Haunoldstein

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Haunoldstein
Wappen Österreichkarte
Wappen von Haunoldstein
Haunoldstein (Österreich)
Haunoldstein
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Sankt Pölten-Land
Kfz-Kennzeichen: PL
Fläche: 9,91 km²
Koordinaten: 48° 12′ N, 15° 27′ OKoordinaten: 48° 11′ 42″ N, 15° 27′ 24″ O
Höhe: 250 m ü. A.
Einwohner: 1.147 (1. Jän. 2017)
Bevölkerungsdichte: 116 Einw. pro km²
Postleitzahl: 3384
Vorwahl: 02749
Gemeindekennziffer: 3 19 11
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Wienerstraße 2
3384 Haunoldstein
Website: www.haunoldstein.at
Politik
Bürgermeister: Hubert Luger (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(19 Mitglieder)
13
4
2
13 
Insgesamt 19 Sitze
Lage der Gemeinde Haunoldstein im Bezirk Sankt Pölten-Land
AltlengbachAsperhofenBöheimkirchenBrand-LaabenEichgrabenFrankenfelsGablitzGerersdorfHafnerbachHaunoldsteinHerzogenburgHofstetten-GrünauInzersdorf-GetzersdorfKapellnKarlstettenKasten bei BöheimkirchenKirchberg an der PielachKirchstettenLoichMarkersdorf-HaindorfMaria AnzbachMauerbachMichelbachNeidlingNeulengbachNeustift-InnermanzingNußdorf ob der TraisenObritzberg-RustOber-GrafendorfPerschlingPressbaumPrinzersdorfPurkersdorfPyhraRabenstein an der PielachSchwarzenbach an der PielachSt. Margarethen an der SierningSt. PöltenStatzendorfStössingTraismauerTullnerbachWeinburgWilhelmsburgWölblingWolfsgrabenLage der Gemeinde Haunoldstein im Bezirk Sankt Pölten (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Gemeindeamt an der B1 in Groß Sierning
Gemeindeamt an der B1 in Groß Sierning
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Haunoldstein ist eine Gemeinde mit 1147 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017) im Bezirk Sankt Pölten-Land in Niederösterreich.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Haunoldstein liegt im Mostviertel in Niederösterreich. Die Fläche der Gemeinde umfasst 9,88 Quadratkilometer. 18,54 Prozent der Fläche sind bewaldet.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende sieben Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Januar 2018[1]):

  • Eibelsau (22)
  • Eidletzberg (7)
  • Groß Sierning (609)
  • Haunoldstein (302)
  • Osterburg (3)
  • Pielachhäuser (139)
  • Pottschollach (78)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Eibelsau, Großsierning, Haunoldstein und Osterburg.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dunkelsteinerwald Hafnerbach
Loosdorf Nachbargemeinden
Hürm Markersdorf-Haindorf

Wappen und Farben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die NÖ. Landesregierung hat mit Bescheid vom 28. März 1983, gemäß § 4 Abs. 1 der NÖ. Gemeindeordnung 1973, das nachstehend beschriebene Wappen der Gemeinde Haunoldstein verliehen:

„Ein durch eine silberne gestürzte Deichsel geteilter blauer Schild, der im ersten und dritten Feld mit drei von einer Hand gehaltenen Ähren, dem Deichselarm unterschoben, und im zweiten Feld mit einem rotbezungten, bewehrten goldenen Panther belegt ist.“

„Die goldene Hand versinnbildlicht die arbeitende Bevölkerung, die Ähren den ländlichen Charakter der Gemeinde. Der Panther war das Wappen des ersten schriftlich genannten Besitzers der Osterburg, Graf Peilstein, und die silberne Deichsel ist das Symbol für die Flüße Pielach und Sierning.“

Zugleich wurden die vom Gemeinderat der Gemeinde Haunoldstein festgesetzten Gemeindefarben „Blau-Weiß-Gelb“ genehmigt.[2]

Namensherkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name des Ortes scheint erstmals 1161 auf und wird 1235 im Urkundenbuch des ehemaligen Chorherrenstiftes in Sankt Pölten „Hunoldstain“ genannt. Die Schreibweise ändert sich im Laufe der Jahrhunderte mehrmals von „Heinrichstein“; 1578 „Hainoldstein“ bis zum heutigen Haunoldstein.

Etymologisch deutet der Name auf eine Burg, die einem „Hunold“ gehört hat, hin. Mit Stein oder Steina wird im germanischen wörtlich ein steiniger, felsiger, wenig fruchtbarer Boden bezeichnet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Altertum war das Gebiet Teil der Provinz Noricum. Der Ort wird erstmals 1161 urkundlich erwähnt. Die Kirche auf dem Kirchenberg zu Haunoldstein wurde erstmals 1147 erwähnt; seit 1367 obliegt den Besitzern der Osterburg das Patronat. Die Burg wechselte in der Zeit von 1514 bis 1668 mehrmals die Besitzer und wurde dann von Fürst Raimund von Montecuccoli gekauft. Die Osterburg blieb bis 1983 im Familienbesitz der Grafen Montecuccoli. Selbständig ist die Gemeinde seit 1850. Mit der Errichtung der Reichsstraße (heute B1) und der Westbahn 1892 entwickelte sich Groß Sierning zum Hauptort der Gemeinde.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Ergebnis der Volkszählung 2001 gab es 940 Einwohner. 1991 hatte die Gemeinde 852 Einwohner, 1981 789 und im Jahr 1971 700 Einwohner.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister der Gemeinde ist Hubert Luger, Vizebürgermeister Josef Anzenberger und Amtsleiterin Manuela Damböck. Im Gemeinderat gibt es nach der Gemeinderatswahl 2015 bei insgesamt 19 Sitzen folgende Mandatsverteilung: ÖVP 13, FPÖ 4, SPÖ 2.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Pfarrkirche hl. Michael
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Haunoldstein
  • Pfarrkirche hl. Michael
Die in erhöhter Lage errichtete Kirche war von einem Friedhof umgeben und hat eine gotische Bausubstanz. Die Errichtung des Turmes und die Langhauseinwölbung erfolgte um 1580. Der Chor und das westliche Joch des Langhauses wurden 1745 gebaut und der Turmhelm stammt aus dem Ende des 19. Jahrhunderts.

Freiwillige Feuerwehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Feuerwehrhaus

Die FF Haunoldstein wurde im Jahre 1888 gegründet. Das Feuerwehrhaus befindet sich direkt an der B1 in Groß Sierning. Der Mannschaftsstand umfasst etwa 75 Feuerwehrmitglieder.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 27, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 27. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 438. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 47,44 Prozent.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Austria, Bevölkerung am 1. Jänner 2018 nach Ortschaften
  2. Ferdinand Hierner, Bürgermeister (1983): Festschrift zur Schuleröffnung und Wappenverleihung Haunoldstein, 2. Oktober 1983. Hrsg.: Gemeinde Haunoldstein. Haunoldstein 2. Oktober 1983, S. 10.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Haunoldstein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien