Haus Ruhr (Hengsen)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Die Eulenmauer

Das Haus Ruhr ist ein untergegangener Adelssitz im Holzwickeder Ortsteil Hengsen. Im Mittelalter war die auch als Burg Rura oder später auch Lappenhausen bekannte Anlage eine der bedeutendsten und größten Burgen an der Ruhr. Heute existieren von der Anlage nur noch Reste der Gräften und ein Stück Mauer (Eulenmauer) im Wald. Sie lag im Süden von Hengsen, knapp oberhalb der Ruhr. Heute liegt die Stelle südlich der Bahnstrecke Schwerte-Fröndenberg und östlich des Hengsener Stausees.

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung datiert aus dem Jahr 1174 in der Gründungsurkunde des Klosters Oelinghausen. Der dort genannte Henricus van ther Rura war zeitgleich auch Herr des benachbarten Hauses Opherdicke. 1399 ist erstmals ein Mitglied der Familie Lappe auf der Burg nachzuweisen. Bis zum Tode von Anna Margarethe Lappe († 27. Juli 1671) war Haus Ruhr über 270 Jahre im Besitz der Familie geblieben. Während dieser Zeit hatte Bernd I. von Lappe zusammen mit seinem Sohn Caspar Lappe (* 1522: † nach 1592) wesentlichen Einfluss auf die Einführung der Reformation im Kirchspiel Opherdicke. Von ihrer Familie stammt auch der Name Lappenhausen, der heute noch als Straßenname in Hengsen erhalten ist. Während dieser Zeit

Im 18. Jahrhundert verfiel das Gut zunehmend und wurde noch vor 1777 abgebrochen. 1777 wurde auf der Topographischen Charte der Grafschaft Marck nur noch der Name Lapenhaus erwähnt, aber kein „adelich Gut“ gezeichnet.[1] Auf dem Burggelände wurde anschließend ein Wirtschaftshof errichtet, der 1973 von den Dortmunder Stadtwerken eingeebnet wurde.

Weblinks[Bearbeiten]

  • Haus Ruhr - der Lappen Haus, eine versunkene Burg und ihre Geschichte, Teil 1 und Teil 2 im Magazin Aktive Senioren (PDF)

Quellen[Bearbeiten]

  1. Internet-Portal Westfälische Geschichte: Topographische Charte der Grafschaft Marck, 1777

51.4661444444447.6510305555556Koordinaten: 51° 27′ 58″ N, 7° 39′ 4″ O