestand 2001 aus 99 Gebäuden und beherbergte drei Arbeitsstätten sowie 19 land- und forstwirtschaftliche Betriebe. Südlich des Marktes befindet sich das Dorf Hartmannsdorf 551 m ü. A., zu dem auch die Rotte Holzhäusln im Osten des Gemeindegebiets gehört. 2001 bestand der Ortsteil aus 45 Gebäuden mit einer Arbeitsstätte und 23 land- und forstwirtschaftlichen Betrieben.

Im Süden des Gemeindegebietes liegt die Streusiedlung Neudorf 640 m ü. A. (mit Burgstall Haglau aus dem 16. Jh.), die 2001 aus 43 Gebäuden mit zwei Arbeitsstätten und 29 land- und forstwirtschaftlichen Betrieben bestand. Neben dem eigentlichen Neudorf besteht der Ortsteil aus der Rotte Bahnhof um den Bahnhof Haslach an der westlichen Gemeindegrenze, der Streusiedlung Laah nordwestlich von Neudorf und der Einöde Feldl zwischen Neudorf und Laah. Die Statistik Austria gliedert die Marktgemeinde zudem in drei Zählsprengel, wobei der Markt in die Zählsprengel Haslach-Altmarkt und Haslach-Neumarkt zerfällt und die übrigen Ortsteile zu Haslach-Umgebung zusammengefasst werden.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Fund von 3 Steinbeilen aus der Zeit um 2000 v. Chr. im Gemeindegebiet von Haslach beweist, dass sich vermutlich Jäger und Sammler hier aufgehalten haben.

Mit der Schenkung des Gebietes zwischen Ilz und Rodl 1016 durch Kaiser Heinrich II. an das Frauenkloster Niedernburg bei Passau begann die Urbarmachung des Oberen Mühlviertels. In einem Vertrag wurden 1231 die Lehen südlich der Steinernen Mühl von Witiko von Prčice und Blankenberg, der als Gründer des witigonischen Familienzweiges der Herren von Rosenberg gilt, an den Bischof von Passau abgetreten. Da in der Urkunde ein Landgericht aufgeführt wird, dürfte die Gründung des Ortes bereits früher erfolgt sein. 1341 kauften die Rosenberger den Markt Haslach. 1427 und 1469 wurde der Markt durch die Hussiten zerstört. Wok II. von Rosenberg ließ die Befestigungsanlagen 1483–1487 wieder erneuern, wodurch der Markt zu den vier Grenzbefestigungen gegen Böhmen zählte.

Burg Haslach

1599 verkaufte Peter Wok von Rosenberg Haslach an den Passauer Bischof Leopold, Erzherzog von Österreich, wodurch es an das Hochstift Passau fiel. Von diesem erwarb es 1663 das Stift Schlägl, das auch die Lehensherrschaft übernahm. 1819 wurde die Firma Vonwiller & Comp. als Handelshaus mit hunderten Lohnwebern und Heimarbeitern gegründet. 1826 kam es zum größten Brand in der Geschichte Haslachs, von 144 Häusern des Marktes fielen 124 den Flammen zum Opfer. 1888 erhielt Haslach eine Bahnstation, 1901 eine elektrische Marktbeleuchtung durch das E-Werk der Brüder Rechberger.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2013 lebten in der Gemeinde Haslach an der Mühl 2.516 Menschen, womit die Gemeinde die viertgrößte der 42 Gemeinden des Bezirks war. Mit 203 Einwohnern pro km² war Haslach zudem nach der Bezirkshauptstadt die Gemeinde mit der zweithöchste Besiedelungsdichte im Bezirk. Ende 2001 waren 97,7 Prozent der Bevölkerung österreichische Staatsbürger (Oberösterreich 92,8 Prozent, Bezirk Rohrbach 96,9 Prozent[3]), bis zum Jahresbeginn 2013 sank der Wert unmerklich auf 96,9 Prozent (Oberösterreich 91,1 Prozent, Bezirk Rohrbach 96,9 Prozent[3]) an. Insgesamt wurden 2013 in der Gemeinde 78 Ausländer gezählt, die zu mehr als 89 Prozent aus Europa stammten. Insgesamt 156 Gemeindebewohner waren im Ausland geboren worden. Zur römisch-katholischen Kirche bekannten sich 2001 93,5 Prozent der Einwohner (Oberösterreich: 79,4 Prozent[4]), 3 Prozent waren ohne Bekenntnis, 1,1 Prozent evangelisch und 1 Prozent islamischen Glaubens.[5]

Der Altersdurchschnitt der Gemeindebevölkerung lag 2001 etwas unter dem Landesdurchschnitt. 16,6 Prozent der Einwohner von Haslach waren jünger als 15 Jahre (Oberösterreich: 18,8 Prozent[6]), 56,3 Prozent zwischen 15 und 59 Jahre alt (Oberösterreich: 61,6 Prozent[6]). Der Anteil der Einwohner über 59 Jahre lag mit 27 Prozent weit über dem Landesdurchschnitt von 20,2 Prozent. Der Altersdurchschnitt der Bevölkerung von Haslach veränderte sich in der Folge in allen Segmenten. Der Anteil der unter 15-jährigen sank per 1. Jänner 2013 auf 13,8 Prozent, während sich der Anteil der Menschen zwischen 15 und 59 Jahren auf 62,9 Prozent deutlich erhöhte. Der Anteil der über 59-jährigen sank hingegen leicht auf 23,3 Prozent. Nach dem Familienstand waren 2001 44,6 Prozent der Einwohner von Haslach ledig, 43,9 Prozent verheiratet, 9 Prozent verwitwet und 2,7 Prozent geschieden.[5]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bevölkerungsentwicklung auf dem Gebiet der Gemeinde Haslach verlief zwischen 1869 und 2013 verglichen mit der Bevölkerungsentwicklung des Bezirks Rohrbach leicht über dem Durchschnitt, wobei die Einwohnerzahl von Haslach in dieser Zeit um 10 Prozent stieg. Ausgehend von 2.278 Einwohnern im Jahr 1869 sank die Einwohnerzahl von Volkszählung zu Volkszählung bis 1923 auf den bisherigen Tiefststand von 1.912 Einwohnern. Danach stieg die Einwohnerzahl bis 1981 kontinuierlich auf den bisherigen Höchststand von 2.649 Einwohnern an. Seit 1981 ist der Bevölkerungsstand mit leichten Schwankungen um insgesamt sechs Prozent gesunken. Charakteristisch für die Bevölkerungsentwicklung in der Gemeinde ist die negative Geburtenbilanz. Während im Großteil des Bezirks Rohrbach ein Geburtenüberschuss existiert, wies die Gemeinde bereits in den 1970er Jahren ein Geburtendefizit auf, dass sich in den Folgejahrzehnten noch erhöhte. Gleichzeitig profitierte die Gemeinde jedoch von einer Zuwanderung, die insbesondere in den 1990er Jahren besonders hoch ausfiel. Beeinflusst wird diese Entwicklung auch, das Haslach Standort des Bezirksalten- und Pflegeheimes Haslach ist.[5]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat als oberstes Gremium der Gemeinde umfasst 25 Sitze und wird alle sechs Jahre im Zuge oberösterreichweiter Gemeinderatswahlen gewählt. Der Gemeindevorstand setzt sich aus sieben Mitgliedern zusammen, wobei die Sozialdemokratische Partei Österreichs (SPÖ) nach der Gemeinderatswahl 2009 mit dem Bürgermeister, der Vizebürgermeisterin und zwei weiteren Mitgliedern im Gemeindevorstand vertreten ist und damit in diesem Gremium die absolute Mehrheit stellt. Die Österreichische Volkspartei (ÖVP) entsendet drei weitere Mitglieder.

Stärkste Fraktion im Gemeinderat von Haslach war bis Ende der 1990er Jahre die ÖVP, die bis inklusive 1997 die absolute Mandatsmehrheit und überwiegend auch die absolute Stimmenmehrheit innehatte. 1961 erzielte die ÖVP mit 59,2 Prozent ihr bisher bestes Ergebnis. Die SPÖ ist in Haslach traditionell stark, sie kam zwischen 1945 und 1997 auf 34,9 bis 45,1 Prozent. 2003 erreichte die SPÖ mit 56,5 Prozent erstmals die absolute Stimmen- und Mandatsmehrheit und belegte den ersten Platz, den sie auch 2009 halten konnte. Die Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) ist im Gemeinderat der Gemeinde erst seit 1973 vertreten, wobei die Vorgängerorganisation VDU von 1949 bis 1955 mit zwei Mandaten im Gemeinderat vertreten war. Die FPÖ kam seit 1973 auf 3,5 bis 7,5 Prozent, wobei die FPÖ 2003 kurzfristig aus dem Gemeinderat geflogen war. Bei der letzten Gemeinderatswahl im Jahr 2009 kam die ÖVP auf 39,4 bzw. 10 Mandate, die SPÖ erreichte 54,6 Prozent bzw. 14 Mandate. Zudem kam die FPÖ mit 6 Prozent auf ein Mandat.[7]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bürgermeister wird seit 1997 in einer Direktwahl bestimmt, wobei es bei keiner absoluten Mehrheit für einen Kandidaten zu einer Stichwahl kommt. Die erste Direktwahl konnte Norbert Leitner (SPÖ) mit 53,5 Prozent im ersten Wahlgang gegen den Kandidaten der ÖVP für sich entscheiden, wobei die ÖVP in diesem Jahr noch die absolute Mandatsmehrheit erzielt hatte. Leitner wurde in der Folge 2003 mit 74,0 Prozent im Amt bestätigt. Er übergab das Amt 2008 an Dominik Reisinger (SPÖ), der bei der Bürgermeisterdirektwahl 2009 mit 70,3 von der Bevölkerung bestätigt wurde.[8]

Bürgermeister seit 1850:[9]

Amtszeit Name Amtszeit Name
1850–1858 Franz Stifter 1935–1938 Max Wiplinger
1858–1861 Eduard Zankl 1938–1945 Norbert Zinöcker
1861–1866 Johann Franz 1945–1946 Max Wiplinger
1866–1867 Lorenz Lampsteiner 1946–1947 Emil Sündermann
1867–1870 Johann Mathie 1947–1949 Josef Ortner
1870–1873 Johann Franz 1949–1954 Max Wiplinger
1873–1876 Robert Salomon 1954–1955 Josef Ortner
1876–1894 Franz Xaver Mathie 1955–1961 Johann Königseder
1894–1897 Heinrich Zlabinger 1961–1972 Johann Schmidinger
1897–1903 Alois Höss 1972–1978 Franz Zierlinger
1903–1909 Karl Koblmüller 1978–1985 Friedrich Andexlinger
1909–1913 Leopold Wagner 1985–1997 Johann Gierlinger
1913–1919 Theodor Aumayr 1997–2008 Norbert Leitner
1919–1929 Ferdinand Mathie seit 2008 Dominik Reisinger
1929–1935 Johann Rechberger

Regionalpolitik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Haslach betreibt einen gemeindeeigenen öffentlichen Personennahverkehr, und ist deshalb – als einzige Gemeinde – direkt Mitglied im Oberösterreichischen Verkehrsverbund (OÖVV).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen at haslach an der muehl.png

Der Gebrauch eines Marktsiegels ist durch einen Ankündigungstext in einer Seelgerätstiftung vom 24. April 1373 bekannt, während der erste Nachweis des Wappenbildes durch ein stark beschädigtes Siegel zu einer Frühmessstiftung vom 28. November 1472 überliefert ist. Die Bestätigung bzw. Neuverleihung des heute gebräuchlichen Wappen erfolgte am 1. Jänner 1615 durch Kaiser Matthias, nachdem der Haslacher Richter sowie Rat und Bürgerschaft um die Bestätigung des seit „über die dreihundert Jahr“ geführten Wappens baten. Die Gemeindefarben Blau-Gelb-Rot wurden vom Gemeindeausschuss am 31. März 1958 festgelegt und von der oberösterreichischen Landesregierung am 6. Mai 1958 bestätigt. Die Blasonierung des Wappens lautet: In Blau auf grünem Schildfuß eine silberne, gequaderte und gezinnte, durchgehende Mauer; in deren Mitte ein schwarz geöffnetes Rundbogentor mit goldenem, halbaufgezogenem Schutzgatter, hölzernem (braunem) Wehrgang und rotem Satteldach mit zwei goldenen Knäufen. Zwischen den zu beiden Seiten des Torbaues aufragenden silbernen, schwarz geöffneten Türmen mit steinernen Wehrgängen, roten Spitzdächern und goldenen Knäufen erscheint, begleitet von vierzehn goldenen Sternen und überhöht von einem goldenen, gold gekrönten Unzial-Buchstaben M, ein silbernes Schildchen mit einer roten, fünfblätterigen heraldischen Rose. Die Wappendarstellung zeigt dabei die urkundlich seit der Mitte des 14. Jahrhunderts bekannte Befestigung des Marktes mit Türmen und einer Wehrmauer als Grenzschutz gegen Norden. Die Witigonen-Rose weist auf die Herren von Rosenberg, die von 1341 bis 1599 den „Markcht ze Haslach“ als Lehen der Passauer Bischöfe besaßen, hin. Das gekrönte M versinnbildlicht die Neuverleihung des Wappens durch Kaiser Matthias.[10]

