Hauptstrasse 16

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Vorlage:Infobox hochrangige Straße/Wartung/CH-H
Hauptstrasse 16 in der Schweiz
Hauptstrasse 16
Karte
Verlauf der H 16
Basisdaten
Betreiber:
Kanton Thurgau
Staatsgrenze D/CH – Kantonsgrenze TG/SG
Kanton St. Gallen
Kantonsgrenze TG/SG – Staatsgrenze CH/FL
Fürstentum Liechtenstein
Staatsgrenze CH/FL – Staatsgrenze FL/A
Strassenbeginn: Konstanz
(47° 40′ N, 9° 10′ O)
Strassenende: Schaanwald
(47° 13′ N, 9° 34′ O)
Gesamtlänge: ca. 103 km Schweiz: ca. 94 km
Liechtenstein: ca. 9 km

Kanton:

Ausbauzustand: doppelspurig, nicht-getrennte Fahrbahn
Wildhaus Zentrum3.jpg
Wildhauserpass
(höchster Punkt der Hauptstrasse 16)

Die Hauptstrasse 16 ist eine Hauptstrasse in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein.

Sie beginnt bei Konstanz/Kreuzlingen und verläuft durch das Toggenburg, das Rheintal und das Fürstentum Liechtenstein und endet an der Grenze zu Österreich bei Feldkirch.

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Strasse beginnt beim Tägermoos in Tägerwilen an der Grenze zu Deutschland am Gottlieber Zoll, durch eine kleine Verbindungsstrasse mit der Bundesstraße 33, verbunden. Von dort aus verläuft die Strasse über den Seerücken ins Thurtal bei Märstetten. Die Strasse verläuft anschliessend durch das Fürstenland bis Wil SG.

Von dort aus verläuft die Hauptstrasse entlang der Thur bis Wildhaus. Bei Bazenheid ist die Hauptstrasse unterbrochen und durch eine Umfahrungsstrasse, welche als Autostrasse klassiert ist, ersetzt und die Hauptstrasse entsprechend umsignalisiert. Bei Lichtensteig und Ebnat-Kappel existiert als Autostrasse eine Umfahrungsstrasse, welche die Hauptstrasse, die durch diese Orte verläuft, entlastet.

Vom 1090 m ü. M. gelegenen Wildhauserpass aus führt die Strasse in das Rheintal hinunter nach Gams und Buchs. Zwischen Buchs und Schaan überquert die Strasse den Rhein und gelangt ins Fürstentum Liechtenstein. Dort verläuft die Strasse über Schaan und Schaanwald an die Grenze zu Österreich bei Feldkirch, wo sie als Liechtensteiner Straße weiterverläuft.

Die Gesamtlänge dieser meist nicht richtungsgetrennten Durchgangsstrasse beträgt rund 103 Kilometer, davon befinden sich rund 9 Kilometer im Fürstentum.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Liechtenstein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Deutsche Strasse von Feldkirch über Schaan nach Chur wurde 1786 fertiggestellt. In Österreich wird sie heute als Liechtensteiner Strasse bezeichnet.

St. Gallen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karte der Grafschaft Toggenburg

Beda Angehrn, Abt des Klosters St. Gallen, förderte den Strassenbau in seinem Territorium. Zwischen 1774 und 1787 entstand die Toggenburgerstrasse zwischen Wil und Wattwil. Diese Strasse durchquerte die Grafschaft Toggenburg und verband sie mit der Stadt Wil im Fürstenland. Die Toggenburgerstrasse lag vollständig auf dem Territorium der Fürstabtei, was den Handel in Friedenszeiten und die Militärtransporte in Kriegszeiten vereinfachte.

Die Staatsstrasse von Gams nach Liechtenstein wurde erst 1836 vollendet, als die Sümpfe des Alpenrheintals infolge der Rheinkorrektion nicht mehr überschwemmt wurden.[1]

Auf dem St. Galler Abschnitt bildet die Hauptstrasse mit Ausnahme der Teilstücke, für die eine Umfahrung existiert, die Kantonsstrasse 13 Wil–Haag. Etappenweise werden seit 1963 im Kanton St. Gallen entlang der Hauptstrasse Ortsumfahrungen eröffnet:

Abschnitt Umfahrung Eröffnung Zustand
«Netzergänzung Nord»[2] Umfahrung Wil/Bronschhofen Idee
Autostrasse Bazenheid Cholberg – Bazenheid Süd Umfahrung Bazenheid 2006 in Betrieb
Autostrasse Bütschwil Engi – Neudietfurt Umfahrung Bütschwil 2020 im Bau
Neudietfurt – Wattwil Flooz Umfahrung Lichtensteig 1983 in Betrieb
Wattwil Flooz – Wattwil Brendi Umfahrung Wattwil, 1. Etappe 1993 in Betrieb
Wattwil Brendi – Ebnat-Kappel Stegrüti Umfahrung Wattwil, 2. Etappe ca. 2023 geplant
Ebnat-Kappel Stegrüti – Ebnat-Kappel Ebnaterstrasse Umfahrung Ebnat-Kappel 1969 in Betrieb
Hauptstrasse Krummenau Trempel – Krummenau Egg Ortsumfahrung Krummenau 1973 in Betrieb
Hauptstrasse Dorfstrasse Alt St. Johann Ortsumfahrung Alt St. Johann ~1963 in Betrieb
Hauptstrasse Sändli – Anstieg Wildhaus[3] Ortsumfahrung Unterwasser 1963 in Betrieb

Thurgau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Thurgau war bis 1803 eine gemeine Herrschaft, also ein rechtloses Untertanengebiet, das von den eidgenössischen Stadtstaaten gemeinsam verwaltet wurde. Seit 1803 durfte der neugegründete Kanton Thurgau selbst über seine Steuereinnahmen verfügen und beschloss ein umfangreiches Strassenbauprogramm. 1806 beschloss die Regierung den Bau einer Strasse zwischen Märstetten und Wil. 1811 fiel die Entscheidung für den Bau einer Strasse zwischen Wäldi und Märstetten. [4]

Projektierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vom Kantonsrat beschlossen sind Umfahrungen der Dörfer Bütschwil und Wattwil. Die Umfahrung Bütschwil befand sich per 2017 im Bau, 2020 soll sie dem Verkehr freigegeben werden.[5] Die Umfahrung Wattwil wird 2018 in Angriff genommen, per 2022 oder 2023 soll sie fertig sein.[6] Nach Ausbau dieser Umfahrungen wird die Autostrasse von Wil-Süd bis Ebnat-Kappel führen, unterbrochen von einem Teilabschnitt bei Lütisburg zwischen Bazenheid und Bütschwil.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kantonsheft St. Gallen
  2. St. Galler Tagblatt: Kernmassnahmen des Aggloprogramms. In: St.Galler Tagblatt. 12. März 2016 (tagblatt.ch [abgerufen am 7. November 2017]).
  3. http://www.tagblatt.ch/ostschweiz/werdenberg/Kantonsstrasse-bis-Oktober-nur-noch-einspurig-befahrbar;art415141,4185413
  4. Kantonsheft Thurgau
  5. Martin Knoepfel: Provisorische Strasse für Bau des Tunnels. In: St.Galler Tagblatt. 7. September 2017 (tagblatt.ch [abgerufen am 7. November 2017]).
  6. Vorarbeiten für die 2. Etappe der Umfahrung Wattwil starten. Kanton St.Gallen, abgerufen am 7. November 2017.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hauptstrasse 16 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien