Hasseldieksdamm

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Hasseldieksdamm
Stadt Kiel
Koordinaten: 54° 18′ 57″ N, 10° 4′ 27″ O
Fläche: 3,39 km²
Einwohner: 2797 (31. Dez. 2014)
Bevölkerungsdichte: 826 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. April 1910
Postleitzahl: 24109
Vorwahl: 0431
Karte
Lage von Hasseldieksdamm in Kiel

Hasseldieksdamm ist ein Stadtteil von Kiel.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Kieler Stadtbuch von 1264 bis 1289 wurde im Jahre 1270 das Dorf Hassenthorpe an der Stelle des heutigen Hasseldieksdamm erstmals erwähnt. Für die folgenden Jahrzehnte fehlt ein urkundlicher Nachweis zum Verbleib des Dorfes. Die Fischteiche zu beiden Seiten des Hasseldieksdammer Gehölzes wurden vermutlich aber weiterhin wirtschaftlich genutzt. Im Jahre 1543 wurde dann wieder der Fischteich „Hasseldieksdamm“ erwähnt. Die Kieler Stadtdörfer (Teil des Stiftungsvermögens des Heiligengeisthospitals) wurden im Jahre 1572 Herzog Adolf I. in Pacht gegeben. Hasseldieksdamm ging im Meierhof Kronshagen auf, der dann 1667 zum Gut wurde.

1768 wurde das Gut Kronshagen in ein Amt umgewandelt, das Hoffeld parzelliert und eine Erweiterung des Dorfes Hasseldieksdamm eingeleitet. Die großen Fischteiche waren vorher schon abgelassen worden. Das Gelände konnte nun landwirtschaftlich genutzt werden.

Am 1. April 1910 endete die Eigenständigkeit des Dorfes Hasseldieksdamm. Es wurde mit Hassee, Gaarden-Süd, Ellerbek und Wellingdorf nach Kiel eingemeindet.[2]

Seit der Eingemeindung hat sich Hasseldieksdamm weniger als andere Kieler Stadtteile verändert. Der Stadtteil ist über die Ausfallstraßen Hofholzallee und Skandinaviendamm an die Kieler Innenstadt angebunden. Die Hofholzallee ist von einfachen Villen geprägt. Südlich der Hofholzallee befindet sich der alte Dorfkern. Im Martenshofweg und in der Melsdorfer Straße sind einige reetgedeckte Fachhallenhäuser und Katen erhalten geblieben. An der Ecke Hofholzallee/Russeer Weg wurden nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst kleinere Siedlungen und um 1960 von der Kieler Wohnungsbaugesellschaft (KWG) die Geschosswohnungssiedlung „Neu-Hasseldieksdamm“ in der Straße Im Waldwinkel errichtet. Den Mittelpunkt dieser Siedlung bildet der Hochhausriegel „Sprottenkiste“, in dem sich auch ein Versorgungszentrum befindet. Diese Bauweise ist jedoch eine Ausnahme im ansonsten von Villen und Einfamilienhäusern geprägten Hasseldieksdamm, im Gegensatz zur benachbarten Großwohnsiedlung Mettenhof.[3]

Schulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Erlöserkirche (ev.-luth.): Grundsteinlegung am 27. April 1957 und Einweihung am 29. September 1957 [5]
  • Raphael-Kirche (anthroposophisch): Grundsteinlegung am 2. September 1984 und Einweihung am 22. September 1985 [6]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Naherholung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hasseldieksdamm – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die Bevölkerung in den Kieler Stadtteilen 2014. (PDF) Landeshauptstadt Kiel
  2. a b Hedwig Sievert: Hasseldieksdamm. Bd. 42 der Reihe Mitteilungen der Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte, Kiel 1952.
  3. Kieler Stadtteile. Band 5: Der Kieler Stadtrand im Westen und Süden. Borchard & Wegner, Kiel 2009, ISBN 978-3-00-029094-7, S. 54, Text von Ekkehard Buchhofer.
  4. http://waldorfschule-kiel.de/start/schule/chronik2.html
  5. Werner Jensen: Geschichte Hasseldieksdamms: Kirchengemeinde Hasseldieksdamm. In: Hasseldieksdammer Rundbrief, Nr. 11, 3/2003.
  6. Werner Jensen: Aus der Geschichte Hasseldieksdamms: "Die Gaststätte Waldeck". In: Hasseldieksdammer Rundbrief, Nr. 9 , 1/2003.
  7. http://www.kiel.de/touristik/kiel_erkunden/gruene_wege/station.php?x=249
  8. http://backup.kiel.de/umwelt/download/KollhorstInfoblatt.pdf