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Artikel des Tages
Die gefährliche Körperverletzung stellt im deutschen Strafrecht einen Straftatbestand dar, der im 17. Abschnitt des Besonderen Teils des Strafgesetzbuchs (StGB) in § 224 StGB normiert ist. Er zählt zu den Körperverletzungsdelikten. § 224 StGB ist eine Qualifikation der in § 223 StGB geregelten Körperverletzung, die ausgewählte, besonders gefährliche Begehungsweisen der Körperverletzung mit höherer Strafe bedroht. Hierzu zählen etwa das Verwenden von Gift, Waffen oder gefährlichen Werkzeugen sowie das Angreifen aus dem Hinterhalt. Bezugspunkt der Gefährlichkeitsbeurteilung ist die Gefährlichkeit der Tathandlung, weshalb es für die Strafbarkeit nach § 224 StGB nicht darauf ankommt, ob der Täter besonders schwere Verletzungsfolgen verursacht. Für die gefährliche Körperverletzung droht das Gesetz eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren an, in minder schweren Fällen eine Strafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren. Aufgrund dieses Strafrahmens handelt es sich gemäß § 12 Abs. 2 StGB um ein Vergehen. § 224 StGB steht in engem Zusammenhang zu den Erfolgsqualifikationen der Körperverletzung, der schweren Körperverletzung (§ 226 StGB) und der Körperverletzung mit Todesfolge (§ 227 StGB). Anders als diese knüpft § 224 StGB nicht an die Schwere der Tatfolgen an, sondern an die gesteigerte Gefährlichkeit der Verletzungshandlung. Sowohl in Deutschland als auch sonst in der westlichen Welt ist die Häufigkeit gefährlicher Körperverletzungen seit Jahren rückläufig, während die Anzeigebereitschaft zunimmt. Die polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, die die gefährliche und die schwere Körperverletzung unter einem Schlüssel zusammenfasst, weist für das Jahr 2022 144.663 Fälle auf. – Zum Artikel …
Was geschah am 14. Juni?
- 1736 – Charles Augustin de Coulomb, der Begründer der Elektrostatik und der Magnetostatik sowie Entdecker des coulombschen Gesetzes, kommt zur Welt.
- 1866 – Der Preußisch-Österreichische Krieg bricht aus, was zur Auflösung des Deutschen Bundes führt.
- 1926 – Mary Cassatt, eine der bedeutendsten Malerinnen des Impressionismus, stirbt.
- 1956 – Mit einem Telegramm informieren Clyde L. Cowan und Frederick Reines ihren Physiker-Kollegen Wolfgang Pauli über den gelungenen Nachweis des Neutrinos, das Pauli als Elementarteilchen mehr als zwei Jahrzehnte zuvor hypothetisch beschrieben hatte.
- 1966 – Die Römische Kurie hebt den seit 1559 geführten und 500 Seiten starken Index der verbotenen Bücher auf.
In den Nachrichten
- Das Gemeinsame Europäische Asylsystem (GEAS) der EU ist am 12. Juni in Kraft getreten.
- Clemens Pig (Bild) wurde vom Stiftungsrat zum Generaldirektor des ORF ab 2027 bestellt.
- Ein Berufungsgericht in Moskau hat die Strafe gegen den wegen seiner Karnevalswagen in Abwesenheit zu achteinhalb Jahren Haft verurteilten Düsseldorfer Bildhauer Jacques Tilly bestätigt.
Kürzlich Verstorbene
- Frank Michael (79), belgischer Schlagersänger († 12. Juni)
- Stranger Cole (83), jamaikanischer Sänger und Komponist († 11. Juni)
- Ulrich Strunz (82), deutscher Autor, Arzt und Extremsportler († 7. Juni)
- Dieter Wunderlich (88), deutscher Linguist († 6. Juni)
- Peter Giger (87), Schweizer Perkussionist und Bandleader († 27. Mai)
Schon gewusst?
- Die im Mausoleum Riedemann Bestatteten sind in die Schweiz umgezogen.
- Die Kollapsologie untersucht, wie Menschen sich auf den gesellschaftlichen Zusammenbruch infolge des Klimawandels vorbereiten können.
- Metapenaeus dobsoni ist eine wirtschaftlich bedeutende Garnelenart des Indo-Westpazifiks mit stark schwankendem Marktwert.
- Der Spiegel kritisierte bei der Propyläen Geschichte Europas den Rückfall zur eurozentristischen Geschichtsdarstellung.