Hauptschleuse Rathenow

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Hauptschleuse Rathenow
Unterhaupt der Schleppzugschleuse Rathenow

Unterhaupt der Schleppzugschleuse Rathenow

Lage
Hauptschleuse Rathenow (Brandenburg)
Hauptschleuse Rathenow
Koordinaten 52° 36′ 15″ N, 12° 18′ 57″ OKoordinaten: 52° 36′ 15″ N, 12° 18′ 57″ O
Land: DeutschlandDeutschland Deutschland Brandenburg
Ort: Rathenow
Gewässer: Untere Havel-Wasserstraße
Gewässerkilometer: km 103,320
Daten
Eigentümer: Bund
Betreiber: WSV Brandenburg
Zuständiges WSA: WSA Brandenburg
Schleuse
Typ: Binnenschleuse
Wird gesteuert von: von Schleusenbetriebszentrale Rathenow fernbedient
Nutzlänge: 210,60 m
Nutzbreite: 9,60 m / 10,20 m
Durchschnittliche
Fallhöhe:
1 m
Sonstiges
Stand: Anrufkanal UKW 03

f1

Die Schleuse Rathenow, auch Hauptschleuse Rathenow, genannt, ist eine Schleuse in einem Durchstich im Verlauf der Unteren Havel-Wasserstraße in der Stadt Rathenow. Die Verkehrsfreigabe erfolgte am 13. April 1901. Besonderheit in dieser Schleuse sind die schrägen Wände einer für die damalige Zeit üblichen Schleppzugschleuse. Die nutzbare Kammerlänge beträgt 210,60 Meter, die nutzbare Kammerbreite 10,20 Meter. Die Torbreite ist mit 9,60 Meter angegeben.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Havelarmen Schleusenkanal, Rathenower Havel, Wehrarm Hinterarche, Wehrarm Vorderarche, Nebenarm Hellers Loch und Stadtkanal befinden sich verschiedene Wehre und Schleusen. Sie bilden in ihrer Gesamtheit die Staustufe Rathenow. Der gemittelte Wasserspiegelunterschied zwischen Ober- und Unterwasser beträgt ein Meter. Über das Unterhaupt der Schleuse führt eine Straßenbrücke. Eine erste Erwähnung einer Veränderung des Havelabflusses in Rathenow durch die Errichtung von Mühlenstaus fällt bereits in das Jahr 1288. Im selben Jahr wird erstmals der fossatum ipsius civitatis, der Stadtgraben beschrieben. In der Zeit von 1548 bis 1559 wurde in Rathenow eine Kesselschleuse erbaut und somit der Schifffahrt eine durchgängige Passage gewährleistet. Am selben Standort wurde 1732 die erste Stadtschleuse als Kammerschleuse errichtet.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts war die Leistungsfähigkeit der alten Schleuse nicht mehr ausreichend. Das führte dazu, dass ein künstlicher Schifffahrtskanal mit einer 220 Meter langen Schleuse, der Hauptschleuse Rathenow gebaut wurde.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Manfred Reschke: Die Havel. Natur und Kultur zwischen Müritz und Havelberg. Trescher Verlag, Berlin 2012. ISBN 978-3-89794-206-6.
  • Hans-Joachim Uhlemann: Berlin und die Märkischen Wasserstraßen. DSV-Verlag, Hamburg 1994. ISBN 3-88412-204-5.
  • Schriften des Vereins für europäische Binnenschifffahrt und Wasserstraßen e. V. Diverse Jahrgänge. WESKA (Westeuropäischer Schifffahrts- und Hafenkalender), Binnenschifffahrts-Verlag, Duisburg-Ruhrort. OCLC 48960431

Karten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Folke Stender (Redaktion): Sportschifffahrtskarten Binnen 1. Nautische Veröffentlichung Verlagsgesellschaft. ISBN 3-926376-10-4.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Hauptschleuse Rathenow – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien