Haundorf

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Haundorf
Haundorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Haundorf hervorgehoben
Koordinaten: 49° 10′ N, 10° 46′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Weißenburg-Gunzenhausen
Verwaltungs­gemeinschaft: Gunzenhausen
Höhe: 445 m ü. NHN
Fläche: 51,34 km2
Einwohner: 2763 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 54 Einwohner je km2
Postleitzahl: 91729
Vorwahl: 09837
Kfz-Kennzeichen: WUG, GUN
Gemeindeschlüssel: 09 5 77 138
Gemeindegliederung: 22 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Reutbergstraße 34
91710 Gunzenhausen
Webpräsenz: www.haundorf.de
Bürgermeister: Karl Hertlein (Wählergem. Obererlbach)
Lage der Gemeinde Haundorf im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen
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Über dieses Bild
Haundorf

Haundorf ist eine Gemeinde im mittelfränkischen Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Gunzenhausen.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Haundorf liegt im Nordwesten des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen in der Region Westmittelfranken am nördlichen Rand des Fränkischen Seenlandes. Der Ort liegt in der Mönchswaldregion, einem hügeligen und waldreichen Wandergebiet. Während der eigentliche Mönchswald in der Gemeinde Muhr am See liegt, prägen der Haundorfer Wald und der Gräfensteinberger Wald die Gemeinde Haundorf. Südlich liegen mehrere, unter anderem auch touristisch genutzte Weiherketten, darunter der Haundorfer Weiher, der Holzweiher, der Schleißbühlweiher, der Branderweiher, der Speckweiher, der Eichenberger Weiher, der Ödweiher und der Koppenweiher. Im Süden fließt der Altmühlüberleiter, der unweit östlich der Gemeindegrenze in den Kleinen Brombachsee mündet. Auf dem Gemeindegebiet liegen zahlreiche Quellen, darunter südlich des Ortsteils Gräfensteinberg die des Brombachs, des Namensgebers des Brombachsees. Weitere Fließgewässer in der Gemeinde sind der Laubenzedeler Mühlbach und der Erlbach. In der Gemeinde trennt die Europäische Hauptwasserscheide die Einzugsgebiete von Rhein und Donau. Die Bundesstraße 466 durchquert die Gemeinde. Erhebungen am Rande des Spalter Hügellandes sind der Mönchsberg (529 m), der Hintere Mönchsberg (500 m), der Haubenberg (505 m), der Mittelberg (512 m), der Büchelberg (465 m) und der Kammerberg (460 m). Am südöstlichen Rand der Gemeinde liegt das Naturschutzgebiet Brombachmoor. Im Norden grenzt die Gemeinde an die beiden benachbarten Landkreise Ansbach und Roth. Auf dem Gemeindegebiet liegt nahe Oberhöhberg der nördlichste Punkt des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Nachbargemeinden sind:

Merkendorf, Wolframs-Eschenbach Mitteleschenbach Spalt
Gunzenhausen, Muhr am See Nachbargemeinden Absberg
Gunzenhausen Pfofeld, Gunzenhausen Pfofeld

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Haundorf besteht aus 22 Ortsteilen:[2]

Es gibt die Gemarkungen Gräfensteinberg, Haundorf und Obererlbach.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Haundorf gehörte zum 1792 von Preußen erworbenen Fürstentum Ansbach und ab 1500 zum Fränkischen Reichskreis. Als Teil Ansbachs fiel Haundorf im Vertrag von Paris 1806 durch Tausch an das Königreich Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinde.

Erholungsort[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1997 ist Haundorf ein staatlich anerkannter Erholungsort.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die neue Gemeinde Haundorf wurde am 1. Juli 1972 durch den Zusammenschluss der ehemaligen Gemeinden Eichenberg, Gräfensteinberg und Haundorf neu gebildet.[3] Obererlbach kam am 1. Januar 1977 hinzu.[4]

  • Haundorf mit Aue, Oberhöhberg, Unterhöhberg, Dematshof, Lindenbühl, Seitersdorf, Neuhof, Leidingendorf, Stixenhof, Gutzenmühle, Straßenhaus und Straßenwirtshaus.
  • Obererlbach mit Thierhof
  • Gräfensteinberg mit Brand, Brombach, Geiselsberg, Geislohe und Röthenhof.
  • Eichenberg

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 1713 Einwohner[4]
  • 1970: 1721 Einwohner[4]
  • 1987: 1909 Einwohner
  • 1991: 2156 Einwohner
  • 1995: 2393 Einwohner
  • 2000: 2560 Einwohner
  • 2005: 2695 Einwohner
  • 2010: 2683 Einwohner
  • 2015: 2763 Einwohner

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: Über von Silber und Schwarz geviertem Schildfuß in Rot schräg gekreuzt eine silberne Armbrust und ein silbernes Zimmermannsbeil.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1998 gab es nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 29 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 36 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 923. Im verarbeitenden Gewerbe gab es zwei Betriebe, im Bauhauptgewerbe drei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 71 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1351 Hektar, davon waren 766 Hektar Ackerfläche und 583 Hektar Dauergrünfläche.

Der Ortsteil Brand hat seit dem Jahr 2000 ein Gewerbegebiet, das die Ansiedlung von Industrie in der Gemeinde fördern soll.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde wird durch Bundesstraße 466 erschlossen, die durch die Ortsteile Brand und Obererlbach verläuft.

Der nächste Bahnhof befindet sich in Gunzenhausen.

Nächstgelegene Autobahn ist die A 6. Sie kann über folgende Anschlussstellen erreicht werden:

  • Ansbach (Anschlussstelle 52) – über die B 13 Richtung Heilbronn
  • Schwabach West (Anschlussstelle 55) – über die B 466 Richtung Nürnberg

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1999 gab es folgende Einrichtungen:

  • drei Kindergärten (150 Kindergartenplätze mit 121 Kindern)
  • eine Volksschule mit 21 Lehrern und 362 Schülern

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johann Kaspar Bundschuh: Haundorf. In: Geographisches, statistisch-topographisches Lexikon von Franken. Band 2: El–H. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1800, DNB 790364298, OCLC 833753081, Sp. 524 (Digitalisat).
  • Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit. (Nachdr. der Ausg. Nördlingen, Beck, 1879). Band 2. Verl. für Kunstreprod. Schmidt, Neustadt an der Aisch 1993, ISBN 3-923006-90-X, S. 445–446.
  • Gottfried Stieber: Haundorf. In: Historische und topographische Nachricht von dem Fürstenthum Brandenburg-Onolzbach. Johann Jacob Enderes, Schwabach 1761, S. 455–456 (Digitalisat).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Haundorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Bayerische Landesbibliothek Online
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 477.
  4. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 730.
  5. Georg Dehio: Handbuch der Dt. Kunstdenkmäler, Bayern I: Franken. 2. Aufl. 1999, S. 431