Hasselbach (Weilburg)

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Hasselbach
Stadt Weilburg
Koordinaten: 50° 29′ 1″ N, 8° 12′ 18″ O
Höhe: 261 m ü. NHN
Fläche: 5,44 km²[1]
Einwohner: 402 (31. Dez. 2017)[2]
Bevölkerungsdichte: 74 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 1970
Postleitzahl: 35781
Vorwahl: 06471

Hasselbach ist ein Stadtteil von Weilburg an der Lahn im mittelhessischen Landkreis Limburg-Weilburg. Mit rund 400 Einwohnern ist Hasselbach der zweitkleinste Stadtteil Weilburgs.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hasselbach liegt im Westerwald etwa sechs km von der Weilburger Innenstadt entfernt. Die höchste Erhebung des Weilburger Stadtgebiets befindet sich in der Hasselbacher Gemarkung: Der Hohenstein (370,1 m ü. M.).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung Hasselbachs datiert aus dem Jahr 1235. Die Gräfin Lukardis von Wied-Runkel vermachte der Abtei Rommersdorf eine Rente von ihren Gütern zu Hasilbach. Ursprünglich gehörte der Ort zum Amt Merenberg und der nassauischen Grafschaft Weilburg.

Im Jahr 1844 umfasste der Ort 59 Häuser.

Der Ort gehörte zum Kirchspiel Allendorf. Ein eigener Friedhof wurde 1829 angelegt, bis dahin wurde auf dem Friedhof in Allendorf beerdigt. Der Ort verfügt über keinen eigenständigen Kirchenbau.

Gebietsreform[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen wurde das Dorf am 31. Dezember 1970 ein Stadtteil von Weilburg.[3]

Territorialgeschichte und Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgende Liste zeigt im Überblick die Territorien, in denen Hasselbach lag, bzw. die Verwaltungseinheiten, denen es unterstand:[1][4]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hasselbach: Einwohnerzahlen von 1834 bis 1970
Jahr  Einwohner
1834
  
328
1840
  
360
1846
  
355
1852
  
318
1858
  
301
1864
  
321
1871
  
331
1875
  
323
1885
  
309
1895
  
308
1905
  
307
1910
  
308
1925
  
303
1939
  
303
1946
  
418
1950
  
417
1956
  
347
1961
  
345
1967
  
344
1970
  
347
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: [1]

Religionszugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Quelle: Historisches Ortslexikon[1]

• 1885: 303 evangelische, 6 katholische Einwohner
• 1961: 266 evangelische und 78 katholische Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsvorsteher ist Lothar Hölzgen (SPD).[5]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereine

Auf Ortsebene bestehen die Vereine Freiwillige Feuerwehr Hasselbach e. V., gegründet 1932 (einschl. Jugendfeuerwehr seit 27. März 1997 und Kinderfeuerwehr seit 30. April 2011), Frauenchor Hasselbach, Gefriergemeinschaft Hasselbach, Gemischter Chor „Germania“ Hasselbach, Kyffhäuser Kameradschaft Hasselbach, Landfrauenverein Hasselbach, Reichsbund der Kriegsopfer Hasselbach-Gaudernbach und TuS Hasselbach 1911, der im Fußballbereich in der Spielgemeinschaft Gaudernbach/Hasselbach auftritt.

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem Jahr 1932 sorgt die Freiwillige Feuerwehr Hasselbach (ab 27. März 1997 mit Jugendfeuerwehr und seit 30. April 2011 mit Kinderfeuerwehr) für den abwehrenden Brandschutz und die allgemeine Hilfe in diesem Ort.

Es bestehen das Bürgerhaus, ein Sportplatz, eine Grillhütte, ein Kinderspielplatz und Wanderwege.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Hasselbach, Landkreis Limburg-Weilburg. Historisches Ortslexikon für Hessen (Stand: 23. März 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). Hessisches Landesamt für geschichtliche Landeskunde (HLGL), abgerufen am 22. März 2018.
  2. Stadt Weilburg: „Leben in der Stadt Weilburg – Zahlen, Daten, Fakten“, abgerufen am 18. März 2018.
  3. Der Hessische Minister des Innern: Zusammenschluß der Stadt Weilburg und der Gemeinden Ahausen, Bermbach, Drommershausen, Gaudernbach, Hasselbach, Hirschhausen, Kirschhofen, Odersbach und Waldhausen im Oberlahnkreis zur Stadt „Weilburg“ vom 5. Januar 1971. In: Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1971 Nr. 3, S. 111, Punkt 120 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 5,5 MB]).
  4. Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Land Hessen. (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  5. Ortsbeiräte/ Ortsvorsteher. Stadt Weilburg, abgerufen am 27. November 2016.