Hauke Wagner (Politiker)

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Hauke Wagner (2018)

Hauke Wagner (* 11. Mai 1982 in Hamburg) ist ein deutscher Politiker (SPD) und Abgeordneter in der Hamburgischen Bürgerschaft.

Ausbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur 2002 an der Rudolf-Steiner-Schule Harburg und Zivildienst im Jahre 2003 bei Leben mit Behinderung Hamburg absolvierte er von 2004 bis 2006 eine duale Ausbildung bei der städtischen Hamburger Hochbahn mit BWL-Studium an der privaten Fachhochschule Nordakademie in – damals – Elmshorn. Anschließend studierte er bis 2010 an der Universität Hamburg VWL und übte nebenher als wissenschaftlicher Mitarbeiter und zeitweiliger Büroleiter von dem Bürgerschaftsabgeordneten Mathias Petersen Tätigkeiten aus.

Beruf und Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 2010 bis 2012 war Wagner Vorstandsreferent und stellvertretender Bereichsleiter der strategischen Unternehmenssteuerung der Hamburger Hochbahn.

Wagner trat 2002 in die SPD ein. Zwischen 2011 und 2013 war er Mitglied der Bezirksversammlung Wandsbek und stellvertretender SPD-Fraktionsvorsitzender. Seit 2012 ist er Mitglied im Hamburger SPD-Landesvorstand und stellvertretender Kreisvorsitzender der SPD Wandsbek.[1]

Im Jahr 2012 amtierte Wagner als Landesvorsitzender der Jusos in Hamburg, gab diese Position und sein Mandat in der Bezirksversammlung Wandsbek jedoch für eine Tätigkeit beim schwedischen Energiekonzern Vattenfall auf. Zwischen September 2012 und 2014 war er für Vattenfall in Hamburg im Projektmanagement tätig und – als Privatperson[2] – laut Hamburger Abendblatt „neben Vattenfall-Norddeutschland-Chef Pieter Wasmuth einer der Köpfe des Unternehmens, die öffentlich gegen den Rückkauf der Energienetze vor dem Volksentscheid Front machten“.[3][4][5] Mit dem Slogan „Wer unser Land gestalten will, muss auch Bundesliga spielen“[6] kandidierte Wagner im Dezember 2013 für das Amt des Bundesvorsitzenden der Jusos, unterlag jedoch Johanna Uekermann.

Ab Oktober 2014 war Wagner für das französische Außenwerbungsunternehmen JCDecaux in Hamburg tätig. Heute führt er ein Unternehmen aus der Immobilienbranche und arbeitet als selbstständiger Kommunikationsberater.[7][8]

Hamburgische Bürgerschaftswahl und Bürgerschaftsmitgliedschaft seit 2015[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Bürgerschaftswahl in Hamburg 2015 kandidierte Wagner nur über die Landesliste und erlangte über Platz 35 ein Mandat im Bürgerschaftsparlament.[9] Dort gehört er für die SPD-Fraktion sowohl dem Ausschuss für Umwelt und Energie als auch dem Ausschuss für Wirtschaft, Innovation und Medien an. Im Vorfeld der Wahl sorgte er für Aufsehen, indem er einen 48-stündigen Sanitäterkurs mit Prüfung absolvierte und daraufhin in den Wahlunterlagen als Berufsbezeichnung „Sanitäter“ angab, – und somit auf dem Wahlzettel die Wähler mit seinem Beruf täuschte.[10] Nach eigenen Angaben hatte er zuvor recherchiert, dass dieser Beruf in der Bevölkerung hohes Ansehen und Vertrauen genießt.[11]

Weitere Mitgliedschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er ist Mitglied im Programmbeirat für Digitale Gesellschaft des SPD-Bundesvorstandes, Mitglied der IG Bergbau, Chemie, Energie, Mitglied der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland.[12]

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wagner wuchs mit zwei Geschwistern als Sohn des bisher dienstältesten Hamburger Senators und SPD-Politikers Eugen Wagner in Finkenwerder im Bezirk Hamburg-Mitte auf. Er wohnt im Stadtteil Eilbek, ist verheiratet mit der stellvertretenden Vorsitzenden der SPD Eilbek Marisa Wagner.[13][14] Das Paar hat einen gemeinsamen Sohn und eine Tochter.[15]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hauke Wagner (Politiker) – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hauke Wagner Profil auf spd-fraktion-hamburg.de, abgerufen am 5. Januar 2016.
  2. SPD-Mann Hauke Wagner schluepft in neue Rolle, abendblatt.de vom 1. Juli 2013, abgerufen am 5. Januar 2016.
  3. Peter Ulrich Meyer: Hauke Wagner will Juso Bundesvorsitzender werden, abendblatt.de vom 19. Oktober 2013, abgerufen am 5. Januar 2016.
  4. Peter Ulrich Meyer: Ex-Juso-Chef wird Manager bei Werbefirma JCDecaux, abendblatt.de vom 2. Oktober 2014
  5. SPD-Mann Hauke Wagner schlüpft in neue Rolle, abendblatt.de vom 1. Juli 2013
  6. Peter Ulrich Meyer: Hauke Wagner will Juso-Bundesvorsitzender werden, abendblatt vom 19. Oktober 2013
  7. haukewagner.de. Abgerufen am 26. September 2018.
  8. Abgeordnetenprofil von Hauke Wagner hamburgische-buergerschaft.de, abgerufen am 5. Januar 2016.
  9. Profil Hauke Wagner aufabgeordnetenwatch.de während der Bürgerschaftswahl 2015
  10. Wahlkampf: Hamburger Bürgerschaftskandidaten tricksen mit Berufsangaben von Jens Meyer-Wellmann aus: Hamburger Abendblatt Online vom 13. Januar 2015.
  11. tagesschau.de: Hinz' falscher Lebenslauf: Niemand prüft's. In: tagesschau.de. Abgerufen am 20. Juli 2016 (deutsch).
  12. Abgeordnetenprofil von Hauke Wagner hamburgische-buergerschaft.de, abgerufen am 5. Januar 2016.
  13. Vorstand SPD Eilbek, spd-hamburg.de (Memento des Originals vom 5. Januar 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.spd-hamburg.de, abgerufen am 5. Januar 2016.
  14. SPD Eilbek Abgeordnete, spd-hamburg.de (Memento des Originals vom 5. Januar 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.spd-hamburg.de, abgerufen am 5. Januar 2016.
  15. Abgeordnetenprofil von Hauke Wagner hamburgische-buergerschaft.de, abgerufen am 5. Januar 2016.