E-Government[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf haslach.ooe.gv.at können behördliche Anträge online erledigt werden. Amtswege wie eine Hundeanmeldung, ein Ansuchen um Sperrstundenverlängerungen für Lokale oder Wohnsitzerklärungen können somit gleich von zuhause aus erledigt werden. Die verwendete Formularlösung stammt von aforms2web.[11]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Haslach an der Mühl
Alte Befestigungsmauer von Haslach
Pfarrkirche

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Größe des Ortes besitzt Haslach viele sehenswürdige Museen:

  • Heimatmuseum im Wehrturm
  • Kaufmannsmuseum
  • Schulmuseum
  • Textiles Zentrum Haslach mit Webereimuseum und Nähmaschinenmuseum
  • Museum Mechanische Klangfabrik[12]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kranzlingfest Haslach: eines der größten Zeltfeste im Bezirk Rohrbach das jedes Jahr zu Pfingsten auf dem Freizeitgelände Kranzling in Haslach stattfindet.
  • Webermarkt: weit über die regionalen Grenzen hinaus bekannter Webermarkt, jährlich veranstaltet vom ehrenamtlich geführten Verein „Textile Kultur Haslach“. Im alten Ortsteil Auf der Stelzen präsentieren Textilschaffende aus ganz Europa hochwertige Produkte und individuelle Kreationen.
  • Textile Kultur Haslach: Jedes Jahr findet die „Textile Kultur Haslach“, ein großes Sommersymposium statt. Während der 14-tägigen Veranstaltung finden Kurse rund um das Weben am Handwebstuhl statt, es werden aber auch eine Vielzahl anderer textiler Techniken von anerkannten Kursleitern aus mehreren Ländern vermittelt. Zahlreiche Workshops, Experimentierwerkstätten, Ausstellungen und ein Rahmenprogramm mit Fachvorträge, Theater- und Tanzaufführungen, Lesungen und Musikveranstaltungen runden das Symposium ab und stehen sowohl dem Fachpublikum als auch Laien offen.
Der Verein wurde 1991 gegründet und hat es sich zur Aufgabe gemacht, textile Kunst und Kultur in ihrem breiten Spektrum zu fördern. Ziel ist es, eine Verbindung zwischen Tradition und Moderne, Kunst und Technik, Handwerk und Industrie, Forschung und Lehre, Experiment und Praxis zu schaffen.
Haslach bietet dabei einen geschichtsträchtigen Grundstein. Der Ort an der Mühl im oberen Mühlviertel und seine Umgebung waren mehrere Jahrhunderte ein wichtiges Zentrum für die Leinenindustrie und sind es teils noch heute. An diese Tradition will das Team von Textile Kultur Haslach auf zeitgemäße Weise anknüpfen bzw. anweben.

Kulinarische Spezialitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für Leinölerdäpfel wird Leinöl in der „Stahlmühle“ gepresst. Diese liegt am Zusammenfluss der Flüsse Große Mühl und Steinerne Mühl. Diese regionale Spezialität ist in und um Haslach bekannt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Haslach an der Mühl – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Land Oberösterreich: Naturraumkartierung Oberösterreich. Landschaftserhebung Haslach an der Mühl. Endbericht. Kirchdorf an der Krems 2006
  2. Statistik Austria: Ortsverzeichnis Oberösterreich 2005 S. 258
  3. a b Land Oberösterreich Bevölkerungsstände in Oberösterreich im Vergleich nach Staatsbürgerschaft
  4. Statistik Austria: Bevölkerung nach dem Religionsbekenntnis und Bundesländern 1951 bis 2001 (abgerufen am 2. Oktober 2013)
  5. a b c Statistik Austria Gemeindedaten von Haslach
  6. a b Land Oberösterreich Wohnbevölkerung in Oberösterreich im Vergleich nach Altersgruppen
  7. Land Oberösterreich Gemeinderatswahlen in Haslach ab 1945
  8. Land Oberösterreich Wahlergebnis bei Bürgermeisterwahlen
  9. Land Oberösterreich Bürgermeister der Gemeinde Haslach an der Mühl seit 1850
  10. Land Oberösterreich Wappen der Gemeinde Haslach an der Mühl
  11. Formulare. Abgerufen am 31. März 2016.
  12. Museum Mechanische Klangfabrik