Hauke Hückstädt

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Hauke Hückstädt (2010)

Hauke Hückstädt (* 20. August 1969 in Schwedt/Oder)[1] ist ein deutscher Literaturvermittler, Autor und Literaturkritiker.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hückstädt siedelte gemeinsam mit einem Teil seiner Familie im Februar 1984 von Schwedt/Oder nach Hannover über.[2] Im Jahr 1989 schloss er eine Lehre zum Tischler mit Gesellenbrief ab.[3] Anschließend folgten Abitur und Zivildienst als Rettungssanitäter beim DRK-Hannover. Von 1993 bis 1999 absolvierte er ein Studium der Germanistik und Geschichte an der Leibniz Universität Hannover.[3]

Von 1995 bis 2001 war er tätig im Leitungsteam der Veranstaltungsinstitution Literarischer Salon Hannover. Ab 1999 schrieb er Literaturkritiken für das Radio und vor allem für verschiedene Zeitungen, darunter Hannoversche Allgemeine Zeitung, Frankfurter Rundschau, Der Tagesspiegel, Literaturen, Die Zeit. Er veröffentlichte Gedichte, Übersetzungen, Aufsätze, Porträts, Reden und Essays in Zeitungen und Zeitschriften wie zum Beispiel Akzente, manuskripte, Süddeutsche Zeitung, Die literarische Welt, Bella triste und in zahlreichen Anthologien. Er ist unter anderem Mitglied der Jury für den Hilde-Domin-Preis, Juror der hr2-Hörbuchbestenliste sowie Kuratoriumsmitglied und Fachkurator für Literatur der Jürgen Ponto-Stiftung.

Im Sommer 2000 war er Assistent der Programmleitung Wörter:Welt im Deutschen Pavillon auf der EXPO 2000. Von Oktober 2000 bis April 2010 war er Geschäftsführer und Programmleiter der Veranstaltungsinstitution Literarisches Zentrum Göttingen e. V..[3] Seit 2004 erhielt er in loser Folge Lehraufträgen der Georg-August-Universität Göttingen sowie der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main zu Themen der Gegenwartspoesie und Literaturvermittlung. Im September 2008 war er als 1. Artist in Residence an der Universität Nanjing in China tätig. Seit Juli 2010 ist er Leiter des Literaturhaus Frankfurt am Main e. V.[2] Die Essayistin Ines Geipel widmete sich in Generation Mauer (Klett-Cotta 2014) u. a. seiner Herkunft und seinem Werdegang.[2]

Hückstädt lebt in Frankfurt am Main, ist verheiratet und Vater von zwei Töchtern.[4]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lyrik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Matrjoschkaschritt. Eric van der Wal, Bergen 1995.
  • Neue Heiterkeit. Zu Klampen, Lüneburg 2001, ISBN 3-933156-62-9.

Herausgeberschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Übersetzungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Michael Hofmann: Und dann folgte der große Krach. Gedichte. In: Akzente. Nr. 4/ 2000, ISSN 0002-3957.
  • David Constantine: Emblem, Obst, Beichtstuhl. Gedichte. In: Akzente. Nr. 6/ 2005, ISSN 0002-3957.
  • David Constantine: Etwas für die Geister. Gedichte. Aus dem Englischen von Johanna Dehnerdt und Hauke Hückstädt. Wallstein, Göttingen 2007, ISBN 978-3-8353-0103-0.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hauke Hückstädt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hauke Hückstädt. In: journal-frankfurt.de. Abgerufen am 30. Juni 2018.
  2. a b c Frankfurter Neue Presse: Der Rote Faden - Folge 158: Hauke Hückstädt - Der Literaturmacher | Frankfurter Neue Presse. (fnp.de [abgerufen am 2. Juli 2018]).
  3. a b c Frankfurter Rundschau: Literaturhaus-Chef Hückstädt: Der Ausdauer-Mann. Abgerufen am 2. Juli 2018.
  4. Robert Habeck, Hauke Hückstädt und Horst Niens: Drei Väter über das Familienleben. Abgerufen am 2. Juli 2018.