Hauriet

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Hauriet
Hauriet (Frankreich)
Hauriet
Region Nouvelle-Aquitaine
Département Landes
Arrondissement Dax
Kanton Coteau de Chalosse
Gemeindeverband Terres de Chalosse
Koordinaten 43° 44′ N, 0° 42′ WKoordinaten: 43° 44′ N, 0° 42′ W
Höhe 24–106 m
Fläche 7,57 km2
Einwohner 277 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 37 Einw./km2
Postleitzahl 40250
INSEE-Code

Pfarrkirche Saint-Rémy

Hauriet ist eine französische Gemeinde mit 277 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Landes in der Region Nouvelle-Aquitaine (vor 2016: Aquitanien). Die Gemeinde gehört zum Arrondissement Dax und zum Kanton Coteau de Chalosse (bis 2015: Kanton Mugron).

Der Name in der gascognischen Sprache lautet ebenfalls Hauriet.[1] Er hat möglicherweise seinen Ursprung im Wort haurie (deutsch kleine Schmiede).[2]

Die Einwohner werden Hauriètois und Hauriètoises genannt.[3]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauriet liegt ca. 30 km östlich von Dax in der historischen Provinz Gascogne.

Umgeben wird Hauriet von den Nachbargemeinden:

Nerbis Toulouzette
Mugron Nachbargemeinden Montaut
Saint-Aubin

Hauriet liegt am linken Ufer des Flusses Adour.

Einer seiner Nebenflüsse, der Gabas, fließt an einem relativ kleinen Abschnitt der nördlichen Grenze zur Nachbargemeinde Toulouzette entlang. Der Ruisseau de Bazin, ein Nebenfluss des Ruisseau de la Gouaougue, durchquert das Gebiet der Gemeinde ebenso wie sein Nebenfluss, der Ruisseau de Miremon.[4]

Stierkampfarena in Hauriet

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Herkunft des Namens der Gemeinde weist darauf hin, dass sie sich auf die Verarbeitung von Eisen gegründet und entwickelt hat. Die Gemeinde wurde 1310 erstmals erwähnt im Zusammenhang mit Bernard de Poudenx, dem Grundherrn von Hauriet. Es ist bekannt, dass Charles de Valois im Jahre 1471 hier Station gemacht hat und dass die Pfarrkirche während der Hugenottenkriege im 16. Jahrhundert niedergebrannt wurde. In der Französischen Revolution machte die Gemeinde von sich reden, als während der Terrorherrschaft der Revolutionär Pierre-Arnaud Dartigoeyte den Priester Cabiro zum Tode verurteilte. Ein großer Teil des Gebiets der Gemeinde ist kultiviert und bis zum Ende des 19. Jahrhunderts erlaubte die Mischkultur eine Deckung der Bedürfnisse der Bewohner. Diese wurde in der Folge schrittweise zugunsten der Aufzucht von Enten und Gänsen aufgegeben.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauriet konnte bis zum Ende des 19. Jahrhunderts eine Größe von rund 500 Einwohnern und mehr halten. In der Folgezeit sank die Einwohnerzahl bei kurzen Erholungsphasen bis zu den 1990er Jahren auf 240 Einwohner, bevor eine moderate Wachstumsphase einsetzte, die heute noch anhält.

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2010 2016
Einwohner 337 317 285 267 240 251 245 264 277
Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz
Quellen: EHESS/Cassini bis 2006,[5] INSEE ab 2010[6]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfarrkirche Saint-Rémy[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sie wurde inmitten von Wohnhäusern errichtet. Das Langhaus, an dem an der Südseite eine Seitenkapelle gebaut wurde, wird durch eine flach abgeschlossene Apsis verlängert. Im Westen überragt ein rechteckiger Glockenturm mit einem Satteldach die Fassade.[7]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Landwirtschaft mit dem Schwerpunkt Geflügelzucht ist der wichtigste Wirtschaftsfaktor der Gemeinde.[2]

Aktive Arbeitsstätten nach Branchen am 31. Dezember 2015[8]
Gesamt = 32

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde verfügt über eine öffentliche Vorschule mit 21 Schülerinnen und Schülern im Schuljahr 2017/2018.[9]

Sport und Freizeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der grüne Weg (Voie verte) von den Toren von Dax bis kurz vor Saint-Sever führt auch durch das nördliche Gemeindegebiet von Hauriet. Er ist eine ehemalige Trasse einer Eisenbahnlinie der Compagnie des Tramways à Vapeur de la Chalosse et du Béarn, die 1899 eröffnet wurde. Ende der 1930er Jahre wurde die Beförderung von Personen eingestellt, der Güterverkehr erst 1970. Die Schienen wurden entfernt und machten Platz für Fußgänger, Radfahrer und Reiter.[10]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauriet ist erreichbar über die Routes départementales 8, 18 und 32.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hauriet – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hauriet (fr) Gasconha.com. Abgerufen am 1. Mai 2018.
  2. a b c Hauriet (fr) Conseil régional d’Aquitaine. Archiviert vom Original am 9. September 2016. Abgerufen am 1. Mai 2018.
  3. Landes (fr) habitants.fr. Abgerufen am 1. Mai 2018.
  4. Ma commune : Hauriet (fr) Système d’Information sur l’Eau du Bassin Adour Garonne. Abgerufen am 1. Mai 2018.
  5. Notice Communale Hauriet (fr) EHESS. Abgerufen am 1. Mai 2018.
  6. Populations légales 2015 Commune d’Hauriet (40121) (fr) INSEE. Abgerufen am 1. Mai 2018.
  7. Eglise Saint-Rémy (fr) Observatoire du patrimoine religieux. Abgerufen am 1. Mai 2018.
  8. Caractéristiques des établissements en 2015 Commune d’Hauriet (40121) (fr) INSEE. Abgerufen am 1. Mai 2018.
  9. École maternelle (fr) Nationales Bildungsministerium. Abgerufen am 1. Mai 2018.
  10. Voie verte de Chalosse (fr) Tourismusbüro Terres de Chalosse. Abgerufen am 1. Mai 2018.