Haubitz + Zoche

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Sabine Haubitz und Stefanie Zoche war ein deutsches Künstlerduo.

Leben und Werk[Bearbeiten]

Sabine Haubitz (1959–2014) hatte in Berlin und München, Stefanie Zoche (*1965) in Perpignan und London Kunst studiert. Von 1998 bis zur tödlichen Verunglückung von Haubitz arbeiteten beide als Künstlerduo in den Bereichen Fotografie, Videoskulptur und Rauminstallation. Die Auseinandersetzung mit dem Stadtraum und die Sensibilisierung für darin wirkende Mechanismen war ein zentrales Anliegen der Künstlerinnen. Dabei interessierten sie nicht nur die architektonische Gestaltung des öffentlichen Raumes, sondern auch die inszenatorischen Strategien, die den städtischen Raum zu einer Art Bühne werden lassen. In den späten Jahren der Zusammenarbeit rückten zudem Themenkomplexe wie Klimawandel und der Umgang mit Ressourcen in den Fokus ihrer Arbeit.

Haubitz+Zoche waren mit Ihren Arbeiten in zahlreichen nationalen und internationalen Ausstellungen vertreten. Ihr Fotobuch „Sinai Hotels“ wurde 2007 mit dem deutschen Fotobuchpreis ausgezeichnet, für ihre künstlerische Arbeit erhielten sie u.a. den Kodak-Förderpreis, Projektstipendien vom Kulturwerk der VG Bild Kunst und des Kuturreferates der Landeshauptstadt München. 2011 wurden sie für den Prix Pictet nominiert.[1]

Haubitz+Zoche waren mit Ihren Arbeiten in zahlreichen nationalen und internationalen Ausstellungen vertreten. (siehe Weblinks).

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten]

Einzelausstellungen:

2012, Facelift, Landesmuseum Linz, Österreich; 2010 Alice und Aladin oder die Logik der Attraktion, Kunstmuseum Heidenheim; Facelift, Galerie Nusser & Baumgart, München; 2008 Schiffbruch, Tod und Teufel, Neue Galerie im Höhmannhaus, Augsburg; Sinai Hotels, Architekturzentrum Wien, Austria; 2007 zweitausendsiebenundzwanzig, seven screens, Osram Art Projects, München; 2006 touch and go, Galerie Walter Storms, München; Sinai Hotels, Forum 03, Fotomuseum im Stadtmuseum, München

Gruppenausstellungen:

2012 Vertigo, Videoinstallation, 11. Biennale Havanna, Kuba; 2011Utilitas interrupta, Experimenta, Lissabon, Portugal; 2010 Dreamlands, Centre Pompidou, Paris, Frankreich; 2009 Rethink Kakotopia, Kunsthallen Nikolaj, Kopenhagen/Tensta Konsthall Stockholm; 2008 The Yamuna Blues, 48°C public.art.ecology, Delhi, Indien; 2007 Fokus Ägypten, Kunstverein Hildesheim; vistazo, Museo Carrillo Gil, Mexiko Stadt; 2006 Gletscherdämmerung, Klimawandel und die Folgen, Eres Stiftung, München

architekurbezogene Projekte:

2009 Landungssteg, Stadtbrücke Hallein, Österreich; 2008 Turmspringer, Forum Duisburg; Adhäsion, FH Nürnberg; 2005 Reflections, Bankhaus Wölbern, Hamburg; 2004 Pixeltransfer, Universität für Biologie, Martinsried; 2002 Luftsprung, Deka Bank, Luxemburg; 2001Treppenauge, Allianz, Munich

Publikationen[Bearbeiten]

  • 2012 Haubitz+Zoche FACELIFT Salzburg: Edition Fotohof. ISBN 978-3-902675-64-4 [2]
  • 2009 Haubitz+Zoche, FLIEGENDE BAUTEN. Nürnberg: Verlag für Moderne Kunst, ISBN 978-3-941185-65-4
  • 2006 Haubitz+Zoche SINAI HOTELS. Salzburg: Edition Fotohof. ISBN 978-3-901756-64-1[3]
  • 2004 Haubitz+Zoche, DENTRO LO SPECCHIO. Studio la Città, Verona, 2004
  • 2002 Haubitz+Zoche, SPRINGER UND WASSERSPIEGEL. Verlag Walter Storms, München, 2002 ISBN 3-927533-28-9
  • 2001 Haubitz+Zoche, SPION. Neue Galerie Dachau

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Stephan Berg, "Katastrophal schön", Monografie: Fliegende Bauten, Verlag für moderne Kunst Nürnberg, 2009, ISBN 978-3-941185-65-4
  • Florian Matzner " fliegende Bauten und andere Gedankengebäude, Monografie: Fliegende Bauten
  • Martin Hochleitner, Reise nach Trulala, Monografie: Fliegende Bauten
  • Heinz Schütz, das wetter im öffentlichen Raum, Monografie: Fliegende Bauten
  • Silvia Eiblmayr, Landungssteg, Monografie: Fliegende Bauten
  • Michael Hauffen „Zeigen und Beobachten als Strategien der Entgrenzung“, Katalog „Stefanie Zoche, Arbeiten im Raum“, Wolnzach, 1999
  • Eugen Gomringer „Der Zwischenraum“, Katalog „Sabine Haubitz, Zwischenraum“, Wolnzach, 1999

Weblinks[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. ArtFactsNet: Sabine Haubitz & Stefanie Zoche
  2. Publikation auf der Verlagsseite
  3. Publikation auf der Verlagsseite