Hatterode

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Hatterode
Koordinaten: 50° 45′ 24″ N, 9° 30′ 11″ O
Höhe: 249 m ü. NHN
Fläche: 4,28 km²[1]
Einwohner: 287[2]
Bevölkerungsdichte: 67 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 1971
Postleitzahl: 36287
Vorwahl: 06675
Ortsmitte von Hatterode aus der Luft
Ortsmitte von Hatterode aus der Luft
Kirche in Hatterode
Blick vom Kirchturm auf das Bürgerzentrum

Hatterode ist ein Ortsteil der Großgemeinde Breitenbach a. Herzberg im Landkreis Hersfeld-Rotenburg in Hessen.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt zwischen den Städten Alsfeld und Bad Hersfeld, als südwestlichster Zipfel des Landkreises Hersfeld-Rotenburg an der Grenze zum Vogelsbergkreis. Die Jossa, ein Nebenfluss der Fulda, fließt durch das von Wäldern umringte Hatterode. Benachbarte Orte entlang der L3160 sind Breitenbach a.H. in nordöstlicher Richtung und Wallersdorf, Stadtteil von Grebenau, in südwestlicher Richtung. Aufgrund seiner Lage an der Kreisgrenze wird Hatterode im Busverkehr sowohl von der Regionalverkehr Kurhessen GmbH als auch von der Verkehrsgesellschaft Oberhessen mbH bedient. Die 1994 stillgelegte Bahnstrecke Niederaula–Alsfeld, auch Gründchenbahn genannt, führte ebenfalls durch den Ort.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hatterode wurde im Jahre 1315 erstmals urkundlich erwähnt, wobei seine Gründung zwischen 900 und 1200 liegen dürfte. Der Ort lag an der damals bedeutenden Handelsstraße „Kurze Hessen“. Aus dem Jahre 1781 ist die Einwohnerzahl 249 überliefert, davon waren 14 Knechte und 15 Mägde. Schon damals prägten die 17 Ackerleute den dörflichen Charakter, aber auch Müller, Schneider, Lineweber, ein Schmied und ein Tagelöhner bestritten ihren Lebensunterhalt in Hatterode. Um 1950 erreichte die Einwohnerzahl mit fast 500 ihren Höchststand. Am 31. Dezember 1971 schlossen sich die Gemeinden Hatterode, Breitenbach am Herzberg und Oberjossa zusammen und gründeten die Großgemeinde Breitenbach am Herzberg.[3]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsvorsteherin von Hatterode ist Doris Heiderich.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nur wenige Kilometer nordwestlich des Ortes liegt die Burg Herzberg, die größte Höhenburg Hessens.

Die evangelische Kirche in Hatterode ist die älteste Kirche in der Großgemeinde. Sie wurde erst kürzlich im Rahmen eines Dorferneuerungs-Programms renoviert und bekam unter anderem einen neuen Kirchturm.

Zudem gibt es in Hatterode zahlreiche gut erhaltene Fachwerkhäuser, die unter Denkmalschutz stehen.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Burschenschaft
  • Freiwillige Feuerwehr
  • Freundeskreis des Geselligen Lebens
  • Gymnastikgruppe
  • Jagdgenossenschaft
  • Wanderfreunde

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jerusalemfest
  • Volkswandertag
  • Zelt-Kirmes

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Einwohner von Hatterode haben in den letzten Jahren viel auf erneuerbare Energie gesetzt. Photovoltaik- und Solaranlagen prägen zunehmend das Ortsbild. Zudem wurde eine Biogasanlage in Betrieb genommen, die unter anderem einige Haushalte mit Heizenergie versorgt.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. „Hatterode, Landkreis Hersfeld-Rotenburg“. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). (Stand: 9. Dezember 2014)
  2. Hattenrode im Internetauftritt der Gemeinde Breitenbach am Herzberg, abgerufen im Januar 2016.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 412.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hatterode – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien