Haus Arafna

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Haus Arafna ist eine deutsche Post-Industrial-Band (Eigenbezeichnung: „Angstpop“), die Anfang der 1990er Jahre von Mr. und Mrs. Arafna ins Leben gerufen wurde. Charakteristisch ist der Einsatz von Analogsynthesizern mit bedrohlichen Oszillatorschwingungen, Rauschrhythmen und Frequenzmodulationen. Oft wirken die Klangcollagen bizarr und verstörend, was von kreischendem und/oder gebrülltem „Gesang“ unterstrichen wird. Haus Arafna gewann im Laufe der Jahre über die Industrialszene hinaus auch unter Hörern von Electro, EBM oder Black Metal an Beliebtheit. Alle Werke sind bisher auf dem Industriallabel Galakthorrö erschienen. Neben den unlimitierten CDs gibt es immer auch eine von Hand nummerierte, limitierte Vinylauflage.

Stil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Haus Arafna beschreibt ihren Sound, v. a. bezogen auf den Tonträger Butterfly, wie folgt:

„oscillators instead of instruments; frequency modulation instead of notes; voltage control instead of computer control; abstraction instead of perfection; reduction instead of saturation; high density instead of high fidelity; energy instead of entertainment“

Entsprechend klingt die Musik: Synthetische Klänge auf das Wesentliche beschränkt, musikalische Wurzeln sind gleichermaßen in Minimalelektronik, EBM und im frühen Industrial à la SPK, Throbbing Gristle etc. zu erkennen.

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dirk Manske schreibt in seinem Buch Hass. Ein Versuch., dass die Musik von Haus Arafna zum Teil „durchaus als alternative, d. h. nicht schriftliche Beschreibung von Hass verstanden werden kann“.[1]

November Növelet[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Nebenprojekt der Haus-Arafna-Besetzung ist November Növelet. Im Gegensatz zum aggressiven Grundton von Haus Arafna ist die Musik von November Növelet eher ruhig und wirkt teilweise verträumt. Lieder wie Shouts of Joy werden bei Industrialveranstaltungen oft und gerne gespielt.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Haus Arafna[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

EPs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1993: Sex U Mas
  • 1998: The Last Dream of Jesus
  • 2000: Für Immer
  • 2013: All I Can Give

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1995: Blut / Trilogie des Blutes
  • 1998: Children of God
  • 2003: Butterfly
  • 2003: The Singles 1993–2000
  • 2006: Blut + Nachblutung (Re-Release des ersten Albums mit 3 Bonustracks)
  • 2010: YOU
  • 2011: New York Rhapsody

Zusammenstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1995: Take One – Get Two (mit Karl Runau)
  • 2004: Kosmoloko (Mit Karl Runau, Maska Genetik, November Növelet und Subliminal)
  • 2012: Kosmoloko 2 (Mit Hermann Kopp, Herz Jühning, November Növelet und Subliminal)

November Növelet[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

EPs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1994: More Satanic Heroes
  • 2008: Sacred
  • 2012: Heart of Stone

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1999: From Heaven on Earth
  • 2007: Magic
  • 2015: The World in Devotion

Zusammenstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2004: Kosmoloko (Mit Haus Arafna, Karl Runau, Maska Genetik und Subliminal)
  • 2012: Kosmoloko 2 (Mit Haus Arafna, Hermann Kopp, Herz Jühning und Subliminal)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Manske, D.: Hass. Ein Versuch. Frankfurt am Main 2011, ISBN 978-3-631-61997-1, S. 130