Hasselbrook

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Ausschnitt aus der Varendorffschen Karte vom Ende des 18. Jahrhunderts: Das unbezeichnete grüne Feld in der Bildmitte (über dem Dorf Hamm) markiert den historischen Hasselbrook; am linken Bildrand die Vorstadt St. Georg mit dem „Neuen Werk“, rechts Wandsbeck.
Die Ritterstraße um 1900

Der Hasselbrook ist eine alte Flurbezeichnung und heute ein Wohngebiet in den Hamburger Stadtteilen Hamm und Eilbek. Noch heute erinnern u. a. die Hasselbrookstraße, die Hasselbrookschule und der Bahnhof Hasselbrook an den alten Namen.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Hasselbrook umfasst den südlichen Teil des Stadtteils Eilbek sowie den Nordosten von Hamm. Eine exakte Begrenzung besteht nicht, seine Ausdehnung dürfte jedoch in etwa das Gebiet zwischen Landwehr im Westen, Papenstraße im Norden, Hammer Steindamm im Osten und Moorende im Süden umfassen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis ins 19. Jahrhundert war der Hasselbrook ein sumpfiges Bruchwaldgebiet (niederdeutsch: Brook), das ursprünglich vollständig als Allmendeland zu Hamm gehörte. Als 1864 die Eisenbahnstrecke zwischen Hamburg und Lübeck gebaut wurde, führte ein Teil der Trasse genau durch den Hasselbrook. Im Zuge dieses Baus erfolgte auch die Erschließung und Besiedelung zunächst des Gebietes nördlich davon. Da sich die Eisenbahntrasse als Grenze zwischen Hamm und Eilbek anbot, wurde dieser nördliche Teil des Hasselbrooks 1874 Eilbek zugeschlagen. Der bei Hamm verbliebene Südteil wurde erst seit den 1910er Jahren bebaut. Im Zweiten Weltkrieg erfuhr der Hasselbrook 1943 schwere Zerstörungen durch alliierte Luftangriffe (Operation Gomorrha). Nach dem Krieg wurde das Gebiet überwiegend mit Backsteinbauten in Zeilenbauweise neu aufgebaut, die das Gesicht beider Stadtteile bis heute prägen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 53° 34′ N, 10° 3′ O