Hatzenport

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Hatzenport
Hatzenport
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Hatzenport hervorgehoben
Koordinaten: 50° 14′ N, 7° 25′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Mayen-Koblenz
Verbandsgemeinde: Rhein-Mosel
Höhe: 85 m ü. NHN
Fläche: 3,77 km2
Einwohner: 609 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 162 Einwohner je km2
Postleitzahl: 56332
Vorwahl: 02605
Kfz-Kennzeichen: MYK, MY
Gemeindeschlüssel: 07 1 37 208
Adresse der Verbandsverwaltung: Bahnhofstraße 44
56330 Kobern-Gondorf
Webpräsenz: www.hatzenport.de
Ortsbürgermeister: Albrecht Gietzen
Lage der Ortsgemeinde Hatzenport im Landkreis Mayen-Koblenz
Karte
Hatzenport in spätherbstlichem Sonnenlicht auf die Weinbergterrassen der "Ersten Lage" Kirchberg

Hatzenport ist eine Ortsgemeinde der Terrassenmosel im Landkreis Mayen-Koblenz in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Rhein-Mosel an, die ihren Verwaltungssitz in Kobern-Gondorf hat.

Zu Hatzenport gehören auch die Wohnplätze Am Bischofstein und Betzemerhof.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name leitet sich von dem lateinischen Namen Hattonis porta ab, das heißt der Hafen oder das Tor des Trierer Erzbischofs Hetti (Amtszeit 814–847).[3]

Hatzenport wurde 1135 erstmals urkundlich (ohne Nachweis) erwähnt. Weinbau wird erstmals für das Jahr 1216 beurkundet.[4] Die heutige Gemeinde Hatzenport ist am 12. Juni 1994 durch Ausgliederung des gleichnamigen Ortsteils der Gemeinde Löf entstanden. Zuvor war die Gemeinde Löf am 31. Dezember 1975 aus den zuvor selbständigen Gemeinden Hatzenport, Kattenes und Löf neu gebildet worden.[5]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Hatzenport besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem. Die zwölf Sitze verteilen sich auf vier Wählergruppen.[6]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wahrzeichen des Moselorts ist der alte Fährturm (Grundsteinlegung 1863). Der seit dem 16. Jahrhundert bedeutende Fährbetrieb wurde nach dem Brückenbau 1972 Löf/Alken eingestellt. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die alte oberhalb des Ortes gelegene gotische Pfarrkirche St. Johannes, die neue, 1869/70 durch Hermann Nebel erbaute katholische Pfarrkirche St. Rochus sowie das alte Pfarrhaus, ein Fachwerkbau, der sich unterhalb der alten Kirche in der Oberstraße befindet; dort gibt es heute eine Apfelweinkellerei.

Bei Hatzenport, etwa 2 Kilometer moselaufwärts, liegt im Gemeindegebiet Lasserg, einem Stadtteil von Münstermaifeld die Burg Bischofstein.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Hatzenport

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weinbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hatzenport gehört zum „Weinbaubereich Burg Cochem“ im Anbaugebiet Mosel. Im Ort sind fünf Weinbaubetriebe tätig, die bestockte Rebfläche beträgt 12 Hektar. Etwa 88 % des angebauten Weins sind Weißweinrebsorten (Stand 2010).[7]

Weinlagen (moselabwärts gesehen)[8]
  • Hatzenporter Burg Bischofstein
  • Hatzenporter Kirchberg
  • Hatzenporter Stolzenberg

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hatzenport besitzt einen Bahnhof an der Moselstrecke, es verkehren dort Regionalbahnen auf der Strecke KoblenzTreis-KardenTrier. Seit 2005 gibt es einen Bahnhofsneubau mitten im Ort, der ehemalige Bahnhof liegt in Richtung Burg Bischofstein und wurde mit der Eröffnung des neuen Bahnhofs stillgelegt. Ferner gibt es eine Busverbindung nach Münstermaifeld und Treis-Karden.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Prof. Joh. August Klein, Das Moselthal zwischen Koblenz und Konz. Historisch, topographisch, malerisch. Koblenz 1831

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hatzenport – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile, Seite 28 (PDF; 2,3 MB)
  3. Diese Namenserklärung wurde vermtl. erstmals von J. A. Klein, 1831 gemacht. Als Informant gab er den Ortspfarrer Platten an. Klein zitiert die Sprengung eines Fels-Durchgangs durch "einen Bischof Hetti oder Hatto": ...so sagen wenigstens Klosterberichte" in Moselthal..., S. 121–122
  4. Mittelrheinisches Urkundenbuch (MRUB) III, Nr. 56
  5. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, Seite 178 (PDF; 2,5 MB)
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014 Stadt- und Gemeinderatswahlen
  7. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  8. Krieger, Joachim: Terrassenkultur an der Untermosel, Joachim Krieger Verlag, Neuwied 2003