Hasselvorsperre

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Hasselvorsperre / Vorsperre Hassel
Hasselvorsperre im Juni 2011
Hasselvorsperre im Juni 2011
Lage: Landkreis Harz, Sachsen-Anhalt
Zuflüsse: Hassel, Sautal
Abflüsse: Hassel
Größere Orte in der Nähe: Hasselfelde
Hasselvorsperre / Vorsperre Hassel (Sachsen-Anhalt)
Hasselvorsperre / Vorsperre Hassel
Koordinaten 51° 42′ 22″ N, 10° 49′ 49″ OKoordinaten: 51° 42′ 22″ N, 10° 49′ 49″ O
Daten zum Bauwerk
Bauzeit: 1956–1959[1]
Höhe des Absperrbauwerks: 21,5 m[1]
Höhe über Gründungssohle: 21 m
Höhe über Gewässersohle: 17,7 m[2]
Bauwerksvolumen: 14.000 m³
Kronenlänge: 141,3 m[2]
Kronenbreite: 2 m[2]
Daten zum Stausee
Höhenlage (bei Stauziel) 432,8 m ü. NHN[3]
Wasseroberfläche 25 ha
Stauseelänge ca. 2 km [4]dep1
Stauseebreite max. ca. 400 m [4]dep1
Speicherraum 1,64 Mio. m³[2]
Gesamtstauraum: 1,47 Mio. m³[1]
Einzugsgebiet 44,1 km²

Die Hasselvorsperre, auch Vorsperre Hassel genannt, im Harz ist eine Vorsperre der Rappbodetalsperre bei Hasselfelde im Landkreis Harz, Sachsen-Anhalt. Die Stauanlage wurde von 1956 bis 1959 errichtet. Sie besteht aus Talsperre, Wasserwerk und Stausee. Ihre rund 21,5 m[1] hohe Staumauer staut die Hassel zum etwa 25 ha großen Hasselstausee auf. Die Vorsperre dient der Trinkwasserversorgung und gehört zum Talsperrenbetrieb Sachsen-Anhalt.

Zweck[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Zweck der Vorsperre ist die mechanische und biologische Vorreinigung des Wassers, bevor es in die Hauptsperre fließt. Im Stausee kommt das Wasser zur Ruhe, so dass sich Fremdstoffe absetzten können. Das Trinkwasser kann durch in der Mauer befindliche Öffnungen mit Schützenverschlüssen aus unterschiedlichen Höhen entnommen und übergeleitet werden.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hasselvorsperre liegt zwischen dem nahen Hasselfelde (Ortsteil von Oberharz am Brocken) im Südosten und dem etwas unterhalb ihrer Staumauer befindlichen Hasselarm des sich nordwestlich ausbreitenden Rappbodestausees.

Talsperre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Absperrbauwerk der Talsperre steht etwa 2,7 km nordwestlich von Hasselfelde. Auf dem nördlichen Drittel der Mauer befindet sich ein Betriebsgebäude mit den Bedieneinrichtungen.

Daten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die gerade Gewichtsstaumauer[2] wurde von 1956 bis 1959[1] erbaut. Über der Gründungssohle ist sie 21 m, und insgesamt ist sie etwa 21,5 m[1] hoch. Die Bauwerkskrone ist 141,3 m[2] lang und 2 m[2] breit. Das Bauwerk enthält zirka 14.000 m³ Stahlbeton. Sein Untergrund besteht zum überwiegenden Teil aus Grauwacke und in geringem Maße aus dünnspaltendem Tonschiefer.

Stausee[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Hasselstausee liegt etwa 2 km nordwestlich von Hasselfelde. Er befindet sich etwa mittig zwischen den Rabensteinen (ca. 510 m) im Westen und dem Hoppelberg (507,5 m) im Osten. Das gestaute Fließgewässer ist mit dem Rappbode-Zufluss Hassel der östliche der beiden Hauptzuflüsse des Rappbodestausees; zudem münden weitere kleine Bäche, wie der Sautal-Bach, in den Stausee.

Daten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Stausee ist etwa 25 ha groß. In Süd-Nord-Richtung erstreckt er sich – ungefähr entlang der Stausee-Mittellinie gemessen – auf rund 2 km[4] Länge, und er ist maximal zirka 400 m[4] breit. Er hat rund 1,47 Mio. m³[1] Speicherraum und 1,64 Mio. m³[2] Gesamtstauraum. Seine Wasseroberfläche liegt auf 432,8 m[3] Höhe und sein Einzugsgebiet ist zirka 44,1 km² groß.

Im Normalfall ist der Stausee, weil er nicht dem Hochwasserschutz dient, ständig mit Wasser gefüllt, und über die regelbare Wasserabgabe wird das Trockenfallen der Flusstäler verhindert.

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um den Stausee und über den Staudamm führt ein etwa 5,6 km langer Rundwanderweg. Die Hasselvorsperre ist als Nr. 53[5] () in das System der Stempelstellen der Harzer Wandernadel einbezogen. Angeln im Stausee ist mit Genehmigung möglich, Schwimmen ist verboten.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g Informationstafel zur Hasselvorsperre
  2. a b c d e f g h Vorsperre Hassel (und andere Talsperren), in Gebietsstaubereich Nord, beim Talsperrenbetrieb Sachsen-Anhalt, auf talsperren-lsa.de
  3. a b Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)
  4. a b c d Kartendienste des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)
  5. Harzer Wandernadel: Stempelstelle 53 / Hassel-Vorsperre (Hassel-Vorsperre-Staumauer), auf harzer-wandernadel.de

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]