Hattenbacher Dreieck

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Hattenbacher Dreieck
A5 A7 E40 E45
Karte
Übersichtskarte Hattenbacher Dreieck
Lage
Land: Deutschland
Bundesland: Hessen
Koordinaten: 50° 48′ 23″ N, 9° 31′ 53″ OKoordinaten: 50° 48′ 23″ N, 9° 31′ 53″ O
Höhe: 350 m ü. NN
Basisdaten
Bauart: Vollständiges Dreieck
Brücken: 3 (Autobahn)
Baujahr: 1968
Die A7 am Hattenbacher Dreieck in Richtung München
Die A7 am Hattenbacher Dreieck in Richtung München

Das Hattenbacher Dreieck ist ein Autobahndreieck in Hessen bei Bad Hersfeld. Hier beginnt die in Richtung Südwesten verlaufende A 5 (Hattenbacher Dreieck – Frankfurt am Main – Basel) an der in Nord-Süd-Richtung verlaufenden A 7 (Flensburg – Hamburg – Kassel – Füssen).[1] Nur rund 4 Kilometer nördlich des Hattenbacher Dreiecks zweigt am Kirchheimer Dreieck von der A 7 die A 4 nach Thüringen und Sachsen ab.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Autobahndreieck ist nach dem Ortsteil Hattenbach benannt, der zur Gemeinde Niederaula gehört. Die umliegenden Gemeinden sind Kirchheim, Oberaula und Breitenbach am Herzberg. Es befindet sich etwa 55 Kilometer südlich von Kassel, ca. 105 Kilometer westlich von Erfurt und etwa 30 Kilometer nördlich von Fulda.

Die beiden benachbarten Autobahndreiecke in der Mitte von Deutschland wurden nach dem Mauerfall und der Öffnung der innerdeutschen Grenze 1989 durch die West-Ost Verbindung der A 4 international bedeutend: hier treffen sich seitdem die Autobahnen der Relationen Hamburg – Frankfurt, Hamburg – München, Frankfurt – Berlin, Frankfurt – Dresden und Köln - Dresden.

Das Autobahndreieck trägt auf der A 5 die Nummer 1, auf der A 7 die Nummer 88.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ursprünglich war anstelle des Dreiecks ein Autobahnkreuz geplant, wobei von hier aus die Lücke zwischen dem östlichen Teil der A 4 und deren westlichen Teil durch eine Verbindung Hattenbach – Olpe geschlossen werden sollte; dieses Teilstück wurde jedoch bisher nicht verwirklicht.

Bauform[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dreieck ist nicht in der sonst üblichen Trompetenform angelegt, wie z. B. das Kirchheimer Dreieck, stattdessen bestehen direkte Verbindungen zur abzweigenden Fahrtrichtung, ohne die sonst üblichen Schleifen und Kurven. Die Verzweigung in Richtung Frankfurt auf die A 5 und in Richtung Würzburg zur A 7 erfolgt an einer Steigungsstrecke mit einer vierstreifigen Richtungsfahrbahn für den Verkehr nach Süden, die aus dem Aulatal herausführt. Um diesen als Unfallschwerpunkt geltenden Abschnitt zu entlasten, wurde das Hattenbacher Dreieck ab Juni 2007 mit einem separaten Fahrstreifen für den LKW-Verkehr nach Frankfurt und einer dynamischen Verkehrsführung ausgebaut. Die Verkehrszeichenbrücken werden im Rahmen des Projekts Staufreies Hessen 2015 von der Verkehrszentrale Hessen in Frankfurt gesteuert.

Verkehrsaufkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als zentraler Verkehrsknoten im deutschen Autobahnnetz ist das Hattenbacher Dreieck mit etwa 130.000 Fahrzeugen am Tag einer der verkehrsreichsten in Deutschland außerhalb von Ballungsräumen.[2][3]

Von Nach Durchschnittliche
tägliche Verkehrsstärke[4]
Hattenbacher Dreieck AS Alsfeld-Ost (A 5) 53.500 Fahrzeuge (Zahl von Verkehrszählung 2010)
AS Kirchheim (A 7) Hattenbacher Dreieck 90.900 Fahrzeuge
Hattenbacher Dreieck AS Niederaula (A 7) 45.900 Fahrzeuge

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hattenbacher Dreieck. Autobahnkreuze & Autobahndreiecke in Deutschland, 2011, abgerufen am 24. November 2012.
  2. Hersfelder Zeitung am 2. Juni 2007, Artikel: Extra-Spur für Lastwagen
  3. Am Autobahndreieck 30 Prozent Rabatt FAZ am 23. Februar 2009
  4. Manuelle Verkehrszählung BAB 2015. BASt Statistik, 2015, abgerufen am 18. August 2017. (PDF-Datei)